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Politik
Bürgermeister Günther Albel (Mitte), Dipl.-Ing. Dr. Kurt Fallast (rechts) und Projektleiter Dipl.-Ing. Reinhold Pischounig füllen den ersten Fragebogen aus.
Bürgermeister Günther Albel (Mitte), Dipl.-Ing. Dr. Kurt Fallast (rechts) und Projektleiter Dipl.-Ing. Reinhold Pischounig füllen den ersten Fragebogen aus. © Stadt Villach / Höher

Neues Mobilitätskonzept

Umfrage startet

Villach – Villach, die am schnellsten wachsende Stadt im Süden Österreichs, wichtiger Verkehrsknotenpunkt, Einpendler-, Bildungs- und Tourismusstadt, passt die Mobilität den künftigen Bedingungen an. Mit breiter Bürgerbefragung wird ein zukunftsfittes Konzept erarbeitet.

„Unsere Stadt besitzt einen hohen Urbanisierungsgrad und ist der Wachstumsmotor im südlichen Österreich“, schickt Bürgermeister Günther Albel voraus. „Wir nehmen permanent an Bevölkerung zu, unsere Lohnsummensteuer ist, dank guter Wirtschaftsentwicklung, im Vorjahr um 3,5 Prozent gestiegen und täglich pendeln mehr als 20.000 Menschen nach Villach ein.“ Ein hoher Anteil dabei sind Schüler und Studenten der Fachhochschule, auch hier zeigt der Trend weiter nach oben.Wieder Zeit also, erneut über zukunftsfitte Mobilitätskonzepte nachzudenken und die Bevölkerung am besten gleich mit einzubinden. „Wir befassen uns jetzt mit einem Konzept für die nächsten 10 bis 15 Jahre“, sagt Bürgermeister Günther Albel. Er fordert die Bürger zum engagierten Mitmachen auf. „Das neue Mobilitätsmodell ist ein Teil unseres Stadtentwicklungskonzeptes.“

Vieles bereits vorhanden

Villach ist flächenmäßig riesig, gleich 132 Quadratkilometer umfasst das gesamte Stadtgebiet. Kärntenweit ist die Zersiedelung enorm. „Darum spielte bisher auch das Auto eine wichtige Rolle. Nun sind zukunftsträchtige Konzepte gefragt“, sagt Bürgermeister Albel. Ein Parkleitsystem funktioniert in der Stadt bereits, Park&Ride-Flächen nehmen die Bürger gut an. Der öffentliche Verkehr wird von privaten Anbietern getragen. „Unser neues Mobilitätskonzept betrifft aber auch die Stadtbahn, deren Ausbau wir mit neuen Haltestellen fordern“, so Bürgermeister Albel. „Positives Beispiel ist St. Ruprecht mit dem Raunaweg, wo Stadt- und Mobilitätsentwicklung parallel verlaufen.“ Auch in Wollanig denkt man über eine zusätzliche Stadtbahn-Haltestelle nach. Villach führte bereits vor Jahren das VAXI, eine Art modernes Sammeltaxi ein, ein Radprojekt in der Fußgängerzone läuft und E-Mobilität steigt konstant.

Stadtregion voll einbinden

Villach bindet auch die Umlandgemeinden nach dem Modell einer modernen Stadtregion in das Mobilitätskonzept voll mit ein. Ab 2019 wird der öffentliche Verkehr EU-weit ausgeschrieben. Auch dafür ist Villach mit der Stadtregion gut aufgestellt.
Dringend müssten, so Albel, künftig neue Förderideen entwickelt werden: Der Naturparkbus funktioniert in Villach hervorragend, und auch die Unterstützung der Bus-Monatskarten im Winter, um weniger Feinstaub zu produzieren, wird gut angenommen. Wer in der Villacher Altstadt einkauft, kann zudem seine gesammelten Bonuspunkte auch gegen Busfahrscheine tauschen.

Rad als Alltagsverkehrsmittel

Villach ist in Sachen Radwegenetz gut unterwegs. Es soll im neuen Mobilitätskonzept auch darum gehen, das Rad im Berufs-, Alltags- und Einkaufsverkehr noch stärker zu verankern. Die Erfahrungen des Rad-Pilotprojektes in der Fußgängerzone, das gerade in enger Abstimmung mit der Radlobby Kärnten durchgeführt wird, fließen in das Konzept ein.

Zeitgemäße Mobilitätsmodelle

Moderne Car- und Bikesharing-Modelle sowie Fahrgemeinschaften kann sich Bürgermeister Albel auch für Villach gut vorstellen. In Sachen E-Mobilität zählt Villach zu den Vorreitern. Das erste E-Taxi ist seit Jahresbeginn in der Draustadt unterwegs, die Zahl der leistungsstarken Ladestationen wächst konstant.

Forderungen

Bürgermeister Albel fordert ein klares Bekenntnis und stärkere Unterstützung des Landes für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs und im Finanzausgleich mit dem Bund mehr Geld für den öffentlichen Verkehr in der Stadtregion. Außerdem tritt er für stärkere Entflechtung des Geldströme-Dschungels im Verkehrsverbund ein und für ein attraktives All-in-one-Ticket. „Im Gegenzug könnte man den Laibach-Bus aus dem öffentlichen Fördertopf herausnehmen, der chauffiert nur Touristen“, sagt Bürgermeister Albel.

Startschuss

Seit Wochen finden bereits intensive Verkehrszählungen im gesamten Stadtgebiet statt. Die Befragung aller Verkehrsteilnehmer sowie der Wohnbevölkerung startet am 23. Juni. „Das Büro PLANUM betreut unser Mobilitätskonzept fachlich. Unserer Stadtzeitung, die in den nächsten Tagen den Haushalten zugestellt wird, ist einen Fragebogen beigelegt“, kündigt Bürgermeister Albel an. „Wir ersuchen die Villacher, sich kurz Zeit dafür zu nehmen, die Fragen zu beantworten und den Bogen im beiliegenden Kuvert kostenfrei zurückzusenden.“ Experten-Workshops, Ausstellungen, Diskussionsveranstaltungen, Erfahrungen des laufenden und jetzt über den Sommer ausgeweiteten Rad-Pilotprojektes in der Fußgängerzone, Ideen der diversen Interessengruppen fließen in das neue Konzept ein

Hohe Bereitschaft zum Mitmachen

Dipl.-Ing. Dr. Kurt Fallast (Büro PLANUM) trifft „in Villach auf gut aufbereiteten Boden und hohe Bereitschaft zum Mitwirken“. Er ersucht um die Mithilfe der Bürger, seinem Büro die wichtigen Eckdaten aus den eigenen Erfahrungswerten und Mobilitätsgewohnheiten im Haushalt zu liefern: „Nur auf Grundlage von verlässlichem Zahlenmaterial zum realen Mobilitätsverhalten können wir Szenarien für die Zukunft entwickeln und moderne Strategien planen.“

Die Erhebung der Daten und Fakten gestalten die Planer jedoch nicht nur auf Papier. Mehr Infos auf www.villach.at/mobilitaet.

Am Ende der Befragung muss, so Bürgermeister Albel, ein zukunftsfittes Mobilitätskonzept auf dem Tisch liegen: „Wir versuchen eine möglichst breite Zustimmung aller Bevölkerungsgruppen zur neuen Mobilitätsstrategie zu erreichen, um Entscheidungen nachvollziehbar zu machen.“

INFORMATIONEN

Nähere Informationen zu den Fragenbögen gibt es auf www.villach.at/mobilitaet und  unter der Telefonnummer 0316 / 39 33 08, per E-Mail fallast@planum.eu

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