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Politik - Villach
© LPD/Eggenberger

Dreifacher Familienvater an der Spitze

Villacher zum Vorsitzenden der GÖD Kärnten gewählt

Villach/Klagenfurt – Beim Landeskongress im Festsaal der Arbeiterkammer Kärnten wurde Stefan Sandrieser aus Villach heute, Donnerstag, zum Vorsitzenden der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) Kärnten gewählt.

 3 Minuten Lesezeit (417 Wörter)

„Als Marathonläufer bin ich es gewohnt, lange zu arbeiten bis ich endlich am Start stehe, und dann noch einmal hart zu arbeiten bis ich das Ziel erreiche“, so der 50-jährige, dreifache Familienvater. Er werde sich darum bemühen, das verstaubte Bild, das viele von der Gewerkschaft haben, zu verbessern und die Angebote noch zu erweitern.

GÖD nicht, gibt’s nicht

In Anwesenheit von Landeshauptmann Peter Kaiser ließen unter dem Motto „Göd nicht, gibt’s nicht“ die GÖD-Mitglieder nicht nur harte Verhandlungen und zahlreiche Erfolge der vergangenen fünf Jahre Revue passieren, sondern stellten vor allem Weichen für die Zukunft. In einem waren sich alle einig: Die Anzahl der Mitglieder müsse wieder wachsen – denn nur in großer Zahl könne viel bewegt werden.

90 Prozent der vorgenommenen Bereiche bereits “auf Schiene” gebracht

„Als Bundesland Kärnten haben wir in der Vergangenheit manchen viele Sorgen bereitet“, stellte Kaiser in seiner Begrüßungsrede fest, um dann fortzufahren: „Umso mehr freut es mich, heute über positive Schritte berichten zu können.“ Er sprach damit nicht nur die Causa Hypo/Heta an, die nunmehr doch noch zu einer Lösung gebracht werden könnte. Auch von der Regierungskoalition könne nach dem „Kassasturz“ in der jüngsten Klausur behauptet werden, 90 Prozent der vorgenommenen Bereiche bereits auf Schiene gebracht zu haben. Über alle Problemstellungen hinaus sei ihm aber die Atmosphäre des Miteinanders und des gegenseitigen Respektes wichtig. „Nur gemeinsam können wir Dinge erarbeiten, die ob der Rahmenbedingungen schon schwierig genug sind“, betonte der Landeshauptmann. Auf die Gewerkschafter sehe er viele Herausforderungen zukommen. Vieles werde sich in nächster Zeit gerade in der Arbeitswelt verändern. Für die Gewerkschaft heiße das, sich rechtzeitig zu überlegen, wie man die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in diesen Situationen bestmöglich begleitet.

Sehr schwierige Gehaltsverhandlungen

Lob und Dank für die Betreuung von 18.500 Mitgliedern gab es von GÖD-Landessekretär Florian Scheiber. Als sehr schwierig bezeichnete der scheidende GÖD-Vorsitzende Arnold Auer die jüngsten Gehaltsverhandlungen. Auch wenn noch weitere harte Verhandlungen folgen würden, sei er sich sicher, dass man zu einer gemeinsamen positiven Lösung finden werde. In dieselbe Kerbe schlug ÖGB-Präsident Hermann Lipitsch. Die jüngsten Gehaltsverhandlungen hätten gezeigt, dass es immer einen Konsens geben kann, wenn nur lange genug diskutiert werde. Zuversichtlich für die Zukunft der Gewerkschaftsarbeit zeigten sich auf der Bühne auch der stellvertretende GÖD Kärnten-Vorsitzende Michael Krall, GÖD-Vorsitzender, Fritz Neugebauer sowie sein Stellvertreter Richard Holzer.

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