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Kupfer als begehrtes Diebesgut! © BMI / KK

Kupfer als beliebtes Diebesgut

Wieder Kupferdiebe unterwegs!

Villach – Bislang unbekannte Täter zwickten in der Nacht von 3. auf 4. Mai 2016 am Gelände des Hauptbahnhofes in Villach ein Vorhängeschloss auf und stahlen von einer Rolle ca. 100 Meter Kupferseil im Wert von mehreren hundert Euro.

Kupferdiebe werden immer dreister: Friedhöfe, Kirchen, Dächer, Firmen, Baustellen und die Eisenbahn, scheinbar nichts ist vor ihnen sicher. Kupferkabeldiebstähle verursachen nicht nur einen materiellen Schaden, sie können das Funktionieren des öffentlichen Verkehrs beeinträchtigen. Es kann zu Zugausfällen oder Verspätungen im öffentlichen Verkehr kommen. Durch den Diebstahl von Erdungskabeln kommt es immer wieder zu ungesicherten Stromleitungen, die eine große Gefahr darstellen. Durch Kupferkabeldiebstähle können auch Unbeteiligte, Fahrpersonal und Einsatzkräfte, zu Schaden kommen.

Zwei Tonnen Kupfer gestohlen!

Kupferdiebstähle sind nichts Neues: In Villach konnten einmal Polizisten auf dem ÖBB-Gelände drei Männer aus Ungarn festnehmen, die einen Metallcontainer aufgebrochen hatten. Darin befanden sich Fahrdrähte und Tragseile aus Kupfer mit einem Gewicht von fast zwei Tonnen. Die Männer wollten den Inhalt des Containers in einen Klein-Lkw verladen. Die Verdächtigen waren damals laut Polizei für weitere Kupferdiebstähle verantwortlich.

Kupfer bei Dieben beliebt

Die Zahl der Kupferkabeldiebstähle auf Bahnhöfen stieg in den vergangenen nicht nur österreichweit, sondern auch in ganz Europa an. Im Jahr 2011 verzeichneten die ÖBB aufgrund von Kupferkabeldiebstählen einen Schaden von 2,4 Millionen Euro, in der ersten Jahreshälfte 2012 betrug die Schadenssumme 1,3 Millionen Euro. Die ÖBB und die Polizei haben bereits Maßnahmen zur Bekämpfung von Kupferkabeldiebstählen gesetzt: Die Taskforce „Kupfer“ wurde vor einigen Jahren gegründet. Ziel dieser Taskforce ist es, die Zusammenarbeit zwischen der Polizei und dem Konzern zu verbessern. Durch Kompetenzbündelung, eine einheitliche Vorgangsweise, Planung und Umsetzung von Schwerpunktmaßnahmen soll Kupferkabeldiebstähle das Handwerk gelegt werden.

Metalldiebstahl nimmt immer mehr zu! - © BMI/ Egon Weissheimer

Unsichtbare Micropunkte

Um den Kriminellen auf die Spur zu kommen, kennzeichnen die ÖBB ihre Kabel durch unsichtbare Mikropunkte, die mittels spezieller Geräte sichtbar werden. Außerdem werden österreichweit in allen ÖBB-Lagerstätten Alarmsicherungen eingebaut und die Bahnstrecken werden mehrmals pro Jahr kontrolliert. Weiters wurde bereits ein Katalog über das Material erstellt, der auch der Exekutive zur Verfügung steht und durch den die Zuordnung von gefundenem bzw. „verdächtigem“ Material erleichtert werden soll. ÖBB-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter wurden zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen und darauf sensibilisiert, verdächtige Personen im Gleisbereich zu melden. Abhängig von der technischen Umsetzbarkeit werden die Kupferkabeln nach dem Diebstahl gegen Stahl-Aluminium-Erdungskabel ausgetauscht, da Kupfer einen höheren Wert auf dem Rohstoffmarkt hat und daher auch für Diebe wertvoller ist als Stahl-Aluminium-Kabeln.

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