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Alles umsonst? Darf Wolfgang Gabrutsch seinen Titel auch offiziell führen? © KK

Doktor darf sich offiziell nicht Doktor nennen

Doktor oder nicht?

Villach Land – Es stellt sich die Frage, ob das Wissenschafts- ministerium es versäumt hat, Wolfgang Gabrutsch zu informieren.

Wolfgang Gabrutsch aus Sankt Jakob im Rosental ist Doktor der Wirtschaftswissenschaften. Diesen Titel erwarb er durch sein über zehn Semester dauerndes und rund 40.000 Euro kostendes Studium an der Cyprus international University im türkischen Teil der Insel Zypern.

Zusage des Wissenschaftsministeriums liegt vor

Doch nun darf er diesen Titel nicht in offiziellen Dokumenten in Österreich führen, da dieser Titel in unserem Land nicht anerkannt wird. Nun mag man sich die Frage stellen, warum man denn ein Studium anstrebt, dessen Abschluss in dem Land in dem man leben und arbeiten möchte, nicht anerkannt wird, doch die Antwort ist recht simpel: Wofgang Gabrutsch wusste davon nichts, oder besser gesagt, er hatte die Zusage des Wissenschaftsministeriums, dass der Titel, wenn er an dieser Universität erworben wird, auch in Österreich in offiziellen Dokumenten geführt werden darf. Ihm liegt sogar ein Dokument des Wissenschaftsministeriums vor in dem bescheinigt wird, dass es sich um eine anerkannte Universität auf europäischem Hoheitsgebiet handele und somit die Eintragungsmöglichkeit in österreichische Dokumente gegeben sei.

Zypernkonflikt als Auslöser

Warum darf er seinen Titel nun doch nicht offiziell führen? Laut einer Stellungnahme aus dem Ministerium heißt es unter anderem, dass die Geltung des Europäischen Rechts aufgrund eines Beschlusses des Europäischen Rats in jenen Teilen augesetzt sei, in denen die Behörden der Republik Zypern keine Hoheitsgewalt ausüben. Das sei bis zur eines Lösung des Zypernkonflikts der Fall.

Der „Bürgeranwalt“ schaltet sich ein

Ob das Wissenschaftsministerium es versäumt hat, Wolfgang Gabrutsch über diese neue Einschätzung der Universität zu verständigen und ob all die Zeit und das Geld am Ende gar verschwendet sind, wird heute um 17:30 Uhr in der Sendung „Bürgeranwalt“ in ORF2 nachgegangen. Wir sind gespannt.

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