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Vizebürgermeisterin Dr.in Oberrauner mit Stadtgarten-Mitarbeiterin Corinna Spasojevic im Stadtpark vor einem Blumen-Ensemble und einem Exemplar der beim CCV verwendeten Kräuterkistln. © KK

Mit Schutz für Bienen und Schmetterlinge in grüne Zukunft

Die Stadt Villach zeigt sich von ihrer „grünen“ Seite

Villach – In den kommenden Monaten engagiert sich die Stadt Villach besonders für die Umwelt und richtet ihre Projekte auf den Erhalt des Lebensraumes nützlicher Insekten wie der Honigbiene aus. Außerdem erfreuen frische Sommerblumen in Kürze das Auge im Altstadtgebiet.

Die heimische Honigbiene hat unbestritten eine große Bedeutung für die heimische Landwirtschaft, die Nahrungsmittelproduktion und das Leben des Menschen als Ganzes. Dieser Tatsache ist sich die Stadt Villach bewusst und möchte der Bevölkerung auf Initiative von Vizebürgermeisterin Dr.in Petra Oberrauner den Nutzen der Honigbienen mittels eines eigenen Bienenlehrpfades in der Villacher Altstadt näherbringen.

Wissenswertes für alt und jung

„Beginnend an der alten Stadtmauer, vorbei am Stadtmuseum und bis zum Rosengarten in der Widmanngasse erfahren die Villacherinnen und Villacher auf 12 Schautafeln alles Wissenswerte zum Leben der Bienen und Wildbienen“, so Vizebürgermeisterin Oberrauner. „Außerdem informieren wir darüber, welchen Beitrag jede und jeder Einzelne zum Schutz der Bienen leisten kann.“ Besonderes Augenmerk wurde darauf gelegt, die Schautafeln in einer auch für Kinder verständlichen Sprachen zu gestalten. Zusätzlich werden Info-Folder in vier Sprachen zur Verfügung gestellt.

Darüber hinaus ist ein eigener Aktionstag in Zusammenarbeit mit den Villacher Schulen und örtlichen Imkervereinigungen (Bienenzüchterverein und Verein Bienenschutzgarten) geplant, die auch den Schulklassen das Leben der Bienen und ihre Bedeutung erklären.

„Bienenwiesen“ als sauberer Lebensraum für Insekten

Zur Erhaltung der Bienenpopulationen arbeitet die Stadt Villach seit geraumer Zeit eng mit den städtischen Imkern zusammen und verzichtet seit zwei Jahren auf Pestizide zur Unkrautvernichtung. „Außerdem werden beispielsweise auch heuer besonders geeignete Grünflächen als ‚Bienenwiesen‘ geführt“, erklärt die Vizebürgermeisterin. Auf diesen Wiesen erfolgt eine Ansaat unterschiedlicher Blumenmischungen, gleichzeitig wird durch entsprechende Hinweistafeln die Bevölkerung sensibilisiert.

© Stadt Villach - © Stadt Villach

Schutz auch für Schmetterlinge

Aber nicht nur Bienen, sondern auch andere Insekten wie Schmetterlinge profitieren von naturbelassenen Wiesen. Diese Insekten sind hoch spezialisierte Lebewesen, passen sich sehr eng an ihren jeweiligen Lebensraum an und gelten daher als Bioindikatoren (darunter versteht man Tier- oder Pflanzenarten, die durch ihr Vorkommen oder Fehlen Hinweise auf den ökologischen Zustand einer Landschaft geben).

„Auch den Schmetterlingen, die neben Bienen und Hummeln zu den wichtigsten Blumenbestäubern zählen, wollen wir mehr Lebensraum geben“, so Vizebürgermeisterin Oberrauner. „Wir haben uns daher entschlossen, gemeinsam mit dem Naturpark Dobratsch ein Schmetterlingswiesenprojekt auf die Beine zu stellen. Im Naturpark stellen die Schmetterlinge einen Schwerpunkt dar.“ So klären eigene Rangerprogramme über die Insekten auf, gemeinsam mit Partnern wie dem Landesmuseum Kärnten werden eigene Ausstellungen in Schulen gezeigt.

Informationen ganz nahe an der Bevölkerung

„Im Stadtgebiet stellen wir als Information für die Bevölkerung und als Anregung zur Nachahmung zum Beispiel im eigenen Garten Informationstafeln auf, die von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Naturparks Dobratsch entworfen wurden“, erklärt Naturparkreferentin Oberrauner. „Insgesamt haben wir bereits sieben Standorte mit einer Gesamtfläche von 14.000 Quadratmetern als Schmetterlingswiese deklariert.“ Diese Wiesen werden nur maximal zweimal jährlich gemäht, um Raupen und Pflanzen zu schonen.

Standorte

 

  • Olof Palme Straße in Landskron
  • Dinzlpark neu in St. Martin
  • Wiese vor dem Rehgehege in Warmbad
  • Böschung am Heizhausrain in Völkendorf
  • Wiese im Abstimmungspark in Drobollach
  • Auenpark
  • neu errichteter Studentenpark beim tpv in St. Magdalen.

Sommerblumen verschönern die Altstadt

Auch an der Begrünung der Altstadt wird seitens des Stadtgartens bereits emsig gearbeitet: In drei Gewächshäusern ziehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereits 80.000 Sommerblumen heran. 10.000 Stück davon sind Begonien, dazu kommen Tagetes, Pelargonien und Impatiens. „Einen Schwerpunkt bilden in diesem Jahr Dahlien und Sommerblumen mit Wildcharakter wie Salbei, Ringelblumen und ähnliche Pflanzen“, so Oberrauner. „Insgesamt bepflanzen wir 1500 Quadratmeter Fläche, die Farblinien sind bunt, hell und fröhlich, von lila über pink und weiß bis hellblau.“

Neu bestückt werden heuer die Blumenkisten an der CCV-Brücke, Duft- und Nutzkräuter kommen im Sinne des „Urban Gardening“ zum Einsatz. „Minzen, Zitronenverbenen, Hänge-Erdbeeren und Ringelblumen sollen die Bevölkerung erfreuen. Wo es möglich ist, können selbstverständlich auch Früchte geerntet werden“, sagt die Vizebürgermeisterin.

Und vielleicht kauft man sich eine in der Stadt gesehene Blume für das private Blumenbeet und kann damit auch schöne Schmetterlinge anlocken!

Tipps für die Schmetterlingspflege im eigenen Garten:

  • möglichst einheimische Gehölze einpflanzen, da exotische Zierpflanzen für Raupen giftig sein können
  • Schädlingsbekämpfungsmittel und Unkraut-Gifte vermeiden
  • Verzicht auf synthetische Düngemittel
  • einzelne Rasenflächen nur ein- bis zweimal im Jahr mähen. Dadurch ergibt sich eine bunte Artenvielfalt mit sommergrünen, einheimischen Pflanzen

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