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Wirtschaft
Graben in sechs Meter Tiefe: Kanalbau mit unterirdischem Spezialverfahren
Graben in sechs Meter Tiefe: Kanalbau mit unterirdischem Spezialverfahren © Augstein/Stadt Villach

In sechs Meter Tiefe wird mit Pressrohrvortrieb gearbeitet

Unterirdische Baumaßnahmen

Villach – Die Stadt Villach errichtet im Gartenweg, Stadtteil Völkendorf, einen Entlastungskanal für den Sammelkanal unter dem Westbahnhof. Das Besondere: Die Herstellung erfolgt im unterirdischen Pressrohrvortrieb in einer Tiefe von sechs Meter. Behinderungen in der Abwicklung des Anrainerverkehrs werden dabei auf ein Minimum reduziert. Dieses Verfahren wird in Villach zum ersten Mal angewendet.

„Um den großen und zu Spitzenzeiten an seine Belastungsgrenze angekommenen Sammelkanal, der unter dem Westbahnhof in Richtung Italiener Straße verläuft, zu entlasten, errichten wir einen zusätzlichen Kanal, einen sogenannten Entlastungskanal“, erklärt Stadtrat Andreas Sucher. „Von einem Startschacht aus werden Kanalrohre mit einem Durchmesser von 120 Zentimeter im Teilschnittverfahren vorgepresst. Rund 130 Laufmeter sind es im Gartenweg, danach arbeiten wir uns 60 Meter nach Westen, Richtung Warmbader Straße, Steirerhof, vor. Wir müssen dabei die ÖBB-Linie unterirdisch queren, deshalb arbeiten wir in sechs Meter Tiefe.“

Investition in die Zukunft

„Ein Verfahren in dieser Art und Weise mit einer derart großen Rohrdimension wenden wir in unserer Stadt übrigens zum ersten Mal an. Sobald diese unterirdischen Pressarbeiten fertig sind, werden die für den Anschluss an den bestehenden Hauptsammelkanal erforderlichen Kanalbereiche im herkömmlichen, offenen Baugrubenaushub hergestellt. Wir investieren rund 860.000 Euro. Diese, für unsere Stadt sehr wichtige Investition, ist gut eingesetztes Steuergeld, um den Anforderungen des dynamischen Wachstums und der Zukunftssicherheit unserer Stadt gerecht zu werden“, sagt Stadtrat Sucher.

Unterirdischer Pressrohrvortrieb

Das unterirdische Verfahren ist vor allem für räumlich beengte Bereiche, wie im Gartenwege gegeben, beziehungsweise für große Kanaltiefen hervorragend geeignet. Damit können die baustellenbedingten Behinderungen in der Abwicklung des Anrainerverkehrs auf ein Minimum reduziert werden.

Kanalisation muss „im Hintergrund“ funktionieren

Stadtrat Andreas Sucher: „Für die Menschen unsichtbar, stellt die Kanalisation eine enorm wichtige Infrastruktur in unserer Stadt dar. Wir haben sehr hohe Aufwendungen, damit dieses System ‚im Hintergrund‘ immer reibungslos und einwandfrei funktioniert, denn die Abwasser unserer Stadt fließen durch ein Kanalnetz, das sich über 400 Kilometer erstreckt. Unsere Mitarbeiter sind dafür ständig im Einsatz. Im Rahmen unseres groß angelegten Jahresbauprogrammes erweitern wir zudem das öffentliche Kanalnetz ständig und binden neue Objekte mit ein.“

Lokalaugenschein – Baureferent Stadtrat Andreas Sucher im Gespräch mit Baufachleuten - © Augstein/Stadt Villach

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