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Politik
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© KK

EU-Projekt Bike NAT

Kärnten setzt (sich) aufs Rad

Villach – In der Regierungssitzung morgen, Dienstag, wird auf Antrag von LR Christian Benger und LR Rolf Holub die Teilnahme Kärntens am EU-Projekt Bike NAT beschlossen, bei dem es um Infrastrukturverbesserungen entlang des Radweges von Salzburg nach Grado, dem Ciclovia Alpe Adria, geht.

Dieser konnte bereits im Rahmen eines Vorgänger-EU-Projektes umgesetzt werden und soll jetzt qualitativ ausgebaut werden. Das Projektbudget beträgt insgesamt 318.000 Euro, das Land Kärnten steuert rund 50.000 Euro bei.

„Die Natur erleben, das Land kennen lernen, die Kulinarik genießen und dabei grenzüberschreitend radeln können, liegt voll im Urlaubstrend. Daher setzen wir im Rahmen der Tourismusstrategie auf das Thema Rad und beschließen die Teilnahme an diesem EU-Projekt“, stellte Benger heute, Montag, klar. Radtouristen setzen aber auch auf Qualität entlang der Radwege. Dazu gehören eine Servicierung der Gäste, die Beschilderung, oder die Verknüpfung mit dem öffentlichen Verkehr. Das Projekt konnte laut Benger auf Grund der Zusammenarbeit des Landes mit Salzburg und der Region Friaul-Julisch Venetien nun erarbeitet werden. „Der Abschnitt des Ciclovia in Kärnten zählt neben dem 5-Sterne-Drauradweg zu unseren Aushängeschildern“, so Tourismuslandesrat Christian Benger.

Stärkung des Radverkehrs

„Das EU-Projekt Bike NAT stärkt den Radverkehr. Die Radrouten entlang des Alpen-Adria-Radweges von Salzburg bis Grado werden verbessert und mit infrastrukturellen Zusatzangeboten versehen“, erklärte Holub. Dazu gehören der Ausbau von intermodalen Verkehrsknoten, etwa Bike+Bus an MICOTRA-Bahnhöfen, die Einführung neuer fahrradfreundlicher Servicedienste sowie das Anbringen einer gemeinsamen Beschilderung in der Nähe von Ausflugszielen des bestehenden Alpen-Adria-Radweges: „Der Kärntner Mobilitätsmasterplan hat eine Verdoppelung des Radverkehrs bis 2035 zum Ziel. Projekte wie Bike NAT sind ein wertvoller Beitrag dazu“, so Landesrat Rolf Holub.

Von Salzburg über Villach nach Grado

Beginnend in Salzburg führt der Ciclovia Alpe Adria über rund 410 Kilometer über das Gasteinertal und die Tauernschleuse nach Mallnitz, durch den Nationalpark Hohe Tauern über Obervellach nach Spittal, Villach und über die Grenzen Österreichs nach Tarvis. Von dort führt der Radweg entlang der alten K&K-Bahnstrecke Richtung Udine bzw. nach Grado. Das Projekt war seit 2009 ein Interreg-Projekt der drei Regionen Kärnten, Salzburg und Friaul-Julisch Venetien. Dieses Projekt lief 2015 aus, jetzt wird es neu aufgesetzt. Der Ciclovia Alpe Adria wurde in Amsterdam zur „Radroute des Jahres 2015“ gekürt.

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