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Hintergrund
Ein wichtiges Signal im Kampf gegen Arzneimittelkriminalität
Ein wichtiges Signal im Kampf gegen Arzneimittelkriminalität © Pixabay

Hausdurchsuchungen:

Illegales Untergrundlabor hochgenommen

Villach/ Kärnten – Die Vorlage der e-Card dürfte beim Kauf von Steroiden für die Kunden eines Untergrundlabors in Kärnten wohl nicht notwendig gewesen sein. Die Operation "Pangea" zog Hausdurchsuchungen in Villach und Klagenfurt nach sich. Die Ermittler wurden fündig: 200 Kilo anabole Steroide!

 3 Minuten Lesezeit (373 Wörter) | Änderung am 09.06.2016 - 23.18 Uhr

Das Projekt Pangea I startete 2008 mit acht teilnehmenden Ländern. Auch Österreich machte mit: Die Operation Pangea IX fand dieses Jahr von 30. Mai bis 7. Juni 2016 statt – auch in Kärnten. Hier wurden sie auch fündig.

Durchsuchungen in Villach

In Kärnten konnte ein sogenanntes Untergrundlabor (U-Lab) zur Herstellung von Wachstumshormonen und Steroiden ausgeforscht werden. Bei mehreren Hausdurchsuchungen wurden große Mengen an sowohl fertigen Dopingpräparaten und Arzneimittelwirkstoffen als auch entsprechende Gerätschaften zur Herstellung dieser verbotenen Substanzen sichergestellt. Die Präparate wurden national als auch international versendet. Wie auch andere Medien berichten, wurden die Hausdurchsuchungen unter anderem in Villach durchgeführt.

Interpol schließt Internetseiten

Im Zuge der diesjährigen Aktion konnte die Polizei Querverbindungen zu bereits in ganz Europa anhängigen Verfahren gegen organisierte kriminelle Verbindungen herstellen. Bei den Recherchen wurden 19 verdächtige Internetanbieter ausgeforscht und die Schließung der Seiten über Interpol initiiert.

Extrem gefährlich für die Gesundheit

„Illegale und gefälschte Arzneimittel werden meist im Internet bestellt. Von diesen Fälschungen können enorme Gesundheitsrisiken ausgehen, da diese unter unkontrollierten und nicht nachvollziehbaren Bedingungen erzeugt werden und die erforderlichen Qualitätsstandards nicht erfüllen. So wurden in Fälschungen schon Rattenkot, Straßenfarbe oder Möbelpolitur gefunden. Gemeinsam mit dem Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen nimmt die AGES Medizinmarktaufsicht hier Aufgaben in der Arzneimittelkontrolle und Überwachung wahr , betont Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser.

Zum Schutz der Bevölkerung

Der österreichische Zoll legte im Rahmen von Pangea IX den Schwerpunkt auf die Bekämpfung von Einfuhren illegaler und gefälschter Medikamente, die online bestellt und per Post geliefert wurden. So wurden beispielsweise in einem Postverteilerzentrum im Aktionszeitraum, 9.936 Stück Arzneimittel im Wert von 7.189 Euro sichergestellt. „Dem österreichischen Zoll ist der Kampf gegen Arzneimittelkriminalität ein großes Anliegen, denn das Wohl und der Schutz der Bevölkerung stehen für das Finanzressort klar im Vordergrund“, erklärte Finanzminister Hans Jörg Schelling. „Die bewährt professionelle Zusammenarbeit zwischen den Kolleginnen und Kollegen der verschiedenen Einheiten und Behörden funktioniert hervorragend, was im Rahmen dieses Projekts einmal mehr verdeutlicht wurde“. Die beeindruckende Bilanz zeigt, dass Pangea zweifellos ein Erfolgsprojekt ist, das für mehr Gerechtigkeit und Sicherheit sorgt und den gelungenen länderübergreifenden Kampf gegen Kriminalität untermauert.

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