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Interview
Gerhard Petschar
Gerhard Petschar © Hitradio Ö3 - Redaktion Kärnten

Er ist "Die Stimme" bei Nachrichten aus Kärnten auf "Ö3"

5 Fragen an Gerhard Petschar

Villach – Gerhard Petschar - seine Stimmen kennt so gut wie jeder Kärntner, doch das Gesicht bzw. den Mann dahinter nur die wenigsten. Wir haben 5 Fragen an den Villacher gestellt, der seit 15 Jahren als "Ö3" Korrespondent für Kärnten arbeitet.

Sehr geehrter Herr Petschar, Ihre Stimme kennen mittlerweile nahezu alle Kärntner und Kärntnerinnen, das Gesicht bzw. den Mann dahinter jedoch nur die wenigsten. Wie würden Sie selbst die Person „Gerhard Petschar“ beschreiben?

Also mein Name ist Gerhard Petschar, ich würde sagen ich bin auf jeden Fall zielstrebig, für den Beruf musst du natürlich auch eine gewisse Genauigkeit und Korrektheit mitbringen, gehe gerne auf Menschen zu, Kommunikation ist in unserem Geschäft das um und auf und man braucht gute Steherqualitäten und Durchhaltevermögen. Und Hartnäckigkeit ist gefragt!

Geboren bin ich übrigens in Salzburg, das ist aber eher nur ein Zufall, meine Eltern lebten seit meiner Geburt aber in Villach, mein Vater ist vor zwei Jahren verstorben.

Gerhard Petschar - © Hitradio Ö3 - Redaktion Kärnten

Eigenschaften: Positive Einstellung, Zielstrebigkeit, gerne mit Freunden und Menschen kommunizieren, aber bitte nicht nur über das Handy und Netzwerk – bin da ein „Oltmodischer Hund“ und rede gerne mit meinen Mitmenschen wenn ich Ihnen in die Augen sehen kann. Ich lache gerne, kann aber leider auch launisch sein, grantig auch auf mich selbst, wenn ich etwas nicht so hinbringe wie es gerne hätte.

Aktiv sind meine Hobbys Laufen, Schwimmen und Skifahren, aber auch Reisen und das Leben! Meine große Herzensangelegenheit ist der VSV (Eishockey). Ich besuche seit meiner Kindheit, also seit über 35 Jahren regelmäßig die Spiele „meiner“ Adler. Eishockey ist für mich generell eine große Liebe, aber natürlich erst nach meiner tatsächlichen großen Liebe – meiner langjährigen Freundin Alexandra!

Sie wohnen trotz Ihrer beruflichen Tätigkeit, die Sie in Klagenfurt vollbringen in Villach. Aus welchem Grund und was macht Villach in Ihren Augen zu einer lebenswerten Stadt?

Ich liebe Villach, das sage ich ehrlich heraus! Ich bin ja auch beruflich viel unterwegs, aber es ist immer wieder schön heim zu kommen. Es ist meine Stadt, meine Freunde und Familie leben hier und wenn man dann über den Hauptplatz geht und in einer 60.000 Einwohner Stadt, dass Gefühl hat, es ist alles vertraut, trifft viele Bekannte und Freunde, dann fühle ich mich eben wie daheim in den eigenen vier Wänden.

Und ohne „Villacher Kirchtag“, „Villacher Fasching“ und den „VSV“ können wohl die meisten Villacher nicht – auch ich nicht! Und der tägliche Sprung nach Klagenfurt über den Wörthersee und retour ist übrigens auch nur ein Kleiner.

Sie haben nach einer technischen Ausbildung in den Bereich der Publizistik gewechselt. Wie kam es zu dieser starken Wende Ihrer Interessen?

Ich arbeite bereits seit über 20 Jahren im Radiogeschäft. Angefangen hat es bei diversen Privaten-Radiosender in Italien, wie „Radio Alpen Adria“ oder auch „Radio Valcanale“. Danach bin ich über das Privatradio „Antenne Kärnten“ zum „ORF“ bzw. zu „Hitradio Ö3“ gekommen wo ich seit über 15 Jahren im Einsatz stehe.

Doch das war eher ein Zufall, nicht gewollt und eigentlich auch nicht mein Wunsch. Natürlich hat ständig Interesse bestanden, vor allem Sportreporter zu werden, aber nie ernsthaft. Über private Nebenberufliche Radioeinsätze (wie oben angeführt) ist dann immer mehr die Liebe zu dem Beruf entstanden.

Ich habe ja zuerst doch fast acht Jahre in meinem erlernten Beruf als Ingenieur und Tiefbautechniker gearbeitet. Aber dann ist die Antenne Kärnten ins Land eingezogen, Casting positiv absolviert und ich wurde vor die Entscheidung gestellt: Hauptberuflich bleiben wo ich bin, oder als Quereinsteiger zum Radio gehen?

Und dieser Weg hat mich dann in der Folge zu „Ö3“ und somit zum „ORF“ geführt, und ich bin froh das es so gekommen ist. Übrigens mein Traumberuf als Kind war Förster zu werden.

Gerhard Petschar - © Hitradio Ö3 - Redaktion Kärnten

Seit 2001 sind Sie Korrespondent für Ö3 in Kärnten und gestalten auch Beiträge im aktuellen Dienst und im sportlichen Bereich für den ORF. Wie sieht bei Ihnen ein Arbeitstag aus?

Recherchieren, Recherchieren, Recherchieren – du musst immer versuchen neue Themen, Zugänge und Geschichten zu finden, die die Menschen bewegen und interessieren – besser du musst es schaffen den Hörer dazu zu bringen, dass er Dir tatsächlich zuhört und wenn möglich Bilder im Kopf mit den Worten erzeugen.

Der Alltag ist klassisch, wie in einer Redaktion üblich. Zuerst Tagesredaktionssitzungen im ORF Landesstudio Kärnten und per Videokonferenz mit allen Bundesländern und Wien zur Themenfindung des Tages. Auftragserteilungen und dann beginnt die Recherche samt Interviews, Beitragsschnittgestaltungen um diese Themen auf Sendung zu bringen, als Liveeinstieg, Reportage, Aufsager, Beitrag, Interview usw. und das kann oft lange dauern und da kann es auch spät werden. Und natürlich immer die Augen und Ohren offen halten, weil überall im Alltag können Geschichten entstehen!

In Ihren fast 15 Jahren im Bereich der Berichterstattung haben sie schon über unzählige Ereignisse in Kärnten (Villach) berichtet. Welches Ereignis von denen Sie berichtet haben ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?

Uhhhhh….schwierig zu beantworten, da gibt´s so viele Geschichten von denen ich schon berichtet habe, ob bei der EURO 2008 in Klagenfurt, Jörg Haiders Todesfahrt samt der kollektiven, intensiven Trauerphase im ganzen Land, Olympia in Athen für die Sportredaktion, „Wetten Dass????“ in Klagenfurt, Rekordschnee im Gailtal und Lesachtal und viele mehr.

Aber zuletzt besonders in Erinnerung geblieben ist mir der Hagelsturm der Villach im letzten Sommer heimgesucht hat. Da war neben der professionellen Arbeit schon sehr viel Emotion mit dabei, weil es doch eine Dimension gehabt hat, die leider fast „Jahrhundertstatus“ in unserer Heimatstadt erlangt hat, Villach hilflos aussehen hat lassen und zahlreiche Freunde und Bekannte auch betroffen waren, aber zum Glück sind keine Menschen schwerer zu Schaden gekommen und alles andere kann – und wird wieder hergestellt.

Vielen Dank!

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