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© Privat / Facebook

Am Weg zum Patienten:

Im Notfall schneller unterwegs!

Villach – Er verweilt derzeit auf der thailändischen Insel Koh Samui mit seiner Lebensgefährtin um sich eine Auszeit zu gönnen: Dr. Anton Pruntsch, leidenschaftlicher Arzt in Villach aber auch ein klarer Befürworter von einer Differenzierung wenn es um wirkliche Geschwindigkeits-Übertretungen einerseits und dem Dienst am Patienten und Notfällen andererseits geht.

5 Minuten Villach trat mit ihm trotz Urlaub in Kontakt, um Licht in seinen jetzigen „Führerscheinentzug“ und seine Enttäuschung für „Paragraphen die der Öffentlichkeit schaden“ zu bringen. Pruntsch ist kein den Behörden kein Unbekannter mehr, wurde er doch polizeilich bereits im letzten Jahr abgestraft, als er einem Patienten (der kurze Zeit später verstarb), eine Schmerzinjektion verabreichte.

2015: Fall Nummer 1

„Ich soll von der Villacher Polizei bestraft werden, weil ich trotz montiertem Blaulicht zu schnell zu einem sterbenden Patienten gefahren bin,“ schreibt uns Pruntsch aus dem Ferienparadies Koh Samui. „Ich war unterwegs zu einem sterbenden Patienten, um ihm eine Schmerzinjektion zu verabreichen und die Behörde meint stur, dass ich das Blaulicht nur dann verwenden darf, wenn ich ein Menschenleben rette. Wenn aber abzusehen ist, dass ein Mensch ohnehin stirbt, darf ich das Blaulicht nicht dafür verwenden, um diesem Patienten möglichst schnell eine schmerzstillende Injektion zu geben,“ ärgert sich der beliebte Arzt. In einer 30er Zone wurde Pruntsch damals von einem stationären Radarmessgerät mit 65 km/h erwischt und geblitzt. Damals machte Pruntsch auch den in der Ärztezeitung seinen Fall publik. Auch der TV Sender Puls4 widmete ihm einen eigenen Beitrag (hier der Link zu Puls4).

Derzeit weilt der Arzt auf Koh Samui und will sich im sonnigen Süden ein paar erholsame Tage gönnen (hier ein Archivfoto). Er hat kein Verständnis für das Vorgehen der Behörden, wenn es um den Dienst am Nächsten geht und fordert eine Gesetzesänderung bei Radarfallen. - © Privat / Facebook

2016: Fall Nummer 2

„Der zweite Fall ist der, dass ich tatsächlich neben einer Geldstrafe von etwa Euro 600 den Führerschein für zwei Wochen abgeben musste, weil ich unmittelbar nach einem Nachtdienst für die Region Wörthersee/Feldkirchen um ca. 8.15 Uhr auf der Südautobahn in der 100er Lärmschutzzone erwischt worden bin. Nach dem Anruf von meiner Assistentin, dass der Warteraum voll ist und eine Patientin Unterzuckerungssymptome zeigte, bin ich nicht monoton mit 100 km/h weitergefahren. Ich bin auch nicht am Pannenstreifen stehen geblieben, um unter Lebensgefahr mein Blaulicht zu montieren, sondern instinktiv auf‘s Gas gestiegen und wurde mit 161 km/h erwischt,“ erzählt uns der Mediziner (hier die Nachlese!).

Pruntsch, der eine Praxis in Villach betreibt, tritt für eine Änderung bei Radarfallen ein. - © KK

FB-Gruppe Radarfallengegner

Pruntsch will bei den Behörden ein Umdenken erreichen und gibt auch via Facebook ordentlich Tempo vor: Mit der Gruppe „Radarfallengegner“ will er sich dafür einsetzen, „dass Radarfallen an jenen Stellen, an denen ohnehin niemand gefährdet wird, abgeschafft werden sollen und in jenen Fällen, in denen jemand aus einem menschlich nachvollziehbarem Grund geblitzt wurde, keine Radarstrafe zu bezahlen ist. Der freie Bürger darf nicht von seinen Beschützern belästigt werden,“ fordert er. Er meint: „Radarmessungen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit mögen ihre Berechtigung haben – wir wollen aber erreichen, dass schikanöse Radarmessungen nicht geahndet werden dürfen!“ Und mit seinen Anliegen ist Pruntsch anscheinend nicht alleine. Seine Gruppe wuchs innerhalb kürzester Zeit gleich auf über 2.000 Befürworter (Hier gehts zur Facebook-Gruppe!). Und er zeigt sich kämpferisch: „Ich bin gerade dabei eine diesbezügliche parlamentarische Bürgerinitiative vorzubereiten, die bei Vorliegen von mindestens 500 Unterschriften im Petitionsausschuss des Parlaments besprochen werden muss!“ Wir sind gespannt, wie es weitergeht und halten euch natürlich am Laufenden.

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