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Bernhard Gassler gegen Brigitte Hopfgartner

FPÖ: Klage gegen Flüchtlingshelferin zurückgezogen

Treffen – Ein angeblicher Mordfall im Flüchtlingsheim in Treffen sorgte vergangenes Jahr für Aufsehen. Die Geschichte war frei erfunden. Für die ehrenamtliche Deutschlehrerin Brigitte Hopfgartner hatte dies ein Nachspiel - sie musste sich heute vor Gericht verantworten. Nicht etwa, weil sie das Gerücht in die Welt gesetzt hatte, sondern weil sie den FPÖ-Vizebürgermeister Treffens, Bernhard Gassler, in einem Leserbrief als Lügner bezeichnete.

Gassler, der nach eigener Aussage von einem Bürger über den angeblichen Mord informiert wurde, ging mit der Geschichte zum Gemeinderat und zum FPÖ-Landesrat Christian Ragger. Ragger ging damit an die Öffentlichkeit – zur Polizei ging niemand. Von einem mysteriösen Todesfall und Vertuschung war die Rede. Einen Todesfall gab es nachweislich jedoch nicht.

Der ehrenamtlichen Deutschlehrerin Brigitte Hopfgartner stieß dies so sauer auf, dass sie den Vizebürgermeister in einem Leserbrief scharf kritsierte und einen Lügner nannte. Die Anzeige auf üble Nachrede folgte prompt. Hopfgartner ist die einzige, die sich in diesem Fall vor dem Gericht verantworten muss. „Ich glaube nicht, dass ich die Welt retten kann. Aber wenn mehrere den Mund aufmachen und mehrere Stellung beziehen, dann wird sich vielleicht in manchen Hirnen ein Schalter umlegen. Vielleicht. Das ist meine Hoffnung“, äußertete sich Hopfgartner in einem Interview gegenüber dem ORF.

Prozess fand heute statt

Heute, Dienstag fand der Prozess in diesem Fall statt. Nachdem die pensionierte Lehrerin im Gerichtssaal im Landesgericht Klagenfurt den Vorwurf der „infamen Lüge“ gegen über dem Politiker zurücknahm, wurde die Anzeige der FPÖ zurückgezogen und der Prozess endete ohne Urteil.

Wie der ORF heute Nachmittag berichtet, werde sich die Frau aber nicht bei dem als Lügner beschuldigten Bürgermeister entschuldigen, da sie wie sie selbst sagt, für die Beleidigung weit über ihren Schatten springen musste.

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