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Harley Fans, Bgm. Poglitsch,li. und Villachs Stadtrat Weidinger,re., mit Begleitung. © Gemeinde Finkenstein

Interview mit Bgm. Poglitsch

Politisches „hole in one“

Finkenstein – Abgeleitet vom Golf-Sport, war das Ergebnis der Bürgermeister Stichwahl in Finkenstein, vom 15. März 2015, in der Politik ein eher seltenes „hole in one“; es hat, gut trainiert, einfach gepasst. ÖVP- Kandidat Christian Poglitsch konnte den haushohen Favoriten der SPÖ, Langzeit-Bürgermeister Walter Harnisch, „vom Platz nehmen“. Finkenstein hat seither - nach 61 Jahren - wieder einen „schwarzen“ Bürgermeister.

Das „politische Talent“ Poglitsch, bekam damals 2.392 Stimmen, Harnisch 2.033 Stimmen.  Christian Poglitsch, 47, ist seit März 2013 auch Mitglied des „Österreichischen Bundesrates“ und bring somit auch große Erfahrung für das verantwortungsvolle Amt eines Bürgermeisters mit. „5.min.at“  bat Bgm. Christian Poglitsch zum Gespräch.

Durchaus als „Sensation“ darf das Ergebnis der  Bürgermeister Stichwahl vom März 2015 gewertet werden. Nach 61 Jahren SPÖ- Vorherrschaft hat Finkenstein einen ÖVP- Bürgermeister. Wie haben Sie das gemacht Herr Poglitsch?

Pogitsch: Erlauben Sie, dass ich zuerst kurz auf das eben stattfindende Harley Davidson Treffen eingehe, zudem ich folgendes sagen möchte: Bei den Kosten dafür, trägt den  Löwenanteil Harley Davidson selbst. Man spricht von rund 2 Mio Euro. Das Land Kärnten und die Gemeinde beteiligen sich am Rest. Es muss uns bewusst sein, das diese Veranstaltung rund 15 – 20 Millionen Euro an Wertschöpfung in die Region und in das Land Kärnten bringt. Auch heuer wieder erwarten wir rund 70.000 Biker und an die 200.000 Besucher. Also Wertschöpfung ohne Ende; das Harley Treffen ist das Veranstaltungs High Light, mit der höchsten Wertschöpfung  in ganz Kärnten! Auch die Verhandlungen für 2018 beginnen durchaus Erfolg versprechend.

Und nun zu Ihrer eigentlichen Frage. Wenn Sie das Wahlergebnis vom März 2015 als „Sensation“ bezeichnen, sehe ich das auch so. Wir haben aber gewusst, dass wir stärker werden. Seit ich die Partei 2009 übernommen habe, habe ich ein junges und engagiertes Team aufgebaut, und wir haben uns im Gemeinderat sehr stark eingebracht. Was wir – im Vergleich zu den anderen Pateien – besser gemacht haben, so glaube ich, war, dass wir den Bürgerkontakt zu den Menschen intensiviert haben.

Die FinkensteinerInnen haben  gespürt, hier gibt es eine Gruppe mit einem jungen Kandidaten, der auch Kontakte hat, die aus seiner Tätigkeit im Landtag und im Bundesrat stammen, die ihm helfen werden die angestrebten „neuen“  Ziele auch zu erreichen. Viele junge Menschen haben sich beim Endspurt für uns und mich engagiert, von denen ich gar nicht wusste, dass sie für uns „Wahlkämpfen“. Das Ergebnis hat sich ausgezahlt: Ich hatte am Wahlabend 54% und Walter Harnisch 46%. Die Sensation war perfekt! Danke an mein Team, alleine hätte ich das nicht geschafft.

European Bike Week

Als internationale „Kulturhochburg“ mit den Festspielen auf der Burgruine, hat sich Finkenstein ebenso einen Namen gemacht wie u.a. mit der „European Bike Week“ von Harley Davidson. Wenn im September die Edel Bikes „röhren“, schaut die Welt wieder auf Finkenstein. Aber Finkenstein ist doch für seine BürgerInnen mehr als „nur“ ein „Dauer Event“, oder?

Finkenstein ist mehr als ein Dauer Event. Finkenstein ist einer der begehrtesten „Lebensplätze“  den man in Kärnten haben kann. Wir bieten unseren BügerInnen unglaublich viel; von den Kinderbetreuungseinrichtungen über die Schulstandorte bis zu  vielen Freizeitaktivitäten. Das zeigt auch, dass wir überproportional viel Zuwanderung aus der gesamten Region haben. Vor allem  Jungfamilien wollen sich bei uns ansiedeln.

Jede touristische Investition die wir tätigen, seien es die Radwege, sei  es der Golfplatz, sei es die Erneuerung des Strandbades, sei es der Aichwaldsee in seiner Struktur, aber auch die Kulturarena auf der Burg, bringt mir, als Einheimischer, enorme Lebensqualität. Wir haben eine hohe Qualität an Veranstaltungen und an Gastronomie. Auf was ich stolz bin ist, dass es uns gelungen ist, die Burgarena  so auf zu stellen, das sie als Ganzheit – Veranstaltungszentrum mit Gastronomie- wieder ein touristischer Leitbetrieb wurde. Heuer wurde die Burgarena  von Gästen aus fern und nah, wieder „gestürmt“.

Seit dem Jahr 2001 ist die Bevölkerung um 701 Personen auf 8. 899 Menschen gewachsen. Worauf führen Sie das zurück; wird Finkenstein zukünftig zur Wohngemeinde?

Je mehr Bevölkerung umso besser für die Gemeinde, klar, wir reden hier von den Bundesertragsanteilen. Wir versuchen die Wohnqualität für die Menschen in der Gemeinde auf die höchste Stufe zu bringen. Das spiegelt sich in den Freizeitangeboten für die Bürger wieder, es spiegelt  sich in unseren Infrastruktur Konzepten wieder. Wir investieren heuer fast 1 Mio Euro in die Strassen-Sanierung, mehr als jede andere Gemeinde im Bezirk, ausgenommen Villach natürlich; weil, gepflegte Strassen, ein gepflegtes Umfeld motivieren die Menschen sich bei uns anzusiedeln. Wir wollen einfach für unsere Bürger höchste Lebensqualität bieten.

Christian Poglitsch

Event Gemeinde oder auch Wirtschaftsstandort?

Eine Dualität ist erstrebenswert. Wir können auf Grund der Größe unseres Gemeindegebietes beide Wege gehen. Wir sind gerade dabei das Projekt „Trochen-Hafen“  mit dem Land Kärnten gemeinsam zu aktivieren.  Ich war gerade mit dem Landeshauptmann und Regierungsmitgliedern in Duisburg, beim größten Trockenhafen Europas, um die Funktionalität so einer Einrichtung zu prüfen. Vor einigen Tagen war der Vorstandschef  dieses Unternehmens bei uns,  um sich unser Gelände anzusehen. Seine Begutachtung war vielversprechend.

Das Gelände hat sehr viel Potential, vor allem für die Oberitalienischen Häfen, um als Trockenhafen zu dienen. Wir wollen dieses Projekt nun umsetzen, denn Arbeitsplätze bedeuten Wohlstand  und Zukunft für eine Gemeinde. Dazu  wollen wir Logistig- Unternehmen ansiedeln. Zwei Firmen – eine mit 60 Arbeitsplätzen und eine mit 20 Arbeitsplätzen – zeigen bereits großes Interesse an unserem Projekt.

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