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Gruppenfoto UdM Marz
Irene Maurer (2. v. r.) ist Unternehmerin des Monats 2016 © FiW

Unternehmerin des Monats März 2016 – Irene Maurer:

„Ich war sofort Feuer und Flamme“

Villach – Frau in der Wirtschaft stellt die Unternehmerin des Monats März 2016, Irene Maurer mit ihrem IWS Stickdienst und Warenhandel Kärnten-Shop, aus Villach vor.

Nach einem Spanienurlaub ihres Vaters und seinen detaillierten Schilderungen eines spanischen Marktplatzes, an dem „Kappen nach Kundenwunsch“ bestickt wurden, entschloss sich Irene Maurer im Jahr 1995, im Alter von 24 Jahren, kurzerhand diese Idee aufzugreifen. „Das klang für mich sehr individuell und originell. Daraufhin prüfte ich den heimischen Markt und konnte nichts dergleichen bei uns entdecken. Ich war Feuer und Flamme und besuchte eine Messe in Mailand, woraufhin ich dann meine erste eigene Stickmaschine aus der Schweiz importierte“, erzählt die Unternehmerin rückblickend.

Mut und Fleiß

Neben ihrem damaligen Beruf als Verkäuferin bei IMO, arbeitete sie jeden Tag bis in die frühen Morgenstunden in ihrem „Ein-Frau-Betrieb“, um sich am heimischen Markt mit ihren Stickdiensten etablieren zu können. Das ging 14 Tage lang so, bis sie sich entschloss, ihr Angestellten-Verhältnis aufzugeben, um sich voll ihrer Firma zu widmen. “Ich bekam die Möglichkeit, im Foyer vom Möbelhaus Kika in Villach meine Stickmaschine aufzustellen und legte los“, erzählt Irene Maurer. Sie bestickte Kappen mit Logos und Handtücher mit Monogrammen, veredelte Pferdedecken mit Kosenamen und bestickte Taufkleider mit Geburtsdaten. Schnell war ihr „Stickdienst“ von den Kunden anerkannt und geschätzt.

Exklusiv für Villach

Das Unternehmen beliefert bis heute in erster Linie Kunden aus Kärnten und allen anderen Bundesländern Österreichs. Aber auch nach Deutschland, Holland und die Schweiz werden Textilien verschickt, die mit dem Kärnten-Schriftzug bestickt sind. „Vor 12 Jahren gründete ich zusätzlich zum Warenhandel und Stickdienst auch den „Kärnten-Shop“. Da das Konzept dieses Shops sehr gut aufgenommen wurde, erhielten wir vom Bürgermeister der Stadt Villach die Möglichkeit, exklusiver Lizenznehmer der Marke „Villach“ zu werden“, schildert Irene Maurer.

Private Schicksalsschläge

Vor sieben Jahren wurde Irene Maurer das erste Mal Mutter, nach ihrer Tochter Victoria folgte vor fünf Jahren ihr Sohn Felix. Die zwei zählen zu den absoluten Highlights im Leben der Unternehmerin. Nach der Scheidung von ihrem Mann vor drei Jahren startete sie alleine durch und bekam viel Unterstützung. Es gab aber auch dunkle Kapitel im Leben der Unternehmerin. Ihre Schwester Christine verstarb 2001, im Alter von 32 Jahren, an Krebs. Das war privat wie auch beruflich ein enormer Schicksalsschlag für Irene und ihre Familie. Doch durch den familiären Zusammenhalt, sowie auch dem Rückhalt ihrer Belegschaft haben sie es geschafft, am Markt weiterhin zu bestehen und wieder nach vorne zu blicken.

„Mädchen für alles“

Heute beschäftigt Irene Maurer fünf Mitarbeiterinnen und ein Lehrling, die für den reibungslosen Verkauf, Produktion und Vertrieb zuständig sind. „Ich bin im Bedarfsfall „Mädchen für alles.“ Inzwischen sind auch zwei 6-Kopf-Stickmaschinen und eine Zwei-Kopf-Stickmaschine im Einsatz. „Somit sind wir die mittlerweile größte Stickerei in Kärnten und nicht mehr der einst kleine „Eine-Frau-Betrieb“, freut sich die Gründerin der IWS Stickdienstes Villach.

 

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