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Belastung für Mensch und Auto

Hitze birgt viele Gefahren

Villach – Temperaturen über 30 Grad Celsius sind eine Herausforderung für Mensch, Auto und Natur. Für Kärnten fungiert der Hitzeschutzplan als Frühwarnsystem. Die ASFINAG gibt Tipps zur Vermeidung von Flur- und Autobränden.

Hitzeschutzplan

Der Hitzeschutzplan für Kärnten, der seit drei Jahren erfolgreich aufgebaut wurde, soll auch in diesem Jahr bis Ende September wieder bei extremen Wärmebelastungen als Frühwarnsystem fungieren. Heute, Donnerstag, wurde dieser erstmals aktiviert, wie Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner bekanntgibt. „Auch wenn der Sommer bisher noch auf sich warten ließ, so naht er jetzt mit Riesenschritten und die prognostizierten Hitzetage können vor allem für unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger, chronisch Kranke oder Kinder eine enorme gesundheitliche Belastung darstellen“, warnt Prettner.

An eben diese Zielgruppen wendet sich der Hitzeschutzplan, der im Auftrag der Landessanitätsdirektion des Landes von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik Klagenfurt betreut wird. An zumindest drei aufeinander folgenden Tagen mit sehr hoher Wärmebelastung wird eine Warnung per SMS versendet. Der Adressatenkreis besteht aus Einrichtungen wie Altersheimen, Kindergärten oder Krankenhäusern, aber auch mobile Pflegedienste sowie Blaulichtorganisationen befinden sich auf der Liste. „Durch das Frühwarnsystem sowie weiterführende Verhaltenstipps bei großer Hitze auf der Homepage der Landessanitätsdirektion wollen wir jenen Institutionen, die mit den empfindlichen Personengruppen befasst sind, einen Vorsprung verschaffen, um vorbeugende Maßnahmen zum Hitzeschutz einleiten zu können“, erklärt Prettner.

Als Grundlage für die Hitzewarnungen dienen hoch auflösende Wettervorhersagemodelle, die einen speziellen Hitzeindex auf regionaler Basis berechnen. Neben der Temperatur spielen dabei die Luftfeuchtigkeit, der Wind und die Sonneneinstrahlung eine entscheidende Rolle, wie die Hitze empfunden wird und welche negativen Auswirkungen auf den menschlichen Organismus damit verbunden sind. Der Kärntner Hitzeschutzplan ist ab sofort wieder bis Ende September aktiv.

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Brandgefahr auf Autobahnen

Die Konzentration beim Lenken fällt schwerer, Motoren überhitzen leichter und der Bewuchs der Autobahnbankette ist zunehmend ausgetrocknet und birgt eine hohe Brandgefahr. „Wir verzeichnen bereits jetzt durch die ersten sommerlichen Temperaturrekorde einen enormen Anstieg an Autobränden“, sagt Heimo Maier-Farkas, Leiter der ASFINAG Autobahnmeistereien.

Autobrände sind natürlich eine besondere Gefährdung. “Da kann es schnell zu sehr kritischen Situationen kommen, bei denen rasches Handeln gefragt ist“, so Maier-Farkas. Die klassischen Brandursachen sind überhitzte Motoren. Zunehmend trocken sind bei hohen Temperaturen auch die Flächen neben den Autobahnen: Auslöser bei Böschungsbränden sind meistens Zigaretten, die achtlos aus dem Fenster geworfen werden. Gefahr auch für andere Verkehrsteilnehmer: Vor allem dichte Rauchentwicklung und damit verbundene schlechte Sicht bringt hohes Unfall-Risiko.

Der ASFINAG Tipp bei diesen Temperaturen: Auf 48 ASFINAG Rastplätzen und knapp 90 Raststätten lässt sich angenehm Pause machen. Dort kann auch der Motor auskühlen und es stehen ausreichend Aschenbecher und Abfalleimer zur Verfügung.

So reduzieren Sie das Risiko von Flur- und Autobränden auf Autobahnen und Schnellstraßen:  

  • Werfen Sie keine brennenden Zigaretten oder andere eventuell brandauslösende Materialien – wie beispielsweise Stanniolpapier oder Glas – aus dem Autofenster.
  • Füllen Sie bei großer Hitze den Tank Ihres Autos nicht bis zum äußersten Rand – dadurch verhindern Sie, dass erhitzter Sprit über das Tanklüft-System entweicht und sich womöglich entzündet.
  • Führen Sie bei großer Hitze keine gefüllten Benzinkanister oder andere leichtentzündliche Stoffe wie Spraydosen oder Gasfeuerzeuge mit.
  • Legen Sie bei längeren Fahrten regelmäßig Pausen ein, das lässt den Motor abkühlen und mindert die Gefahr des Überhitzens.
  • Generell gilt: Zur eigenen Sicherheit immer auch einen geprüften Handfeuerlöscher mitführen. Denn wenn man einen Fahrzeugbrand in den ersten Minuten des Entstehens bekämpft, reicht meist ein Autofeuerlöscher oder eine Feuerlöschdecke.
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