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© LPD/ Höher

Miteinander ohne Ausgrenzung

Kulturwoche/ Kulturni teden in Arnoldstein eröffnet

Arnoldstein – Das gelebte Miteinander steht im Mittelpunkt der Kulturwoche/ Kulturni teden 2016, die gestern Mittwoch, von Landeshauptmann Peter Kaiser im Kulturhaus Arnoldstein offiziell eröffnet wurde.

Die Veranstaltungsreihe wird heuer zum 22. Mal vom Land Kärnten in Zusammenarbeit mit den beiden Kulturverbänden der Kärntner Slowenen, dem Christlichen Kulturverband und dem Slowenischen Kulturverband durchgeführt und bietet noch bis Sonntag (24. September) ein reichhaltiges Programm.

Alpen-Adria-Raum

„Die Mehrsprachigkeit im Alpen-Adria-Raum ist Teil unserer Kultur, unserer gemeinsamen Heimat auf die wie stolz sein können“, betonte Kaiser in seiner zweisprachigen Eröffnungsrede. Er meinte: „Heimat heißt nicht ausgrenzen, heißt nicht verunglimpfen, heißt nicht Schüren von Vorurteilen und Ängsten, heißt nicht Ablehnung anderer Kulturen und Sprachen. Geben wir durch diese gemeinsame Veranstaltung dem Miteinander der Kärntner Bevölkerung die Möglichkeit, weiter in den Vordergrund zu rücken, damit es mehr und mehr sichtbar werde.“ Aufgrund der Sparmaßnahmen habe das Land die Kulturwoche im Vorjahr nicht durchführen können – Kaiser sei aber froh, dass er das Versprechen, die Veranstaltungsreihe 2016 fortzusetzen, einhalten habe können. „Wir haben einen kleinen Beitrag geleistet – viel größer ist der Beitrag, den die Kulturinitiativen einbringen.“ Volksgruppenpolitik brauche Sensibilität, die nicht von oben herab verordnet werden könne. „Aber lasst uns aus vielen Ich und Du ein gemeinsames Wir machen“, plädierte der Landeshauptmann für ein gemeinsames Miteinander.

Eröffnung der Kulturwoche 2016 - © LPD/ Höher

Bereicherung für Zusammenleben

Bürgermeister Erich Kessler hob die wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung der Veranstaltungsserie für die Marktgemeinde Arnoldstein hervor. Arnoldstein habe in der Vergangenheit in unzähligen Aktivitäten Offenheit, Gesprächsbereitschaft und den Willen zur Fortführung des Friedensprojektes Europa gezeigt. Vizebürgermeister und Kulturreferent der Marktgemeinde Arnoldstein, Reinhard Antolitsch, versteht die Kulturwoche als Bereicherung für das kommunale Zusammenleben und als krönenden Abschluss des Kultursommers 2016.

Landtagsabgeordnete Zalka Kuchling sprach von positiver Grenzüberschreitung, die in Arnoldstein vorgelebt werde. „Möge das in ganz Kärnten zur Selbstverständlichkeit werden, so wie es die Zweisprachigkeit bereits ist“, wünschte sie sich.

Einen Blick auf die von Rückschlägen geprägte Geschichte der slowenischen Kulturarbeit warf Emil Krištof, Vertreter des Slowenischen Kulturverbandes. Sie sei durchwegs ein Kraftakt gegen Ablehnung und Ignoranz gewesen. Die Zeiten hätten sich aber gebessert und die Unterstützung werde zunehmend größer. Unter dem Motto „Kultur muss wachsen“, werde man sich weiterhin darum bemühen, die Kultur in Kärnten mitzugestalten.

Die Kinder des Pfarrkindergarten Arnoldstein - © LPD/Hoeher Oskar

Viele Ehrengäste

Welche Bedeutung die Kulturwoche in Kärnten mittlerweile hat, unterstrich wohl auch die außergewöhnlich lange Liste der Ehrengäste, die von den Moderatoren Monika Novak-Sabotnik und Hans Mosser begrüßt wurden. Unter ihnen: Landtagspräsident Reinhart Rohr, Bundesrätin Ana Blatnik, Bischofsvikar Pater Gerfried Sitar, der evangelische Superintendent Manfred Sauer, Landesamtsdirektor Dieter Platzer und sein Stellvertreter Markus Matschek, die Bezirkshauptleute Gert Klösch und Johannes Leitner, Bernard Sadovnik, Obmann der Gemeinschaft der Kärntner Slowenen und viele mehr.

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