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Stimmungsvolle Feier am Oberen Kirchenplatz zum Gedenken an die Volksabstimmung 1920. Zahlreiche Vereine, Ehrenformationen und Traditionsverbände umrahmten die stimmungsvolle Gedenkveranstaltung in der Villacher Altstadt. © Stadt Villach / Wernig

10. Oktober:

Gedenkfeier mit starkem Blick nach vorne!

Villach – Die Stadt Villach lud am Oberen Kirchenplatz zu einer würdevollen Feier anlässlich des Gedenkens an die Kärntner Volksabstimmung von 1920 ein.

Zahlreiche Vereine, Ehrenformationen und Traditionsverbände wie der Kameradschaftsbund, Marinekameradschaft, Bundesheer, Feuerwehren, Villacher Bürgergarde, die Freiwilligen Schützen, Bauerngman, Villacher Turnverein, Kärntner Landsmannschaft sowie die Bürger- und Goldhaubenfrauen wohnten der würdigen Veranstaltung in der Villacher Altstadt bei. Gedacht wurde den Geschehnissen rund um die Kärntner Volksabstimmung im Jahre 1920 und der vielen Toten der beiden Weltkriege.

„Abstimmung war Ergebnis der Vielfalt und nicht der Einfalt!“

Schon der Prolog, vorgetragen von Laura Sidorenko und Dominik Bartolli, bestach durch eine klare Schilderung der Ereignisse vor 96 Jahren – vom Abwehrkampf bis zur Volksabstimmung. „Mit dieser Abstimmung im Jahre 1920 hat eine Sternstunde für dieses Land stattgefunden, weil eine überwältigende Mehrheit, egal welcher Muttersprache, sich für Kärnten entschieden hat. Die Abstimmung war ein Ergebnis der Vielfalt und nicht der Einfalt“, betonte Bürgermeister Günther Albel. Er wies darauf hin, dass wir heute in einer großen Gemeinschaft in der Europäischen Union leben, die uns viele neue Chancen gebracht hat. „Nutzen wir diese neuen Chancen, um unsere Stadt, unser Land und die Europäische Union gemeinsam für die Zukunft weiterzuentwickeln. Nur das Miteinander bedeutet unser aller Zukunft!“

Von links Festredner Dr. Hannes Swoboda, Bürgermeister Günther Albel und Superintendent Mag. Manfred Sauer - © Stadt Villach / Wernig

Blick nach vorne!

Die Festrede erhielt der langjährige EU-Abgeordnete Dr. Hannes Swoboda. Sie war ein Blick nach vorne, ausgedrückt in der Hoffnung, dass Europa den Nationalismus überwinden und als Beispiel dafür stehen sollte, wie wir gemeinsam leben können. „Wenn wir diesen Nationalismus überwinden, haben wir schon viel geleistet. Vielfalt und Vielfältigkeit sind die Identitäten dieses Europas!“ Swoboda betonte auch, dass Pessimismus noch nie ein guter Ratgeber gewesen sei. Deshalb sollte uns, so Swoboda, das gemeinsame Kärnten, das seit 1920 durch den Volksentscheid möglich geworden ist, für Europa als Beispiel dienen und uns immer daran erinnern, dass es möglich ist, „jenseits von Sprache, Kulturen und Religionen ein gemeinsames Zusammenleben zu entwickeln.“

Umrahmt wurde die Abstimmungsgedenkfeier in der Villacher Altstadt von der Sängerrunde Fellach-Oberdörfer, dem Kelag-Blasorchester sowie Kindern der Volksschule Maria Gail. Die Gedenk- und Segensgebete nahmen Stadthauptpfarrer Kanonikus Mag. Alfons Wedenig und Superintendent Mag. Manfred sauer vor.

Abstimmungs-Gedenkfeier - © Stadt Villach / Wernig

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