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Auf Gerlitzen 100 Meter abgestürzt

Paragleiter auf Gerlitzen tödlich verunglückt

Gerlitzen – Um ca. 17 Uhr kam es auf der Gerlitze zu einem Paragleiterabsturz. Der deutsche Paragleiter ist aus ca. 100 Meter Höhe abgestürzt und verstarb.

Der hinzugezogene Notarzt konnte leider nur mehr den Tod des Verunglückten feststellen. Im Einsatz standen ein Notarzteinsatzfahrzeug, ein Rettungstransportwagen, die Bergrettung sowie die Exekutive.

Wie uns die Polizei Sattendorf mitteilte, handelt sich bei dem Verunglückten um einen deutschen Staatsbürger. Der 64-jährige Friedberger (Bayern) startete am Südhang der Gerlitzen (Gemeinde Treffen) und wollte seine Landung in Annenheim (bei der Flugschule) absolvieren. Kurz nach dem Start, in 1600 Metern Seehöhe, kam es zum Unglück: Der Schirm klappte aufgrund von Thermikproblemen zusammen und der Versuch den Notschirm zu öffnen scheiterte. Der Urlauber erlitt beim Aufprall schwere Verletzungen und verstarb noch an der Unfallstelle. Der Leichnam wurde vom BMI-Hubschrauber „Libelle“ geborgen und zu Tal geflogen. „Es handelte sich um einen erfahrenen Paragleiter, der laut ersten Informationen bereits über einhundert Flüge in diesem Gebiet absolviert hat und damit die Thermik kannte,“ so Hermann Kogler vom Polizeiposten Sattendorf. „Momentan laufen gerade die Ermittlungen und die amtsärztliche Untersuchung.“

Paragleiten in Österreich

In Österreich verletzen sich jährlich hunderte Personen beim Paragleiten. Mehr als 6.000 Österreicher üben diesen Sport aus – doch Paragleiten ist nicht ungefährlich. Immer wieder sterben Menschen bei der Ausübung dieses Sports. Die häufigste Verletzung stellen Knochenbrüche dar, vielfach ist die Wirbelsäule betroffen. Die Verletzung von Männern ist durchschnittlich höher als die von Frauen. Viele Unfälle mit Paragleitern passieren während des Starts oder der Landung. Des Weiteren ist ein Großteil der Unfälle auf Thermikprobleme, Windböen und Turbulenzen zurückzuführen.

Eine der Hauptgefahren beim Gleitschirmfliegen besteht im Zusammenklappen der tragenden Gleitschirmkappe in der Luft. Im schlimmsten Fall können heftige Turbulenzen zu einem teilweisen oder sogar vollständigen Strömungsabriss führen, was einen rasanten Höhenverlust zur Folge hat. In Österreich ist eine Ausbildung mit abschließender Lizenz Voraussetzung, um mit einem Paragleiter fliegen zu dürfen. Die Ausbildung wird durch eine staatliche Stelle geprüft. In der Regel erfolgt sie über eine Flugschule. Die Grundausbildung umfasst Pargleiterkunde, Aerodynamik, Flugwetterkunde und praktische Übungen. (Quelle: Kuratorium für Verkehrssicherheit)

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