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Politik
© Greenpeace/Mitja Kobal

Verzicht auf Glyphosat

Villach ein positives Beispiel

Villach – Der umstrittene Unkrautvernichter Glyphosat kommt in österreichischen Gemeinden nach wie vor verbreitet zum Einsatz. Das ergab eine Untersuchung der Umweltschutzorganisation Greenpeace, in deren Rahmen alle Landeshauptstädte und elf weitere große Städte zu ihrem Umgang mit dem Pestizid befragt wurden.Villach gilt beim Verzicht auf Glyphosat als positives Beispiel.

Greenpeace fordert Umweltminister Andrä Rupprechter auf, bei der für nächste Woche anstehenden EU-Entscheidung gegen eine Neuzulassung von Glyphosat zu stimmen. Unabhängig vom Ausgang der Abstimmung verlangt Greenpeace, dass alle Betreiber von öffentlichen Parks den Einsatz des umweltgefährdenden und als wahrscheinlich krebserregend eingestuften Pestizid untersagen.

„Solange die Verwendung von Glyphosat trotz ökologischer und gesundheitlicher Bedenken nicht untersagt ist, müssen unsere Gemeinden selbst verantwortungsvoll handeln und zum Schutz der Bevölkerung den Einsatz in ihrem Wirkungsgebiet verbieten“, betont Herwig Schuster, Programmdirektor von Greenpeace in Österreich. Greenpeace hat die neun Landeshauptstädte sowie elf weitere große Städte zu ihrem Umgang mit dem Herbizid befragt.

Von den 20 befragten Städten verzichten nur neun bereits jetzt oder in naher Zukunft komplett auf Glyphosat und drei zum Teil. „Besonders positiv fällt Villach auf. Hier wurde schon 2013 ein Gemeinderatsbeschluss gefasst, demzufolge die Stadt auf sämtliche fragwürdige Pestizide verzichtet. Das wünschen wir uns für ganz Österreich“, sagt Schuster. Erfreulich ist auch die Nachricht aus Baden bei Wien: Der Einsatz von Glyphosat wurde hier Anfang Mai generell gestoppt, ein politischer Beschluss steht kommende Woche bevor.

Besondere Gefahr für Gemeindemitarbeiter

„Der Unkrautvernichter wird häufig in Parkanlagen, auf Friedhöfen, Forstflächen oder an Straßenrändern verwendet. Auch ein Einsatz in der Nähe von Spielplätzen wäre nicht verboten“, erklärt Herwig Schuster. „Besonders gefährdet sind dabei die Anwenderinnen und Anwender, also zum Beispiel Gemeindebedienstete.“

„Glyphosat hat in unseren Parks nichts verloren. Die Gemeinden und der Bund müssen durch entsprechende politische Beschlüsse dafür sorgen, dass Menschen nicht weiter direkt mit dem umstrittenen Pestizid in Berührung kommen“, betont Schuster. Ökologische Alternativen gibt es – von mechanischer Unkrautentfernung über Heißdampfverfahren bis zum Aufbringen von Essigessenz. „Kommende Woche haben wir die Chance, die Neuzulassung von Glyphosat zu verhindern. Für Minister Andrä Rupprechter sollte die Gesundheit von Mensch und Natur an erster Stelle stehen. Er muss sich klar gegen eine Neuzulassung von Glyphosat aussprechen“, so Schuster abschließend.

Weitere Infos

Die Ergebnisse der Städte-Befragung zum Umgang mit Glyphosat finden Sie hier

Greenpeace-Petition „Nein zu Glyphosat“

 

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