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LandessportfererentInnenkonferenz mit LH Peter Kaiser und BM Hans-Peter Doskozil
LandessportfererentInnenkonferenz mit LH Peter Kaiser und BM Hans-Peter Doskozil © LPD/Oskar Höher

Reform der Spitzensportförderung

Tägliche Bewegungseinheit für Schüler beschlossen

Faak am See – Das Bundes- und Freizeitzentrum Faakersee war gestern Schauplatz der Landessportreferentinnen und –referenten-Konferenz. Den Vorsitz führte der Kärntner Landeshauptmann Peter Kaiser, mit dabei war auch Sportminister Hans Peter Doskozil. Wichtige Themen waren die österreichweite Implementierung einer täglichen Bewegungseinheit in Pflichtschulen ab dem Schuljahr 2017/18 und eine Neustrukturierung der Spitzensportförderung.

Schlechte Ergebnisse führen zu Änderung

Im Rahmen einer Abschlusspressekonferenz kündigte Sportminister Doskozil an, dass nach den schlechten Ergebnissen von London 2012 und Rio 2016 die Sportförderung in Österreich radikal umgekrempelt werden soll. Eine GmbH zur Spitzensportförderung sei geplant, die von Experten geleitet werden soll. „Die Spitzensportförderung soll entpolitisiert werden und künftig in der Hand einer von Experten geführten Gesellschaft liegen“, so Doskozil. Im Breitensport müsse an der Basis künftig mehr Geld ankommen.

Tägliche Turnstunde

Besonders hervorgehoben hat der Sportminister auch, dass mit 1. September in seinem Heimatbundesland Burgenland die tägliche Turnstunde als Pilotprojekt stattfinde. 20 von den Dachverbänden kommende Coaches mit einer spezifischen Ausbildung würden in den Pflichtschulen Sportunterricht realisieren. Ziel sei es, dieses Projekt auf ganz Österreich auszuweiten. „Das Ganze hat ein Volumen von rund 30 Millionen Euro und diese Finanzierung ist bis 2019 sichergestellt“, betonte der Minister.

Landeshauptmann Kaiser verwies ebenfalls auf die Wichtigkeit einer täglichen Bewegungseinheit und betonte, dass es Ziel sei, diese ab dem Schuljahr 2017/18 österreichweit fix zu implementieren. Stattfinden werde die Bewegungseinheit im Rahmen der Schul-Autonomie. „Die Schulen sollen selbst entscheiden, ob sie das wollen, beim Pilotprojekt im Burgenland haben sich jedenfalls 84 Prozent, das sind 170 Schulen, dazu bekannt.“ Die Möglichkeiten würden von einer echten Turnstunde bis zu einer Kombination aus Lernen und Bewegung reichen, sagte Kaiser.

Investition in Spitzensport

Besonders begrüßt hat Kaiser auch die Strukturreform in der Spitzensportförderung. Geld für den Spitzensport müsse in eine Hand, aber nicht in eine politische, sondern in die von Sportexperten. Kaiser betonte auch, dass es einen „roten Faden“ geben müsse – vom Nachwuchs hin bis zum Spitzensport. Synergien müssten genutzt werden, beispielsweise zwischen den Olympia-, Nachwuchs-Kompetenz- und Heeressportzentren. Auch die Organisation von Sportgroßveranstaltungen müsse erleichtert werden, so seien momentan immer schwierigere Voraussetzungen zu erfüllen wie beispielsweise in Zusammenhang mit Haftungsfragen. „Da stehen Veranstalter vor großen Herausforderungen.“

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