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Ein Sprengmittelexperte der Wiener Polizei stellte fest, dass es sich um funktionstüchtige selbst gebaute Rohrbomben handelt und ergriff die notwendigen Maßnahmen © Picture-Factory/ fotolia.com

Nach Hausdurchsuchungen steht fest:

Bombenbauer doch keine Villacher

Villach/Wien – Heute wurde ursprünglich vermeldet, zwei Villacher wurden in einem Hotel mit zwei funktionierenden Bomben erwischt. Ein Hotelier schlug Alarm. Jetzt steht fest: Die Beiden stammen aus den Bezirken Klagenfurt Land und Völkermarkt.

Der Verfassungsschutz ermittelte sofort, ein terroristischer Hintergrund konnte jedoch vorerst ausgeschlossen worden. Ein Hotelbesitzer fand gestern, gegen 8.45 Uhr, zwei verdächtig aussehende Gegenstände und kontaktierte die Polizei. Ein Sprengmittelexperte der Exekutive stellte fest, dass es sich um Rohrbomben handelt.

In Haft genommen

Die beiden Täter sind 23 und 17 Jahre alt und waren beruflich in Wien. Sie lebten bereits mehrere Monate im Hotel. Anscheinend haben sie nur als Neugier herumgebastelt. Ein politisches oder terroristisches Motiv könne derzeit sicherlich ausgeschlossen werden, teilten die Ermittler mit. Der Ältere der Beiden befindet sich in Haft, sein 17jähriger Freund wurde freigelassen, jedoch angezeigt. Die Bomben sollen komplett funktionstüchtig und gefährlich sein, werden jedoch noch näher untersucht.

Update: Hausdurchsuchungen

Die Einvernahmen der Beiden brachten folgendes hervor: Anscheinend wollten sie nur wissen, ob sie eine Bombe bauen können und diese auch explodiert. Laut den Ermittlern waren die Angaben der Männer schlüssig und glaubwürdig. Heute Abend kam es zu Hausdurchsuchungen an den Heimatadressen der beiden Bombenbauer. Am Wohnort des 17-jährigen im Bezirk Klagenfurt Land wurde nichts gefunden. Bei der Adresse des 23-jährigen im Bezirk Völkermarkt fand man eine Werkstätte, in welcher neben einer scharfen Bombe mehrere Rohlinge gefunden wurden.

Jetzt ist auch klar, die beiden „Bombenbauer“ stammen nicht aus Villach. Gegen die beiden Verdächtigen wird wegen vorsätzlicher Gefährdung durch Sprengmittel ermittelt. Ein terroristischer oder extremistischer Hintergrund wird nach derzeitigem Ermittlungsstand weiter ausgeschlossen. Beim 23-Jährigen dürfte es sich um den „Bomben-Bastler“ handeln, der 17-Jährige sei „ein Mitläufer“.

 

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