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Politik
Murenabgang in Afritz © 5min.at

Große Unterstützung nach der Katastrophe

Welche Hilfe erhält Afritz?

Afritz – Rasche Hilfe versprachen Landeshauptmann Peter Kaiser und LHstv. Beate Prettner den am vergangenen Montag von den schlimmen Unwettern geschädigten Menschen in der Gemeinde Afritz bei einem Lokalaugenschein heute, Donnerstag in der Ortschaft Kraa, wo sich 25.000 Kubikmeter Geröll, Schlamm und Bruchholz einen Weg der Verwüstung bahnten. Nun wurde auch ein Spendenkonto für Betroffene eingerichtet!

Gemeinsam mit Bürgermeister Max Linder, Militärkommandant Walter Gitschtaler, Christof Seyman von der Wildbach- und Lawinenverbauung und weiteren Experten waren die beiden Regierungsmitglieder Landeshauptmann Peter Kaiser und dessen Stellvertreterin Beate Prettner am Ort der Katastrophe.

„Bei all dieser Tragik bin ich erleichtert, dass kein Mensch zu Schaden gekommen ist. Ich danke allen Einsatzkräfte vor Ort für die vorbildliche und rasche Hilfe“, erklärte Kaiser beim Anblick des zerstörten Gebietes von ca. 15 Kilometer. Rund 70 Häuser sind von der Katastrophe betroffen. Einsatzkräfte von Bundesheer, Feuerwehr, Baufirmen und Freiwillige arbeiten derzeit an der Räumung des Schutts aus den Häusern und von den Flächen rundherum.

Spendenkonto der Gemeinde

Wie vor kurzem bekannt gegeben wurde heute, Donnerstag ein Spendenkonto der Gemeinde Afritz am See eingerichtet.

Spendenkonto

Bank: Raiffeisenbank Landskron-Gegendtal
Bezeichnung: Gemeinde-Unwetterkatastrophe
IBAN: AT 58 3938 1002 0041 0209
BIC: RZKTAT2K381

Hilfe für Privathaushalte

„Für die Privathaushalte steht das Nothilfswerk zur Verfügung, das mit insgesamt 2,5 Millionen des Landes und des Bundes gespeist ist“, so Kaiser, der damit dem Wunsch Linders entgegen kam, den Menschen vor Ort Hilfe angedeihen zu lassen. Die Anträge dafür müssen bei der Gemeinde eingebracht werden. Abgestimmt mit Finanzreferentin LHStv.in Gaby Schaunig hat der Landeshauptmann eine Soforthilfe für die Schäden an Straßen, Brücken usw. zugesagt. Die Höhe hängt vom geschätzten Schaden ab. Damit solle die Zeit überbrückt werden, bis es die 50-prozentige Rückerstattung der Schadenskosten aus dem Bundeskatastrophenfonds für die Gemeinde gibt.

Gesetzesreform

„In Abstimmung mit Gaby Schaunig und Gemeindeabteilungsleiter Franz Sturm wird derzeit an einer Reform des Regionalfondsgesetzes gearbeitet, sodass es in Zukunft für die Gemeinden eine größere, über die 50 Prozent hinaus gehende Unterstützung geben könnte“, kündigt Kaiser an.

Hilfe aus dem Fördertopf

Prettner stellte finanzielle Hilfe für die betroffenen Familien aus dem Fördertopf „Hilfe in besonderen Lebenslagen“ in Aussicht. „Es ist ein Wunder, dass niemand schwerer verletzt wurde. Es ist ein weiteres Wunder, wie schnell die Aufräumarbeiten voran gehen. Die Afritzerinnen und Afritzer beweisen wie gut der Zusammenhalt in der Gesellschaft ist, wenn es darauf ankommt. Ich sehe darin einen großen Mehrwert“, meinte Prettner. „Das Schadensausmaß kann derzeit noch gar nicht fest gemacht werden. Jetzt müssen wir den Bach wieder in die richtigen Bahnen leiten und die Aufräumarbeiten vorantreiben“, erklärte Linder.

Am Montag, dem 5. September (19 Uhr), gibt es im Afritzer Kultursaal eine Informationsveranstaltung für die Betroffenen, an der auch Experten des Landes teilnehmen werden. Seyman erklärte, dass derzeit an einem Verbauungsprojekt in dem Gebiet gearbeitet werde. Der Bau soll 2017 starten.

Hilfe auch von Holub

Landesrat Rolf Holub von den „Grünen“ bietet der von der jüngsten Naturkatastrophe betroffenen Gemeinde Afritz seine Hilfe an. Sofort nach Bekanntwerden der Ereignisse in Afritz habe er mit der zuständigen Bundesbehörde, der „Wildbach- und Lawinenverbauung“, Kontakt aufgenommen. „Ich fordere die Gemeinden auf, sich bei Ablehnung von Projekten durch die Bundesbehörde direkt an mich zu wenden. Im Rahmen unserer Möglichkeiten im Bereich Wasserrechtsverfahren und Ko-Finanzierung mit Landesmitteln werde ich alles unternehmen, um die Gemeinden zu unterstützen“, so Holub.

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