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Politik
Lokalaugenschein nach dem Architektenwettbewerb für das wichtige Altstadtprojekt am Unteren Kirchenplatz: Bürgermeister Günther Albel, Stadtrat Harald Sobe und Dipl.-Ing. Roland Winkler, Vorsitzender des Architektenbeirates, mit den Hauseigentümerinnen und -eigentümern. © OSKAR HÖHER; STADT VILLACH

Altstadt

Zweites Leben für Baujuwel

Villach – Das Gebäude-Ensemble Unterer Kirchenplatz-Widmanngasse-Weissbriachgasse soll zu einem Vorzeigebeispiel revitalisierter Villacher Altstadtarchitektur werden: Der von Bürgermeister Günther Albel in Auftrag gegebene Architektenwettbewerb erbrachte jetzt qualitätsvolle Ideen und ein verdientes Siegerprojekt.

Einige Häuser stehen unter Denkmalschutz, weil sie zu den ältesten Gebäuden der Stadt zählen und aus dem 16. Jahrhundert stammen. In Kombination mit neueren Immobilien bildet das auch historisch und touristisch interessante Quartier Unterer Kirchenplatz – Widmanngasse – Weissbriachgasse ein Ensemble, das ein Kleinod inmitten der Altstadt ist. „Beziehungsweise zu einem Baujuwel werden soll, weil wir es mit neuem Leben erfüllen wollen“, räumt Bürgermeister Günther Albel ein. „Wir haben mit dem Bundesdenkmalamt die Rahmenbedingungen geklärt, der Architektenwettbewerb, zu dem wir als Stadt eingeladen haben, brachte viele Ideen für eine gelungene Weiterentwicklung.“

Der Sieger steht fest

Architekt Dipl.-Ing. Kurt Falle ging nun beim geladenen Wettbewerb als Sieger hervor, die Jury lobt den Entwurf als „sehr durchdachtes, hochwertiges Projekt“, das viel Tageslicht zulässt, durchgängig wirkt, öffentliche Wege einbezieht und auch die Weissbriachgasse aufweitet. Dipl.-Ing. Roland Winkler, Vorsitzender des Villacher Architektenbeirates: „Man spürt, dass sich der Sieger mit dem Thema   Altstadt sehr intensiv und gelungen auseinandergesetzt hat, er zieht die Weiterentwicklung der Altstadt in das Projekt ein und lässt viele typische, charmante, schräge Ideen einfließen.“

Dass der Entwurf Falles die städtebauliche Entwicklung auf dem Unteren Kirchenplatz dynamisch weiterbringen kann, bestätigen auch Bürgermeister Albel und Baustadtrat Harald Sobe: „Als Stadt haben wir damit die erforderlichen Rahmenbedingungen und die Grundlage geschaffen, dass ein künftiger Investor hier ein attraktives Altstadtprojekt in kurzer Zeit baureif einreichen, nach Genehmigung hochziehen und betreiben kann.“ Das Siegerprojekt gebe umsetzbare Baumassen und die optimale Baulinie bereits vor. „Jetzt sind freilich die Hauseigentümer gefordert, einen geeigneten privaten Investor zu finden, der für die Realisierung“, sagen Bürgermeister Albel und Baustadtrat Sobe.

Zukunftsweisender Wurf

Der Architekt stellt sich vor, dass dieser hochwertige Raum künftig in gemischter Lösung sowohl als Geschäftsfläche als auch für attraktiven Wohnraum genutzt wird. Die optisch besonders spannende Nachbarschaft zur Stadtpfarrkirche St. Jakob macht aus dem Ensemble etwas ganz Besonderes. Die Stadt ist mit einer modernen Möblierung des Unteren Kirchenplatzes, die im Frühjahr wieder aufgestellt wird, bereits in gestalterische Vorleistung getreten.

So stellt sich Wettbewerbsgewinner Dipl.-Ing. Kurt Falle das Gebäudeensemble am Unteren Kirchenplatz vor. - © OSKAR HÖHER; STADT VILLACH

Impulsgeber Altstadt

Zufrieden mit dem Entwurf, den ihnen Bürgermeister Albel und Stadtrat Sobe nun vorstellten, zeigen sich die Eigentümerinnen und Eigentümer der denkmalgeschützten Bausubstanz. Gerda Hofer und Leopoldine Jenko würden sich sehr darüber freuen, wenn man Villach mit dem modernen Altstadtprojekt einen erfolgreichen Impuls vermitteln könnte. Als gute Lösung erachtet auch Johannes Holzer den durchdachten Entwurf: „Der Architekt hat sich der Weiterentwicklung der historischen Bausubstanz sehr sensibel genähert und den Wettbewerb absolut verdient gewonnen.“ Immobilienbesitzer Rudolf Thomasser kann sich „vorstellen, hier im ältesten Teil der Altstadt und unter Einbeziehung seiner Häuser einen großen Wurf zustande zu bringen“: „Hier kann eine sehr gute Lösung entstehen, von der alle stark profitieren.“

Im Vorfeld hatte ein Diskussionsprozess in der unmittelbaren Nachbarschaft mitgeholfen, die Rahmenbedingungen zu definieren, wie sich das Viertel entwickeln soll. „Wir ermöglichten den Anrainern, ihre Überlegungen und Gedanken einzubringen“, erklärt Bürgermeister Albel. „So stelle ich mir auch zukünftig die gelungene und von allen Beteiligten verantwortungsvoll mitgetragene Weiterentwicklung unserer Altstadt vor.“

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