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Ausstellungseroeffnung "Positionen - Arnold Clementschitsch und der Noetscher Kreis" und Verleihung der Ehrenbuergerschaft an Frau Hermine Wiegele.
Im Bild: Karl Heinz Essl und Hermine Wiegele
Ausstellungseroeffnung "Positionen - Arnold Clementschitsch und der Noetscher Kreis" und Verleihung der Ehrenbuergerschaft an Frau Hermine Wiegele. Im Bild: Karl Heinz Essl und Hermine Wiegele © ©LPD/Hoeher Oskar

"Alle Menschen sollen sich an der Kunst erfreuen!"

Erste Ehrenbürgerin ernannt

Villach Land/ Nötsch – Ausstellungseröffnung im Museum des Nötscher Kreises - Neben den Kunstwerken stand Hausbesitzerin Hermine Wiegele im Mittelpunkt - Ihr wurden Ehrenbürgerschaft und Gemeindewappen verliehen.

Großer Andrang herrschte gestern, Sonntag 10. April 2016, bei der Eröffnung der Ausstellung „Positionen: Arnold Clementschitsch und der Nötscher Kreis“ im Museum des Nötscher Kreises. Ging es doch nicht zuletzt um die bedeutende Kunst, die in diesen Räumlichkeiten in Kooperation mit dem Museum Moderner Kunst in Klagenfurt wieder präsentiert wird, sondern gerade heute vor allem auch um „das Herz und die Seele des Hauses“, wie Inhaberin Hermine Wiegele von den Festrednern liebevoll beschrieben wurde. In Anwesenheit von Landeshauptmann Peter Kaiser wurde der sichtlich gerührten Wiegele Dank und Anerkennung für ihre Leistungen nicht nur im Bereich der Kunst, sondern auch in ihrer Mühle und ihrer Bäckerei gezollt. Die Ehrenbürgerschaft die ihr heute verliehen wurde, sei als Wertschätzung der gesamten Gemeinde zu verstehen. Zudem wurde die Marke Wiegele mit dem Gemeindewappen ausgezeichnet.

Großer Respekt

Es habe keinen Zweifel darüber gegeben, wer zur ersten Ehrenbügerin der Markgemeinde Nötsch ernannt werden solle, betonte Bürgermeister Alfred Altersberger in seiner Festrede. „Es freut mich ganz besonders, dass ich unsere Hermi letztlich auch dazu überreden konnten, diese Auszeichnung anzunehmen“, erzählte er mit einem Augenzwinkern. „Er kenne keinen Ort, an dem Kunst, Kultur und Kulinarik so eng aneinanderliegen“, betonte Bundesrat Christian Poglitsch und zollte dem Lebenswerk Wiegeles mit sehr persönlichen Worten Respekt.

Jeden Tag um 2 Uhr früh auf

Die Liebe zur Kunst sei ihr in die Wiege gelegt worden, sagte Wiegele. So wie das Brot wichtig für den Körper sei, so sei auch die Kunst unerlässliche Nahrung für die Seele. „Keiner hat das Recht sie wegzusperren. Alle Menschen sollten sich daran erfreuen“, so Wiegele. Ihre Arbeit habe ihr immer große Freude gebracht, aber auch viele Entbehrungen eingeschlossen. „Es war kein leichtes Leben, aber es war ein Leben mit viel Erfüllung“, zeigte sich Wiegele gerührt von der großen Aufmerksamkeit, die ihr heute zu Teil wurde. „Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie gerne ich jeden Tag um zwei Uhr früh in meiner Backstube stehe, denn ohne Mehl geht für mich gar nichts. Und wenn ihr mich dann einmal hinübertragt, gebt mir ein Sackerl Mehl mit, damit ich dort auch noch Arbeit habe“, ließ Wiegele am Ende ihrer Dankesworte tief in ihre Seele blicken.

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