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© pixabay | Simon

Pressegespräch der Naturfreunde Österreich

Friedliche Koexistenz möglich

Villach/Drobollach – In Österreich besitzen 75 % der Bevölkerung ein Fahrrad. 800.000 RadfahrerInnen suchen pro Jahr Erholung in Österreichs Wäldern und Bergen. Doch wo darf man im Wald legal radeln? Nur auf gekennzeichneten und ausgewiesenen Radstrecken. Der Drobollacher Alex Gehbauer vertritt dabei einen klaren Standpunkt.

Auf Forststraßen heißt es meist: Radfahren verboten! Für die Sportausübung extra auf Urlaub zu fahren wollen die ÖsterreicherInnen aber mehrheitlich nicht. Sie möchten gerne zu Hause sportlich aktiv sein. Beim Radfahren stößt man hier aber sehr schnell an gesetzliche Grenzen, da von den 120.000 km Forststraßen nur 10 % befahren werden dürfen.

Deshalb fordern die Naturfreunde ein zeitgemäßes Forstgesetz, dass Jung und Alt das legale Radfahren auf Forststraßen ermöglicht. Wanderwege müssen für RadfahrerInnen tabu sein!

Naturfreunde-Vorsitzender Mag. Andreas Schieder tritt für eine Versachlichung in der derzeitigen Diskussion um die Freigabe von Forststraßen für RadfahrerInnen ein. Im Pressegespräch am 8. April 2016 appelliert Mag. Schieder an die Waldbesitzer und deren Interessensvertretungen für ein faires Miteinander und einen ehrlichen, sachlichen Austausch der Argumente. Deshalb wäre die gesetzliche Öffnung der Forststraßen für RadfahrerInnen ein wichtiger Beitrag zur Deeskalation von Konflikten zwischen wandernden und bikenden Personen. Je größer das Mountainbike-Netz, umso geringer wäre der Begegnungsverkehr der beiden Gruppen. Die Naturfreunde waren und sind Anwalt der freien Zugänglichkeit des Waldes für Erholungssuchende.

Gesetzesvorschlag

Der von Rechtsexperten ausgearbeitete Gesetzesvorschlag für die Änderung des Forstgesetzes beinhaltet auch, eine klare Regelung für eine Haftungsanpassung zum Schutz der Waldbesitzer. Die Fair-Play-Regeln für RadfahrerInnen sind ein wichtiger Beitrag für ein umweltverträgliches, sicheres und respektvolles Miteinander.

Die Naturfreunde Österreich freuen sich über den großen Zuspruch und Unterstützungen zu ihrer Mountainbike-Initiative und sehen darin einen wichtigen Beitrag zur Bewusstseinsbildung aller WaldnutzerInnen.

„Bewegung in freier Natur ist ein unverzichtbares individuelles und gesellschaftliches Bedürfnis“, stellt Naturfreunde-Vorsitzende Mag. Andreas Schieder abschließend fest.

Die Situation bei unseren Nachbarn

Das Radfahren auf Forststraßen ist in allen Nachbarländern Österreichs erlaubt: in Liechtenstein, in Italien, in Slowenien, in Ungarn, in Tschechien, in Deutschland sowie in der Slowakei und in der Schweiz.

Der Drobollacher Alex Gehbauer, Staatsmeister im Querfeldein-MTB und Olympiateilnehmer dazu: „Mountainbiker verhalten sich als naturverbundene Menschen grundsätzlich sehr naturschonend und respektvoll gegenüber der Tierwelt. Durch ihre Sportausübung tragen sie aktiv zum Umweltschutz bei. Und bezüglich der Ängste des Miteinanders zwischen Wanderern und Mountainbikern sollte man in andere Länder schauen: Als professioneller Biker, der sich sehr oft in Italien, Frankreich und in der Schweiz aufhält, kann ich nur sagen, dass es dort eine sehr friedliche Koexistenz gibt. Ich bin überzeugt, dass wir das in Österreich auch schaffen können!“

 

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