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Politik
Frauenreferentin LHStv.in Beate Prettner mit der Frauenbeauftragten des Landes Michaela Slamanig
Frauenreferentin LHStv.in Beate Prettner mit der Frauenbeauftragten des Landes Michaela Slamanig © Büro LHStv.in Prettner

Veränderbarkeit von Rollenbildern sichtbar machen

Bierdeckel für Gleichberechtigung

Villach – Das Referat für Frauen und Gleichbehandlung des Landes Kärnten lässt mit einer Bewusstseinskampagne aufhorchen, die mit einem Augenzwinkern zum Nachdenken anregen soll. In Kooperation mit Villacher Bier sind Bierdeckel mit Botschaften der Gleichberechtigung bedruckt worden, die dem ernsten Thema der Aufgabenverteilung zwischen den Geschlechtern durch pointierte Formulierungen Aufmerksamkeit verschaffen sollen.

„Wer Bierkrüge stemmt, kann auch den Haushalt stemmen“ ist darauf ebenso zu lesen wie „Wer eine Halbe schafft, schafft auch Halbe/Halbe“.

„Sinn dieser Aktion ist es, Rollenbilder, wie sie in der Gesellschaft immer noch vorherrschen, kritisch zu hinterfragen. Denn diese Klischees schlagen sich nach wie vor in der ungerechten Verteilung von unbezahlter Arbeit nieder, wenn es um den Haushalt oder die Betreuung von Angehörigen geht“, sagte heute, Montag, Frauenreferentin LHStv.in Beate Prettner: „Wir wollen diese Stereotype sichtbar machen und zeigen, wie solche Zuschreibungen verändert werden können.“

Neue Wege gehen

„Mit dem Bedrucken von Bierdeckeln ist diesmal ein unkonventioneller Weg gewählt worden, um Rollenbilder in plakativer Form zu konterkarieren“, erklärte Frauenbeauftragte Michaela Slamanig. Diese Initiative sei eine von vielen, die das Frauenreferat im Zusammenhang mit dem Schwerpunkt „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ im heurigen Jahr setzt. „Ziel muss sein, unbezahlte Tätigkeiten fair zu verteilen und eine partnerschaftliche Gestaltung des Alltags zu erreichen“, so Slamanig. „Es ist hier gelungen, ein wichtiges und ernstes Thema humoristisch darzustellen“, fügte Peter Peschel, Leiter Marketing und Kommunikation der Vereinigten Kärntner Brauereien AG, hinzu.

„Es wird nach wie vor als selbstverständlich angesehen, dass Frauen Hausarbeit übernehmen. Dies führt dazu, dass sie weniger Zeit in Erwerbstätigkeit und Freizeit investieren können und somit viel stärker eingeschränkt sind als Männer“, sagte Prettner. „Diese Rahmenbedingungen müssen umgestaltet werden, um Chancengleichheit zu erzielen. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist es, Bewusstsein für notwendige Veränderungen zu schaffen“, meinte sie.

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