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Wirtschaft
© Infineon/KK

Internationales Projekt sorgt für Stärkung des Wirtschafts- und Technologiestandorts Kärnten

Infineon Austria sichert sich Millionenprojekt

Villach/Pörtschach – Der Infineon Austria und dem Land Kärnten ist es gelungen, ein Forschungsprojekt mit 37 Partnern aus fünf Ländern an Land zu ziehen. Das 62 Millionen Euro schwere Projekt gehört zu den größten Industrie 4.0-Projekten in Europa. Landeshauptmann Dr. Peter Kaiser betonte bei der Auftaktveranstaltung am Montag in Pörtschach wie wichtig das Projekt für die aktuelle und zukünftige Entwicklung des Wirtschafts- und Technologiestandorts Kärnten sei.

Infineon Austria koordiniert mit SemI40 (Power Semiconductor and Electronics Manufacturing 4.0) eines der größten Industrie 4.0-Projekte in Europa. Das Forschungsprojekt mit 37 Partnern aus fünf Ländern und einem Volumen von 62 Mio. Euro stellt die Weichenentwicklung selbststeuernder Fabriken in den Mittelpunkt.

Damit wird der nächste evolutionäre Schritt in der Nutzung von Industrie 4.0-Anwendungen in der Halbleiterfertigung gesetzt. Das nachhaltige Ziel des Projektes ist es, Produktion und Arbeitsplätze in Europa zu halten und damit auch den Wirtschafts- und Technologiestandort Kärnten zu stärken. SemI40 wird mit Mitteln der EU und des BMVIT unter den Rahmenbedingungen von ECSEL (Electronic Components and Systems for European Leadership) auch in Österreich umgesetzt.

 

Die Vorstandsvorsitzende der Infineon Austira Dipl. Ing. Dr. Sabine Herlitschka bei der Auftaktveranstaltung in Pörtschach - © Büro LH Kaiser

Landeshauptmann Dr. Peter Kaiser ist begeistert

Bei der Abendveranstaltung im „Werzers-Hotel“ in Pörtschach anlässlich der Auftaktveranstaltung am Montagabend zeigte sich Landeshauptmann Peter Kaiser erfreut über dieses riesige europäische Forschungsvorhaben. Er hieß alle Verantwortlichen und Partner des Projektes mit Infineon als Projektleiter herzlich willkommen und dankte ihnen für ihr Engagement und ihre Kooperation. „Seitens des Landes wollen wir alles unternehmen, um dieses große Forschungsprojekt zu unterstützen. Projekte wie dieses sind enorm wichtig, um den Wirtschafts- und Technologiestandort Österreich und Kärnten aufzuwerten“, so Kaiser.

Der Landeshauptmann sprach die weitreichenden Folgen von Industrie 4.0 für die Gesellschaft an und betonte in diesem Zusammenhang einmal mehr die Bedeutung von Bildung und Ausbildung, um junge Menschen an die Zukunftstechnologien heranzuführen und sie für die Herausforderungen der Zukunft fit zu machen. „Es ist notwendig, vermehrt in Forschung und Entwicklung zu investieren, um die Innovationskraft zu erhöhen und Kärntens Innovationsbasis zu verbreitern, indem mehr Unternehmen ihre Forschung und Entwicklungsaktivitäten intensivieren“, so Kaiser.

LH Dr. Peter Kaiser bei der Auftaktveranstaltung in Pörtschach - © Büro LH Kaiser

Ziel sind mehr europäische Projekte „made in Kärnten“

Im September 2015 wurde seitens des Landes Kärnten mit dem ECSEL JU – Electronic Components and Systems for European Leadership Joint Undertakings – eine Absichtserklärung mit dem Ziel unterzeichnet, Forschungsmittel und Synergien zwischen den unterschiedlichen EU-Programmen bestmöglich auszuschöpfen, um Wirtschaft und Wachstum in Kärnten zusätzlich anzukurbeln.

Die enge Kooperation des Landes Kärnten mit ECSEL soll zu mehr europäischen Projekten von hoher strategischer Bedeutung führen und durch innovative Projekte »made in Kärnten« positive Auswirkungen auf Arbeitsplätze und Wachstum haben.

Infineon Austria bringt aufgrund seiner Vorreiterrolle bei Industrie 4.0 in Österreich maßgeblich Know-how bei der Koordination des Projekts ein. Die Bedeutung von SemI40 zeigte sich durch die Präsenz von hochrangigen Projektpartner, u.a. Vertreterinnen und Vertretern aus dem Förderumfeld sowie der Politik, aber auch der  zuständige Bereichsleiter der Europäischen Kommission, Generaldirektion „CONNECT“, Bert De Colvenaer waren gekommen.

Das Projekt soll neben Technik auch soziale Aspekte behandeln

Ein Schlüsselbereich von Industrie 4.0 und auch in diesem Forschungsprojekt ist die sichere Datenkommunikation innerhalb und außerhalb von Fertigungsanlagen. Fabriken lernen nicht nur laufend, sie müssen auch wandlungsfähig sein: dazu wird die Flexibilitätssteigerung bei Logistikprozessen bis hin zu Anlagen und automatisierten Experimenten untersucht. Das Forschungsprojekt widmet sich auch intensiv den gesellschaftlichen und sozialen Auswirkungen auf die Arbeitsplätze der Zukunft. Industrie 4.0 wird Arbeitsfunktionen und Qualifikationen der Beschäftigten nachhaltig verändern.

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