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Politik
Kärnten Therme Warmbad
300.000 Gäste lockt die KärntenTherme jährlich © Klaus Santner

Mehrheit für die Neuaufstellung

Thermen-Paket abgesegnet

Villach – Mit breiter Mehrheit (SPÖ, FPÖ und Neos) stimmte der Villacher Gemeinderat heute, Donnerstag, für das in den vergangenen Monaten geschnürte Paket zur wirtschaftlichen Neuaufstellung der Kärnten Therme.

ÖVP, Grüne und Erde lehnten den Antrag ab. Dem Beschluss nach pachtet die Stadt Villach die für ganz Kärnten extrem wichtige Ganzjahreseinrichtung und sucht nun europaweit nach einem künftigen Betreiber. Die ebenfalls beschlossenen Mindereinnahmen im neuen Pachtvertrag liegen mit durchschnittlich 275.000 Euro pro Jahr weit unter jenen Beträgen, die andere Städte für ihre Hallenbäder jährlich zahlen müssen.

Die Kärnten Therme selbst ist ein sehr gut florierendes Unternehmen, das pro Jahr fast 300.000 Gäste anlockt. Die finanzielle Schieflage war entstanden, weil man gleich zu Beginn mit einem statischen Problem und einer mehrwöchigen Schließung zu kämpfen hatte. Auch die international flaue Wirtschaftslage und reduzierte Konsumausgaben der Thermengäste setzten ihr massiv zu. „Die Villacherinnen und Villacher haben heute wieder einmal gesehen, wie wichtig es ist, dass sie eine entscheidungsfähige, stabile und verantwortungsvoll arbeitende Mehrheit im Gemeinderat gewählt haben“, resümierte Bürgermeister Günther Albel. „Wir tragen Verantwortung für unsere Stadt und haben mit der KärntenTherme auch die Zukunft von 700 Arbeitsplätzen gesichert.“

Aussendung der ÖVP

Die ÖVP lehnte den Antrag ab. Hier die Stellungnahme seitens der ÖVP: „Die ÖVP Fraktion hat den Amtsvortrag der dem Gemeinderat vorgelegt wurde ernsthaft geprüft und ist zu dem Entschluss gekommen, dass die notwendige Transparenz für die Bevölkerung nicht gegeben ist. Immerhin sprechen wir hier von Steuergeld“, so Klubobmann Christian Pober einleitend. „Stadtrat Peter Weidinger hat mit seinem Team und Experten einen Antrag zur Einsetzung eines Fachbeirates erarbeitet, der jedem Stresstest standgehalten hätte und der für die Therme zukunftsorientiert gearbeitet hätte. Gleichzeitig hätte man durch diesen Fachbeirat aus Experten auch die völlige Transparenz für die Steuermittel gehabt. Leider verwehrte sich die SPÖ gegen diesen Vorschlag, den Stadtrat Mag. Peter Weidinger dem Bürgermeister schon Tage vor der GR Sitzung unterbreitet hat“, so Pober weiter. „Die ÖVP stand und steht immer hinter der Therme, daher wollen wir auch eine zukunftssichere Entscheidung für die Therme. Dies ist mit dem Antrag der SPÖ nicht gegeben, daher konnten wir diesem Antrag, auch besonders nach dem Bestehen der SPÖ auf Intransparenz in der Thematik und die nicht vorhandene dauerhafte wirtschaftliche und fachliche Begleitung, nicht zustimmen“, erläutert Pober die Vorgänge in der GR -Sitzung. „Die Thermenthematik wird uns, dank der Intransparenz und der nicht zukunftsorientierten Lösung der SPÖ noch weiter begleiten. Wenn dann die SPÖ erkennt, dass der Vorschlag der ÖVP die bessere Lösung ist, wird es wahrscheinlich schon zu spät sein, und wir stehen vor einer erneuten Steuergeldverschwendung.  Die SPÖ täte gut daran, auch einmal Ideen oder Konzepte anderer Fraktionen aufzugreifen und umzusetzen, und nicht nur abzulehnen, nur weil es nicht die Eigenen waren“, so Pober abschließend.

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