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Aktuell - Villach
© Brian Jackson/fotolia.com

Juwelier in Villach

5,5 Jahre Haft nach Überfall

Villach – Als sich die Ermittler des Landeskriminalamtes Kärnten nach einem Überfall auf einen Villacher Juwelier im Oktober 2015 an die Fersen der Täter hefteten, konnten sie noch nicht ahnen, welch internationale Dimension der Fall annehmen würde. Fünf der Täter wurden bereits im Vorjahr verurteilt, gestern folgte eine weitere Verurteilung.

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Die Täter gingen bei dem Überfall auf den Villacher Juwelier äußerst brutal vor. Sie bedrohten die Angestellten mit einer Waffe, fesselten sie mit Handschellen und sprühten ihnen Pfefferspray ins Gesicht. 102 Markenuhren im Wert von 280.000 Euro konnte die Bande damals erbeuten.

Am Ende der Ermittlungen konnte einer litauischen Tätergruppe, bestehend aus acht Tätern, nicht nur der Juwelierraub in Villach, sondern auch noch sieben weitere bewaffnete Raubüberfälle auf Juweliergeschäfte in Deutschland, der Schweiz, Italien, Norwegen und Tschechien nachgewiesen werden.

Anklage gegen 23-Jährigen

Ein 23-jähriger Mann aus Litauen musste sich gestern vor dem Schöffensenat in Klagenfurt verantworten. Seiner Aussage, er hätte bei dem Überfall nur als Chaffeur mitgewirkt, wollte das Gericht keinen Glauben schenken. Schließlich war er bereits einen Tag vor der Tat von einer der Überwachungskameras des Juweliergeschäfts aufgenommen worden. Der Schöffensenat sah es daher als erwiesen an, dass der 23-Jährige bei der Tatplanung und -organisation beteiligt war.

Das Urteil lautet fünfeinhalb Jahre Haft aufgrund Teilhabe an einer kriminellen Vereinigung und einem Raub mit Waffengewalt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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