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Vizebürgermeisterin Mag.a Dr.in Petra Oberrauner (links) mit Corinna   Spasojevic, Mitarbeiterin des Stadtgartens, bei den Nistkästchen für Blau- und   Kohlmeisen
Vizebürgermeisterin Mag.a Dr.in Petra Oberrauner (links) mit Corinna Spasojevic, Mitarbeiterin des Stadtgartens, bei den Nistkästchen für Blau- und Kohlmeisen © Stadt Villach / Augstein

Vogelnistkästchen werden montiert

Neues Heim für Vögel

Villach – Die Stadt Villach bringt Vogelnistkästen für Blau- und Kohlmeisen und für den Wiederhopf an. Die gefiederten Jäger stutzen den Miniermottenbestand zurück.

Die Stadt Villach bekämpft die Rosskastanienminiermotte seit vielen Jahren ohne Chemie. Stattdessen erhalten vor allem Meisen eigene Nistkästchen, die den Tieren optimale Lebens- und Aufzuchtbedingungen für ihre Jungen bieten. Sie gelten als natürlicher Feind der missliebigen Motte.

„Wir verzichten im Kampf gegen die gefürchtete Rosskastanienminiermotte bereits seit dem Jahr 2010 gänzlich auf chemische Mittel und fördern stattdessen die natürlichen Feinde“, freut sich Vizebürgermeisterin Mag.a Dr.in Petra Oberrauner. „Vor allem Blau- und Kohlmeisen gelten als besonders effiziente Feinde der Motte. Deshalb bringen wir vorwiegend in Parkanlagen und an Straßenzügen, in denen ein Bestand von Rosskastanien vorhanden ist, Nistkästchen an. Dadurch können wir die Zahl der Meisen im Stadtgebiet erhöhen. Die lernfähigen Tiere spüren in den Blättern der Rosskastanien die dort versteckten Mottenlarven auf. Sie fliegen von früh bis spät die Bäume an und füttern mit der Miniermottenlarvenbeute ihre Jungen. In unserem Stadtgebiet befinden sich inzwischen 207 Nistkästchen wie etwa im Stadtpark, Schillerpark, Mitterlingpark, Vogelweidepark, in der Wilhelm-Hohenheim-Straße und in der Richard-Wagner-Straße sowie entlang des Radweges in St. Andrä und in St. Magdalen. Heuer werden wir weitere 24 Nistkästchen in Landskron anbringen.“

Die Miniermotten schädigen den Baum

Die Raupen der Rosskastanienminiermotte entwickeln sich fast ausschließlich in den Blättern der weißblühenden Gewöhnlichen Rosskastanie. Durch den Fraß der Larven welken die Blätter bereits im Sommer, was die Photosynthese unterbricht. Dadurch kann der Baum weniger Nährstoffe aufnehmen, wird geschwächt und ist auch gegen andere Kastanienkrankheiten vermindert resistent. Außerdem verliert der Baum an ästhetischer Qualität.

Nistkästen auch für den Wiedehopf 

Um den Wiedehopf wieder in die Stadt zu bringen, hat das Team des Stadtgartens fünf hohle Baumstämme vom Waldfriedhof abtransportiert, in Eigenregie spezielle Wiedehopf-Nistkästen gezimmert und im Naturschutzgebiet Landskron angebracht.

Gefährdeter Zugvogel

Der Wiedehopf ist leider nur mehr selten anzutreffen. Er gehört zu den Zugvögeln, und sein Winterquartier liegt in Afrika. Als spezialisierter Insektenjäger benötigt der Wiedehopf artenreiche niedrigwüchsige Wiesen und Weiden, in denen er mit seinem langen, dünnen Schnabel auf Nahrungssuche geht. Als Brutplatz nutzt er unter anderem Baumhöhlen. In der intensiv genutzten Kulturlandschaft werden seine Lieblingsplätze, artenreiche Wiesen und höhlenreiche Altbäume, immer weniger. Oft sind größere Spechthöhlen nur mehr die einzig verfügbaren Nistplätze. Als Höhlenersatz helfen deshalb spezielle Wiedehopf-Nistkästen.

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