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Derzeit erfolgt die endgültige Feinplanung der Halle
Derzeit erfolgt die endgültige Feinplanung der Halle © KL Architektur

Villach baut die größte Kletterhalle Kärntens!

Neue Kletterhalle in Villach fixiert

Villach – Ein großer Wunsch der Villacher Kletterfreunde geht jetzt in die Zielgerade. In Kooperation mit der Stadt Villach wird ein privater Errichter das wichtige Vorhaben realisieren: „Wir haben einen perfekten Standort für eine attraktive Kletterhalle gefunden“, verkündet Bürgermeister Günther Albel.

Der Bürgermeister hat die Errichtung des Kletterparks zur Chefsache erklärt. „Jetzt setzen wir alles daran, das Projekt in enger Zusammenarbeit so rasch wie möglich mit dem privaten Errichter, den Klettervereinen und der Behörde auf Schiene zu bringen“, sagt Bürgermeister Günther Albel. „Als Stadt unterstützen wir es mit zwei Millionen Euro.“

Kletterhalle soll „Schandfleck“ ersetzten

Das Konzept für die neue Halle hat Stefan Prohinig erstellt, der gemeinsam mit seinem Vater Karl Prohinig unlängst die „Wirth-Gründe“ in der Italiener Straße (gegenüber dem CHS und der Lutschounig-Kaserne) erworben hat. „Dieser Bereich war in den vergangenen Jahren alles andere als eine Augenweide, weil der vormalige private Eigentümer seine Häuser nicht mehr in Schuss gehalten hatte“, sagt Bürgermeister Albel. Das bestehende Gebäude wird adaptiert, aus- und umgebaut.

 

Gesamter Stadtteil profitiert

Jetzt wird das Areal mit neuem Leben erfüllt und völlig umgestaltet. „Von der bereichernden neuen Sport- und Freizeiteinrichtung, zugleich eine bedeutende Schlechtwettereinrichtung, profitiert der gesamte Stadtteil, wie wir es in unserem neuen Entwicklungskonzept auch vorgesehen haben. Wir wollen seitens der Stadt mithelfen, diesen urbanen Entwicklungsraum mit großem Zukunftspotenzial in seinem Gesamterscheinungsbild aufzuwerten.“ Auch die Sanierung der Italiener Straße wird vorgezogen.

Bis zu 1600 Quadratmeter Kletterfläche

Stefan Prohinig ist seit 12 Jahren selbst passionierter Kletterer und kennt sich daher mit den Erfordernissen und Wünschen seiner zukünftigen Besucherinnen und Besucher bestens aus. „Die Lage mitten in der Stadt und in der Nähe etlicher Schulen und auch Kindergärten ist perfekt“, ortet er.

Auch ist die Liegenschaft an sämtliche Mobilitätsschienen angebunden: Bahnhof, Bushaltestelle, Radweg. Insgesamt stehen in der Kletterhalle, Kärntens größter übrigens, nach der Fertigstellung rund 1600 Quadratmeter Kletterflächen mit Höhen bis zu 16 Metern zur Verfügung, die vollkommen unterschiedlich gestaltet werden. Das Angebot umspannt Topropeklettern, einen Vorstiegsbereich, einen Außenbereich, mehrere Boulderebenen, sowie eigene Kurs- und Kinderbereiche. Richtung Westen wurde Platz für eine großzügige überdachte Aussenkletterwand geschaffen, was eine zusätzliche Attraktion darstellt.

Im Konzept des Architekturbüros Katzianka | Lengger ZT GmbH wurden die bestehenden Gebäudestrukturen aufgenommen und im Bereich der Kletterhalle neu konzipiert. Richtung Innenhof schufen die Planer ein architektonisches Element in Form einer auskragenden „Spange“, die gleichzeitig Blicke von außen und innen ermöglicht, sowie für ausreichend blendfreie, natürliche Belichtung sorgt.

Wohnungen ebenfalls geplant

Neben den eigentlichen Kletterwänden sind auch Büro- und Seminarräume sowie ein Gastronomie- und Shopbereich vorgesehen. „Auf einem Teil des Grundstückes errichten wir schließlich Wohnungen“, kündigt Prohinig an.

Alle gemeinsam für die Villacher Kletterhalle: Bürgermeister Günther Albel (Dritter von rechts) mit Gert Wallas (Naturfreunde), Dr. Klaus Dalmatiner (Alpenverein), Stefan Prohinig (Investor und Betreiber), Mag. Dipl.-Ludwig Lengger (Planer) und Dipl.-Ing. Fritz Katzianka (Planer) (von links). - © Stadt Villach/Augstein

 

Breite Zusammenarbeit

Ein erklärtes Ziel Prohinigs ist es, durch die Halle mehr Leuten die Faszination am Klettern näher zu bringen, alle Altersgruppen und Leistungskategorien einzubinden. Dafür arbeiten die Errichter der Halle bereits eng mit den Naturfreunden, dem Alpenverein, den Bergrettern und -führern zusammen, die mit ihren Netzwerken und Mitgliedern eine hohe Auslastung der Halle unterstützen können und die Halle natürlich für Kurs- und Trainingseinheiten, aber auch für Wettkampfveranstaltungen nutzen wollen.

„Hervorragend empfinden wir, dass unsere Erfahrung und unsere Vorstellungen einfließen können und dass die Kletterhalle nicht nur für Freizeitsportler, sondern auch für Profis und Wettkämpfe zur Verfügung stehen wird“, so der Vorsitzende des Alpenvereins Dr. Klaus Damaltiner. Auch Gert Wallas, Sektionsleiter der Naturfreunde-Kletterer, blickt optimistisch in die Klettererzukunft: „Dieser Park ist eine perfekte Lösung sowohl für den Spitzen- als auch für den Breitensport, der Standort nahe der Altstadt wunderbar, weil er auch verkehrstechnisch sensationell angebunden ist.“

Derzeit erfolgt die endgültige Feinplanung der Halle. Bereits im Herbst sollen die Arbeiten an der Außenhülle beginnen. „Die anvisierte Fertigstellung erfolgt dann im Herbst 2017“, kündigt Prohinig an.

Chronik der Kletterhalle


Das Projekt Kletterhalle war ursprünglich in den Draupassagen vorgesehen
gewesen, jenem Einkaufszentrum, das Investor Christian Rosenthal zuerst um
Jahre verzögert und dann nach finanziellen Turbulenzen verworfen hatte.

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