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© pixabay

150 Pilzarten in Europa giftig

Achtung beim Pilzesammeln

Villach – Das typische Schwammerlsuchen begeistert in Villach Jung und Alt. Auch wenn so mancher Sammler viel Routine hat und die genießbaren Pilze leicht erkennt, ist Vorsicht geboten. Von den mehr als 3.000 Pilzarten, die es in Mitteleuropa gibt, sind immerhin rund 150 giftig.

„Wir unterscheiden zwischen zwei Hauptgruppen von Pilzgiften“, informiert Chefarzt Dr. Wolfgang Schreiber vom Österreichischen Roten Kreuz. „Bei der ersten Gruppe treten die Vergiftungssyndrome nach einer langen Latenzzeit, die zwischen vier Stunden und mehreren Tagen betragen kann, auf. Die zweite Gruppe ist weniger gefährlich. Hier treten die Vergiftungssyndrome schon nach 15 Minuten bis vier Stunden auf. Meist kommt es dann zu sehr unangenehmen Beschwerden, die mehrere Tage anhalten.“

Mann sammelt Pilze - © Österreichisches Rotes Kreuz (ÖRK)/Thomas Holly Kellner

Verwechslung kann tödlich enden

Für die meisten tödlichen Pilzvergiftungen ist eine fatale Verwechslung verantwortlich. Der Knollenblätterpilz schaut gerade für unerfahrene Pilzsammler dem Champignon beziehungsweise Parasol zum Verwechseln ähnlich. „Je nach Menge des aufgenommenen Gifts stellt sich nach acht bis 24 Stunden heftiger Brech-Durchfall ein“, erklärt Dr. Schreiber. Nach ein bis zwei Tagen lassen die Durchfälle nach. Dafür kommt es zum Auftreten schwerer Organschäden, insbesondere der Leber.

„Bei Verdacht auf eine Vergiftung durch Knollenblätterpilze sollte schnellstmöglich ein Arzt oder ein Krankenhaus aufgesucht werden“, sagt Schreiber. „Erbrochenes und Pilzreste sollten in einem Plastiksack aufbewahrt und mitgenommen werden.“ Die sicherste Methode, sich nicht mit Pilzen zu vergiften, ist die Fähigkeit, die diversen Arten genau voneinander unterscheiden zu können. „Wer dazu nicht imstande ist oder Zweifel hat, sollte sich an Experten in Pilzberatungsstellen wenden“, so Schreiber.

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