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Anwaltsschreiben

Betrugswelle per Fax

Villach – Uns erreichten Meldungen über Anwaltsschreiben, die per Fax an diverse Kärntner Firmen versendet wurden. Dort werden die Firmen aufgefordert, 950€ zu überweisen und eine Erklärung zu unterschreiben. Einige der Schreiben gingen auch an Betriebe in Villach.

 2 Minuten Lesezeit (277 Wörter)

Das Bundeskriminalamt verzeichnet seit dem 22. September eine Welle an Faxübermittlungen, in denen die Adressaten aufgefordert werden eine Unterlassungserklärung zu übermitteln und in weiterer Folge einen Betrag von € 950 aufgrund einer Urheberrechtsverletzung zu zahlen. Angeblich habe man über das Netzwerk „BitTorrent“ pornographische Filme geladen und geteilt. Diese Meldungen sind definitiv eine Betrugsmasche.

In dem Schreiben wird die oben angeführte Vergleichssumme vorgeschlagen und bei nicht Bezahlung der geforderten Summe werden zukünftige Gerichtskosten in der Höhe von ca. € 8.500 in Aussicht gestellt.

Vorsicht Betrug

Das Bundeskriminalamt rät allen Empfängern dieser Schreiben diese nicht zu beantworten und auf keinen Fall zu bezahlen. Sollten Sie dieses Schreiben erhalten haben und bereits Kontakt zu den Absendern aufgenommen haben, so brechen Sie diesen sofort ab. Sollten Sie bereits eine Zahlung geleistet haben, so nehmen Sie bitte sofort Kontakt zu Ihrer Bank auf und versuchen Sie schnellst möglich mit Ihrer Bank eine Rückforderung des Geldes bei der Empfängerbank zu erwirken. Im Falle einer bereits geleisteten Zahlung erstatten Sie bitte eine Anzeige auf der nächstgelegenen Polizeiinspektion. Dafür nehmen Sie bitte alle relevanten Dokumente mit.

Das perfide an der Masche ist, dass man sich sogar die Mühe gemacht hat, einen Internetauftritt der Kanzlei zu erstellen. Dieser ist erstmal nicht als Fälschung zu erkennen, erst auf Nachfrage bei der Berliner Anwaltskammer stellt sich heraus, dass es die Kanzlei gar nicht gibt. Die Betrugsmasche spielt mit dem Schamgefühl der Menschen und zielt darauf ab, dass die Opfer lieber im Stillen bezahlen, als damit zum Anwalt oder zur Polizei zu gehen.

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