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Ein älterer Mann sitzt vor dem Bankomaten © Boby Bobner

Vor einer Bankfiliale

Ein berührendes Bild der Armut

Villach – Kürzlich ereilte unsere Redaktion ein Foto, welches das ungeschönte Bild der Armut auch bei uns in Villach zeigt und auf Facebook bereits viele User tief berührt. Bei einer Bankfiliale, vor einem Bankomaten, kauert sich ein Mann in eine Decke und bittet um Unterstützung. Am 17. Oktober ist der jährliche Tag der Armut.

Der Winter steht wieder kurz bevor und es wird kalt und frostig. Für uns ist allein die Vorstellung obdach- oder heimatlos zu sein schier unmöglich, für diesen Mann am Bild scheint es jedoch bittere Realität.

Armutsgefährdung konnte bereits gesenkt werden

Die Europäische Union beispielsweise definiert Armut wie folgt: „Personen, Familien und Gruppen sind arm, wenn sie über so geringe (materielle, kulturelle und soziale) Mittel verfügen, dass sie von der Lebensweise ausgeschlossen sind, die in ihrer Gesellschaft als Minimum annehmbar ist.“ Österreichweit spricht man jährlich von rund 1,2 Millionen armutsgefährdeten Personen. In Kärnten konnte die Armutsgefährdung ein wenig eingebremst werden. Der Stand von 2013 mit 16,6 Prozent der armutsgefährdeten Personen wurde im Jahr 2015 auf 10,2 Prozent verringert.

Ein Bild das viele berührt und traurig macht: Armut in Villach - © Boby Bobner

Kärntenweite Armutsbekämpfung

Um das Ziel der vollständigen Armutsbekämpfung zu unterstützen gibt es in Kärnten spezielle Einrichtungen, wie beispielsweise das „Kärntner Netzwerk gegen Armut und soziale Ausgrenzung“, das immer wieder auf die Problematik aufmerksam macht.

Hilfe und Unterstützung in Villach

Hier wäre die Sozialbetreuung „Arge-Sozial Villach“ zu nennen, die nicht nur hilfsbedürftigen Menschen Sozialberatung und -betreuung anbietet, sondern auch eine Lebensmittelausgabe betreibt und ein eigenes Programm für die Begleitung von sozial-benachteiligten Krebspatienten leitet.

Ein weiterer großartiger Verein in Villach ist die „Westbahnhoffnung Villach – Tabea Lebenshilfe“, die Menschen in Not in verschiedensten Bereichen wie kostenlosem Mittagessen oder kostenloser Kleiderausgabe aushilft. Die Tabea Lebenshilfe bietet über dies hinaus Duschmöglichkeiten und ein eigenes Suchtpräventionsprogramm an.

Für Jugendliche, die von Armut betroffen sind und einen Schlafplatz oder Beratung suchen, gibt es die Jugendnotschlafhilfe (JUNO). Obdachlose oder von Obdachlosigkeit bedrohte Personen können sich bei der Stadt Villach außerdem um eine Wohnung bewerben. Ein Obdachlosenheim gibt es in Klagenfurt, jedoch nicht in Villach.

Da wir aber noch lange nicht an unserem Ziel angelangt sind, die Armut in Kärnten zu bekämpfen, ist es ganz wichtig sich dieser Problematik bewusst zu werden und bei sozialen und stark voneinander abweichenden finanziellen Ungleichheiten nicht wegzusehen.

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