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Prof. Peter Gstettner der den Festvortrag hielt, Künstlerin Nežika Novak, Schwester Andreas Weißbacher, LHStv.in Beate Prettner, Schwester Pallotti Findenig
Prof. Peter Gstettner der den Festvortrag hielt, Künstlerin Nežika Novak, Schwester Andreas Weißbacher, LHStv.in Beate Prettner, Schwester Pallotti Findenig © Büro LHStv.in Prettner

Maria Stromberger

Gedenktafel für Widerstandskämpferin

Wernberg – Im Kloster Wernberg wurde gestern eine Gedenktafel für Maria Stromberger enthüllt. Die gebürtige Metnitztalerin, eine Krankenschwester und Widerstandskämpferin, setzte sich während der Zeit des Nationalsozialismus für die Häftlinge des Konzentrationslagers Auschwitz ein. „Durch ihr mutiges Handeln wurde Maria Stromberger zu einem Symbol für Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft“, sagte Frauenreferentin LHStv.in Beate Prettner im Rahmen der Gedenkveranstaltung.

 1 Minuten Lesezeit (200 Wörter) | Änderung am 19.05.2016 - 16.20 Uhr

Stromberger ließ sich freiwillig in das Konzentrationslager versetzen, um Menschen helfen zu können. Als Oberschwester war sie ab 30. Oktober 1942 im SS-Krankenrevier eingesetzt. Allen Gefahren zum Trotz besorgte sie für Häftlinge Medikamente und Nahrungsmittel, versteckte und pflegte Kranke, beförderte illegal Post und schmuggelte für die lagerinterne Kampftruppe Auschwitz Informationen für Flugblätter aus dem Lager und wichtige Utensilien, darunter Waffen und Munition, ins Lager hinein.

Mehrmals entging Stromberger nur knapp der Entdeckung und entkam durch eine gefälschte ärztliche Diagnose Anfang Jänner 1945 dem Zugriff durch die Gestapo in ein Hospital nach Berlin. Von dort wurde sie auf eine neurologische Station in ein Krankenhaus nach Prag überwiesen und nach einem dreiwöchigen Aufenthalt nach Bregenz entlassen. Dort erlebte sie die Befreiung vom Nationalsozialismus.

„Es ist von großer Bedeutung, das Gedenken an diese außergewöhnliche Frau, an ihre Lebensgeschichte und auch an alle anderen Menschen wachzuhalten, die während des Nationalsozialismus Mut, Zivilcourage und Barmherzigkeit bewahrten, die nicht ihre Augen vor Unrecht verschlossen, sondern im Gegenteil alle Möglichkeiten nützten, um anderen zu helfen. Durch ihr beherztes Eintreten für Humanität sind sie beispielgebend – auch für künftige Generationen“, betonte Prettner.

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