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Freiwillige Helferinnen mit warmer Kleiung für Flüchtlinge
Freiwillige Helferinnen mit warmer Kleiung für Flüchtlinge © Jürgen Hüls #90747434

Flüchtlinge in Villach:

Infos und Daten

Villach – Wir haben für euch Zahlen und Infos zur Flüchtlingssituation in Villach Stadt aufbereitet. Wer helfen will findet hier seinen Ansprechpartner.

Mit 31. März 2016 befanden sich in Villach 625 Personen in der Grundversorgung. Davon 467 in organisierten, 158 in privaten Quartieren. Damit ergibt sich zum Ziel von 907 ein Minus von 282 Personen. Davon zu unterscheiden ist das sogenannte „Durchgriffsrecht des Bundes“. Jede Gemeinde hat im Bedarfsfall die erforderliche Anzahl von Plätzen (1,5% der Wohnbevölkerung) für die Unterbringung von Schutzbedürftigen bereitzuhalten. Dabei kann der „Bundesminister für Inneres“ die Nutzung von bestehenden Bauwerken oder die Aufstellung beweglicher Wohneinheiten für die Unterbringung von maximal 450 Personen anordnen. Voraussetzung dafür ist, dass sowohl das betroffene Bundesland als auch der jeweilige Bezirk (also Villach Stadt) die Grundversorgungs-Quote von Fremden im Vormonat nicht im Ausmaß des Anteils der Wohnbevölkerung erfüllt hat. Bezogen auf die Einwohnerzahl der Stadt Villach (60.500 zum Stichtag 19. Jänner 2016) wären dies 908 unterzubringende Schutzsuchenede.

Transitflüchtlinge – Kein Bedarf an Plätzen

In Villach stehen zwei Transitquartieren zur Unterbringung der Transitflüchtlinge zur Verfügung. Eines in der Kowatsch-Halle sowie ein weiteres in der Triglavstraße. Dort können vorübergehend rund 300 Transitflüchtlinge untergebracht und versorgt werden. Da es derzeit aufgrund der entspannten Situation keinen Bedarf an Schlafplätze gibt, wurden die beiden Villacher Transitquartiere bis auf weiteres geschlossen. Die Hallen können aber binnen eines halben Tages wieder als Unterkunft für Flüchtlinge bereitgestellt werden. Insgesamt wurden bisher über 22.000 Transitflüchtlinge in den Villacher Transitquartieren vorübergehend untergebracht und versorgt.

Stadt setzt auf Kleinquartiere

Die Klein- und Kleinstquartiere, die in erster Linie Privatpersonen und caritative Organisationen zur Verfügung stellen, sind nach wie vor wichtig und gefragt. Alle Villacher Gemeinderatsfraktionen haben sich in einer gemeinsamen Resolution gegen Großquartiere und für kleine Einheiten zur Unterbringung der Asylwerber ausgesprochen. Jedoch werden erste Flüchtlinge im geplanten Flüchtlingsquartier in Langauen einziehen. Das Quartier mit 180 Containern wird maximal 250 Frauen, Kinder und Männer beherbergen, es wird eine Rund-um-die-Uhr-Aufsicht installiert und eine Umzäunung, welche die Asylwerber schützt und wohl auch dem Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung geschuldet ist. Das Areal ist auch an einen Gehweg angebunden. Der Zeithorizont für das Asylwerberquartier ist zunächst auf drei Jahre ausgelegt.

Areal Langauen - © Stadt Villach

Vom Flüchtlingsquartier führt ein Gehweg bis zum Einkaufszentrum „Vez“. - © Stadt Villach

3 FRAGEN an Bürgermeister Günther Albel über Asyl und Integration (Quelle Stadt Villach)

Wann treffen die ersten Flüchtlinge in Langauen ein und wie lange werden sie bleiben?
Günther Albel: Wenn alles nach Plan läuft, sollten Mitte Mai die ersten Asylwerber ankommen. Das Innenministerium hat uns erklärt, dass sie jeweils maximal 20 Tage hier wohnen bleiben und dann auf fixe Unterkünfte in ganz Österreich aufgeteilt werden.

Gibt es Ideen zur Beschäftigung der Asylwerber?
Im Asylquartier stehen auch Kommunikations- und Aufenthaltsräume sowie eine Küche zur Verfügung. Jene Organisation, die es im Auftrag des Bundes betreiben und betreuen wird, hat darin Erfahrung. Wir bringen uns als Stadt gern ein.

Welche begleitenden Maßnahmen werden gesetzt?
Die Fahrgeschwindigkeit auf der angrenzenden Bundesstraße wird für das fragliche Stück auf Tempo 70 reduziert. Wir schaffen als Stadt die Abwasserentsorgung und verbessern den Gehweg. Dann werden die Wohncontainer angeliefert. Diese Lösung ist, wenngleich es überhaupt keinen optimalen Platz für ein Großquartier gibt, ein tragbarer Kompromiss.

Kontakt für Privatquartiere

Büro für Integration
Montag bis Donnerstag von 8 Uhr bis 12 Uhr und von 13 Uhr bis 16 Uhr
Freitag von 8 Uhr bis 12 Uhr

Marie-Theres Grillitsch, B.A., MA
Frauenbeauftragte und Integration
Tel: +43 (0) 4242 205 3113
E-Mail: marie-theres.grillitsch@villach.at

Direktlink

Flüchtlingsreferat des Landes Kärnten
Grundversorgungstelle Kärnten Dr. Barbara Payer
Hasnerstraße 8, 9020 Klagenfurt am Wörthersee
E-Mail: post.flw@ktn.gv.at

Direktlink

Wo kann ich helfen?

Für die Versorgung der Flüchtlinge bittet die Caritas um Unterstützung für all jene Flüchtlinge, die vorübergehend in Villach einquartiert werden. Folgende Kleider- und Sachspenden werden benötigt: Rucksäcke, Warme Winterbekleidung und Schuhe (für Erwachsene und Kinder), Männerhosen in den Größen Small und Medium und Hygieneartikel. Abzugeben sind die Sach- und Kleiderspenden bitte Montag bis Donnerstag von 8.30 bis 13 Uhr und von 14.30 bis 18 Uhr im carla-shop Villach (Caritasladen Villach), Rathausgasse 6, 9500 Villach.

Kontakt

Caritas Kärnten
Tel: +43 (0) 463 55560-0
E-Mail: office@caritas-kaernten.at
www.caritas-kaernten.at

Flüchtlingskoordinator der Stadt Villach:
Bezirksfeuerwehrkommandant Andreas Stroitz
Tel: +43 (0) 4242 205-5110,
E-Mail: andreas.stroitz@villach.at

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