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Wirtschaft
Rund 85.000 Tonnen Hausmüll aus den Kärntner Haushalten werden hier pro Jahr verbrannt.
Rund 85.000 Tonnen Hausmüll aus den Kärntner Haushalten werden hier pro Jahr verbrannt. © KK

Kostenpunkt 7,1 Mio Euro

Eine saubere Beteiligung

Villach – Gut für uns Bürgerinnen und Bürger: Der Müll-Deal ermöglicht den Abfallwirtschaftsverbänden ein wachsames Auge auf die Müllpreisentwicklung.

Exakt 96.000 Tonnen Müll pro Jahr beträgt die Kapazität der Thermischen Restmüllverbrennungsanlage in Arnoldstein. Rund 85.000 Tonnen davon entfallen auf den Hausmüll, der von der Kärntner Entsorgungsvermittlungs GmbH (KEV) angeliefert wird. Jetzt setzt die KEV, ein Zusammenschluss der Abfallwirtschaftsverbände Klagenfurt, Spittal, Lavanttal, St.Veit-Völkermarkt und Villach, einen wichtigen Zukunftsschritt: Sie übernimmt 25,1 Prozent der Restmüllverwertungsanlage von der Grazer Saubermacher Dienstleistungs AG. Kostenpunkt: 7,1 Millionen Euro. Die restlichen 74,9 Prozent blieben weiterhin im Eigentum der Kelag.

Zukunftsschritt besiegelt: Von links Bgm. Ing. Mag. Heinrich Gerber (Verband Spittal), Stadtrat Wolfgang Germ (Verband Klagenfurt), Geschäftsführer der KEV, Bgm. Günther Albel (Verband Villach), KR Hans Roth (Eigentümer Saubermacher Dienstleistungs AG), Bgm. Gerhard Mock (Verband Völkermarkt-St.Veit) und Gerhard Ziehenberger, (Technik-Vorstand Saubermacher AG).

Mitspracherecht

Das ist ein wichtiger Schritt für die KEV und ein eindrucksvoller Beweis dafür, dass es gelingen kann, gemeinsam und über die Gemeindegrenzen hinweg, Kärnten zu stärken. Die Städte und Gemeinden sichern sich damit ein starkes Mitspracherecht inklusive Sperrminorität, und das bei einem Unternehmen, bei dem die KEV selbst größter und wichtigster Kunde ist. Damit ist auch die Entsorgungssicherheit auf Jahre hinaus gewährleistet.

Bürger profitieren

Wenn sich die nunmehrigen Investitionen in rund zehn Jahren entsprechend refinanziert haben, kommen die zu erwartenden anteiligen Renditen vollends den Städten und Gemeinden zu Gute. Ganz konkret sind es die Bürgerinnen und Bürger, die davon profitieren werden, dass die Müllgebühren konstant gehalten werden können.

Anteile bleiben in der Region

Interessenten habe es – so Saubermacher Aufsichtsratsvorsitzender und Eigentümer Hans Roth – viele gegeben, auch mit verbindlichen Angeboten. Die Anteile wurden aber von den Kärntner Abfallwirtschaftsverbänden übernommen und bleiben somit in der Region.

Müllverbrennung seit 2004

Die Thermische Restmüll-Verwertungsanlage in Arnoldstein ist seit 2004 in Betrieb. Der angelieferte Abfall wird bei hohen Temperaturen verbrannt und so weitestgehend mineralisiert. Die dabei entstehende Wärme wird für die Erzeugung von Strom, Fernwärme und Dampf genutzt, also entsprechend verwertet.

3 Fragen an Bürgermeister Günther Albel zum Thema Stadtregion

Was verstehen Sie konkret unter einer Stadtregion?
Bürgermeister Albel: Die Stadt Villach kooperiert intensiv mit ihren Umlandgemeinden, arbeitet so an einer Stadtregion und bietet Dienstleistungen an. Mit unseren Kooperationsangeboten helfen wir damit als starker Partner kleineren Gemeinden gegen die Abwanderung.

In welchen Bereichen funktioniert die Stadtregion bereits?
Bürgermeister Albel: Öffentlicher Verkehr, Wasserversorgung, Kindergarten und Wirtschaftshof sind gut eingebunden. Auch über die Feuerwehrschiene und die EDV-Verwaltung gibt es enge Kooperationen unserer Stadt mit den Umlandgemeinden. Sogar Einkaufsgemeinschaften für Büromaterial wickelt man über eine gemeinsame Plattform mit den Nachbarn ab. Auch bei der Abwasserentsorgung hat sich das Modell der Stadtregion bewährt: Etliche Gemeinden des Bezirkes leiten ihre Abwässer in unsere moderne und leistungsstarke Kläranlage und bezahlen dafür.

Was hat Villach davon?
Bürgermeister Albel: Als Stadt bekennen wir uns zu zentralörtlichen Aufgaben, die nicht jede Gemeinde extra braucht. Eine finanzielle Abgeltung über den Finanzausgleich ist eine unserer Forderungen an den Bund.

Bilder: Augstein, TBA Arnoldstein, Puch Johannes

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