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Politik
Vizebürgermeisterin Petra Oberrauner
© Hoeher Oskar

Gesamtersparnis bis zu 1,5 Millionen Euro pro Jahr

Stadt Villach bekommt neue Software

Villach – Nach einer EU-weiten Ausschreibung und einem monatelangen Auswahlprozess stehe der Anbieter der neuen Kärntner Kommunalsoftware fest: Der Bestbieter Infoma werde nach erfolgter Auftragsvergabe eine neue Österreich-Zentrale aufbauen. „Und zwar hier in Kärnten“, bestätigten heute, Dienstag, Gemeindereferentin LHStv.in Gaby Schaunig und Landesrat Christian Benger, „womit wir die Wertschöpfung ins Land holen“. Dass Villach die neue Software bekommt, steht schon fest.

Mit der Kommunalsoftware werde die Basis für eine einheitliche Vorgangsweise in der Verwaltung geschaffen. Durch den Umstieg auf die neue Software ergebe sich für die Kärntner Gemeinden eine Gesamtersparnis von bis zu 1,5 Millionen Euro.

Bereits fix sei, dass die Stadt Villach und Klagenfurt auf die neue Software umsteigen. Sie hätten sich aktiv am Ausschreibungsprozess beteiligt. „Im Zuge der ausgezeichneten interkommunalen Kooperation wurden unter Einbindung der betroffenen Abteilungen beider Städte und dem GIZ-K die gegenwärtigen und zukünftigen Anforderungen an eine moderne Verwaltungssoftware beschrieben. Das Produkt des Bestbieters bietet hier ein breites Band an Möglichkeiten, um effiziente Prozesse innerhalb der Verwaltung zu unterstützen und für Bürgerinnen und Bürger ein zuverlässiges Service in den betroffenen Bereichen anbieten zu können. Mit der sorgfältigen Auswahl des Produktes sehen wir die Stadt Klagenfurt für die Zukunft bestens gerüstet“, sagte Klagenfurts Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz.

Laufende Prozessoptimierung

„Für eine High-Tech Stadt wie Villach ist es besonders wichtig, die eigenen Prozesse laufend zu evaluieren und zu verbessern. Ein modernes und effizientes Finanzsystem ist dabei die Basis jedes Reformprozesses. Der Schulterschluss mit dem Land Kärnten und der Landeshauptstadt Klagenfurt hat hier ein optimales Ausschreibungsergebnis bei gleichzeitiger Eigenständigkeit aller beteiligten Partner und der Gemeinden gebracht, “ betonte Villachs Vizebürgermeisterin Petra Oberrauner.

Über offene Schnittstellen werde es zudem künftig regionalen Anbietern ermöglicht, mit Zusatzprodukten, die auf die Bedürfnisse der einzelnen Gemeinden zugeschnitten seien, an die Software „anzudocken“. „Somit kann die regionale Wertschöpfung erhöht und einer Monopolbildung am Markt entgegengewirkt werden“, sagte Gerd Sarnitz, Geschäftsführer des Gemeindeinformatikzentrums. Über das Gemeindeinformatikzentrum Kärnten – eine gemeinsame Initiative des Landes, des Kärntner Gemeindebundes und der Städte Klagenfurt und Villach – sei im Herbst 2015 die Ausschreibung eines Rahmenvertrages für eine neue, einheitliche Kommunalsoftware erfolgt.

Ziele

Ziele der Implementierung des modernen, einheitlichen Kärnten-Standard in der Gemeinde-IT sind Qualitätssteigerung und Kostensenkung eine einheitliche Bedienung, ein verbessertes Schulungsangebot, die Steigerung der Supportqualität, eine vereinfachte und zentrale Betriebsführung im kommunalen Rechenzentrum, die Schaffung einer organisatorischen und technischen Basis für Projekte aus dem Bereich der interkommunalen Zusammenarbeit (IKZ), die Einführung von Managementinformationssystemen und die Einführung von Benchmark Systemen ohne doppelte Datenerfassung.

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