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Was steckt hinter der anonymen Anzeige?

Man möchte der Familie schaden!

Villach – Wie bereits heute Morgen von der "Kleine Zeitung" berichtet wurde, kam es zu einer anonymen Anzeige gegen die "Ossiacher See Schifffahrt"! Grund dafür soll ein schwerer Betrug mit der "Kärnten Card" sein. Wir haben Geschäftsführer Josef Nageler mit diesen Vorwürfen konfrontiert und wie uns dieser in unserem Gespräch mitteilte vermutet er, dass die "Kärnten Card" eine größere Rolle spielt, als vorerst gedacht!

Wie aus dem Bericht der „Kleine Zeitung“ hervorgeht, soll bei Schifffahrten mit den Ossiacher See Schiffen die „Kärnten Card“ bei einzelnen Fahrgästen mehrmals „gesteckt“ worden sein.

Personen die eine „Kärnten Card“ besitzen können eine Vielzahl von Angeboten kostenlos bzw. vergünstigt nutzen, wenn dies geschieht, bekommt der Betrieb dem der volle Betrag der zahlenden Gäste entgangen ist, eine Rückvergütung. Somit würde ein schwerer Betrug vorliegen, da man Rückvergütungen für Gäste bekam, die nie auf einem der Schiffe waren.

Daher wären auch „Mitbewerber“ – andere Unternehmen und Betriebe geschädigt worden. Doch der Geschäftsführer der Ossiacher Schifffahrt, Josef Nageler, wittert hinter dieser anonymen Anzeige eine schmutzige Methode, die „seinen“ Verein, die „Interessengemeinschaft Kärnten Card“ schwächen soll!

Steckt mehr hinter dieser Anzeige?

Während unserem Gespräch sagte uns Josef Nageler, dass er vermutet, „dass hinter dieser anonymen Anzeige viel mehr als nur ein vermeintlicher Betrug mit der ‚Kärnten Card‘ stecken könnte.“ Denn wie die wenigsten wissen, sitzt Josef Nageler im Vorstand der „IG Kärnten“, die seit Mitte des letzten Jahres mit der „Kärnten Werbung“ im Konflikt um die „Kärnten Card“ steht. Josef Nageler und dessen Vater Ernst Nageler, der bis Juni Obmann der „IG Kärnten Card“ war, haben schon seit längerem einen Streit mit der „Kärnten Werbung“ um die „Kärnten Card“.  Ein Streit in dem sich beide Parteien nichts schenken und in dem Josef Nageler nun den Auslöser für diese anonyme Anzeige sieht.

Rein technisch nicht möglich

Laut Josef Nageler, dem Geschäftsführer der Ossiacher See Schifffahrt, ist an diesen Vorwürfen „nichts richtig“. „Die Abrechnungen rund um die ‚Kärnten Card‘ werden von anderen Firmen durchgeführt, unsererseits sind keine Fehler gemacht worden!“, so Nageler weiter.

„Es ist rein technisch nicht Möglich, die Karte mehrmals zu stecken, wenn ein Gast ‚an Bord‘ kommt. Denn seitens der ‚Kärnten Card‘ wurden Sicherheitsmaßnahmen geschaffen um solchen Betrügereien vorzubeugen – auf den Punkt gebracht heißt dies, dass es zwischen dem stecken von Karten eine ‚technische Pause‘ von einer Stunde gibt und eine Karte innerhalb dieser Zeit nicht noch einmal gesteckt werden kann.“ erklärt er uns.

Was ist mit den anderen?

Weiters erfahren wir, dass das „Mehrfachstecken“ gar nicht verboten ist, wie uns Josef Nageler berichtet: „Früher wurden bei der Kanzelbahn, die auf die Gerlitzen führt, jahrelang Mehrfachsteckungen bei Paragleitern durchgeführt, womit die Frequenz der Gerlitzen um 130(!) Prozent stieg.“

Außerdem fallen auf der „Hitliste“ aus dem Jahr 2015, welche die Frequenz der einzelnen Angebote auflistet und welche auch in der anonymen Anzeige genannt wurde, keine Besonderheiten auf. „Wir bei der Ossiacher See Schifffahrt hatte eine Frequenz von 59570 Nutzern, die „Millstätter See Schifffahrt“ ist mit einer Frequenz von 54268 Nutzern nicht weit weg, doch dort gibt es kein Problem.“, wundert sich Nageler.

Man möchte der Familie schaden

„Mein Vater, Ernst Nageler, war bis Juni Obmann der ‚IG Kärnten Card‘ und ist dann freiwillig zurückgetreten. Ich selbst sitze dort im Vorstand und einigen Leuten ist es ein Dorn im Auge, dass ich in der Region etwas zu sagen habe. Man möchte mit diesen Vorwürfen meiner Familie und vor allem unserem Familienbetrieb schaden!“, ärgert sich Nageler, dessen Unternehmen als Familienbetrieb seit 60 Jahren besteht.

Streit zwischen „Kärnten Werbung“ und „IG Kärnten Card“ als Grund?

Der Streit um die „Kärnten Card“ zieht sich jetzt schon einige Zeit. Josef Nageler, der im Vorstand des Vereins „Interessengemeinschaft Kärnten Card“ sitzt, wittert diesen als Grund für die anonyme Anzeige. „Ich denke nicht, dass irgendwelche Mitbewerber der ‚Ossiacher See Schifffahrt‘ für diese haltlosen Anschuldigungen verantwortlich sind. Vielmehr denke ich, dass man mich und den Verein (IG Kärnten Card) in der Diskussion um die ‚Kärnten Card‘ schwächen will.“ Die Frage ob die „Kärnten Werbung“ selbst dahinter steckt, beantwortet er nicht direkt, sondern erzählt uns von den Vorkommnissen zwischen der „IG Kärnten Card“ und der „Kärnten Werbung“, rund um die „Kärnten Card“.

Der Verlauf der Verhandlungen zwischen „Kärnten Werbung“ und „IG Kärnten Card“ zeigt für Nageler, dass ein – „Angriff auf den Verein nicht ausgeschlossen werden sollte“.

Wie uns Nageler erzählt, „wurden vom Geschäftsführer der „Kärnten Werbung“ Christian Kresse nicht nur Projekte wie eine gemeinsame Herbstaktion gestrichen, sondern auch jegliche Zusammenarbeit in den Bereichen Marketing und Werbung. Ebenfalls folgte die Kündigung der Lizenz, ohne die Angabe von Gründen und ohne Vorverständigung.“

„Noch unmöglicher als diese Punkte ohnehin schon sind, war die Tatsache, das Christian Kresse nach der Unterschrift des Übergangsvertrages für das Jahr 2016 ein Redeverbot mit dem Verein und vor allem mit dem damaligen Obmann, meinem Vater Ernst Nageler, aussprach!“ so Josef Nageler, der auch mit einer gewagten Vermutung aufhorchen lässt: „Ich vermute, das Ziel der ‚Kärnten Werbung‘ ist die Auflösung unseres Vereines und die kostenlose Übernahme der Technik, des Büros, der Verträge und die Übernahme von einigen bedeutenden Mitgliedsbetrieben.“

Schritte gegen Behauptungen eingeleitet

„Fakt ist, dass es seitens der ‚Ossiacher See Schifffahrt‘ eine Anzeige gegen Unbekannt geben wird, da haltlose Behauptungen, wir sprechen hier auch von Verleumdung, getätigt wurden, die einzig und allein unserem Unternehmen mit über 50 Angestellten schaden sollen!“, schließt Nageler ab.

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