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Wirtschaft
Paternion Gemeindeamt
In der Gemeinde Paternion geht etwas weiter - 40 neue Arbeitsplätze entstehen, aber das Asylthema polarisiert. Der Bürgermeister ruft zu einem gemeinsamen Miteinander auf. © VIFAOS, Adrian Hipp

Drautaler Gemeinde

40 neue Jobs, aber Asylthema polarisiert

Paternion – In der Gemeinde Paternion geht einiges weiter. Die Firma Lindner erweitert ihren Betrieb und neue Flächen für Betriebsansiedelungen sollen geschaffen werden. Aber auch das Flüchtlingsthema bewegt die Drautaler, diesen Mittwoch wird informiert und diskutiert.

Vor allem aus dem Bereich der Wirtschaft gibt es positive Neuigkeiten aus der Drautaler Gemeinde: Die Firma Lindner führt eine Erweiterung des bestehenden Betriebes durch, so dass zusätzlich 40 Arbeitsplätze entstehen und der Standort auf längere Zukunft hin gesichert ist. „Ich danke den Firmenverantwortlichen für diese Entscheidung und freue mich, dass die Marktgemeinde Paternion somit zu einem wesentlichen Betriebsstandort der Firma Lindner wurde,“ freut sich Paternions Bürgermeister Alfons Arnold.

Lindner – ein Top Unternehmen

Die Lindner Recycling Tech GmbH ist ein österreichisches Familienunternehmen und blickt auf eine langjährige und traditionsreiche Geschichte zurück. Der Betrieb wurde 1948 von Josef Lindner als Maschinen- und Anlagenproduzent für die Holzindustrie gegründet. In den 80er Jahren erkannte Manfred Lindner das Potential für die Wiederaufbereitung von Abfällen – es folgte die Entwicklung und Produktion der ersten Zerkleinerungsmaschine für diesen Bereich. Das Herzstück der Lindner-Recyclingtech GmbH ist die Zerkleinerungstechnik – von der Planung über die Entwicklung, Konstruktion und Produktion, dem Vertrieb bis zu einem umfassenden Service für die Kunden kommt alles aus einer Hand.

Raum für Ansiedlungen

Da sich in der Gemeinde einiges tut, sind Gewerbegrundstücke knapp geworden. So soll „Auf dem Kickel“ weiteres Potential für neue Betriebsansiedlungen geschaffen werden. Aber auch das Engagement im Bereich Energieeffizient und Umweltfreundlichkeit sind für Arnold wichtige Themen. Alle öffentlichen Gebäude sind an das Fernwärmenetz angeschlossen, die Beleuchtung wurde auf LED umgestellt und zwei große Photovoltaik-Anlagen wurden errichtet.

Flüchtlingsthema dominiert

Kürzlich rückte die Gemeinde aber auch mit einem unangenehmen Thema in den Mittelpunkt der Berichterstattung. Eine Unterkunft für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in der Villacher Straße in Feistritz an der Drau wird seit kurzem vom Samariterbund Kärnten betreut und beaufsichtigt. Das Heim für Flüchtlingsburschen wurde unlängst von Unbekannten mit Böllern und Steinen beworfen. Die Täter sollen ihre Pläne im Vorfeld der Tat in einem Gasthaus angekündigt haben. Auf die Unterkunft gab es bereits mehrere angezeigte Angriffe. Auch der Verfassungsschutz wurde informiert – es geht um Verhetzung. Der Bürgermeister appelliert an die Bürgerinnen und Bürger via Mitteilungsblatt „den teilweise traumatisierten Jugendlichen wohlwollend zu begegnen und für ein gemeinsames Miteinander einzutreten.“ Eine angekündigte Informationsveranstaltung am Mittwoch, dem 9. März 2016 um 19.00 Uhr im Gemeinschaftshaus Feistritz/Drau soll offene Fragen klären. An diesem Abend wird der Samariterbund ausführlich über den Betrieb des Hauses informieren. Dabei können offene Fragen geklärt und vielleicht das eine oder andere Vorurteil abgebaut werden.

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