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Politik
© pixabay

Wahl zum Jugendrat

SJG Kärnten: „Wir stehen hinter euch“

Villach – "Ein paar Kandidaten für den Villachacher Jugendrat wurden heute über die Facebook Seite einer rechten Jugendorganisation angegriffen", schreibt uns die SJG Kärnten. Wir haben uns den Sachverhalt näher angesehen.

Wir haben euch im Vorfeld zur Wahl des neuen Villacher Jugendrats alle 38 KandidatInnen vorgestellt. Der „Ring Freiheitlicher Jugend (RFJ) Kärnten“ hat unseren Artikel auf seiner Facebook-Seite geteilt – doch nicht ohne einen Kommentar dazu abzugeben. Der RFJ Kärnten pickte einige ausländisch klingende Namen heraus und schrieb ergänzend: „Das sind nur einzelne Kandidaten zum neuen Villacher Jugendrat. Spiegeln diese Kandidaten die Villacher Jugend wieder [sic]?“

Posting des RFJ Kärnten am 16.03. um 13.30 Uhr - © KK

Hier ein Hinweis in eigener Sache: Wir stellten euch die KandidatInnen mit Bild, Namen und Agenda vor, damit ihr euch vorab über die Wahl informieren könnt und nicht, damit diese an einen Pranger gestellt werden können. Nationalität, Herkunft, sexuelle Orientierung, Religionszugehörigkeit: all das sind Dinge, die im 21. Jahrhundert in einer aufgeklärten Gesellschaft keine Rolle mehr spielen dürfen.

SJG Villach: Jeder der Kandidaten des Jugendrats hat Respekt verdient

„Es darf nicht sein, dass Jugendliche, die sich über alle Parteigrenzen hinweg, für ihre Stadt einsetzen, von rechten Bewegungen diffamiert werden“, sagt der Bezirksvorsitzende der Sozialistischen Jungen Generation Villach, Christopher Slug. „Jeder der Kandidaten des Jugendrats hat Respekt verdient und sollte die volle Unterstützung aller Parteien genießen. Es ist nicht selbstverständlich, dass jemand seine Freizeit für das Wohl der Allgemeinheit opfert“.

Der Landesvorsitzende der SJG Kärnten, Luca Burgstaller, hat aufmunternde Worte für alle Kandidaten. „Wenn sich junge Menschen politisch engagieren, ist das positiv. Lasst euch nicht von den Kommentaren der Freiheitlichen beirren. Wir stehen hinter euch“. Er findet aber auch harte Worte für das Vorgehen der jungen FPÖler. „Wenn es nach der FPÖ geht, würden nur ältere Männer mit hoher Anwesenheit in Gerichtssälen die Kärntner vertreten“, sagt Burgstaller. „Unser Land ist aber um einiges vielfältiger. Das muss auch die FPÖ akzeptieren“.

Kritik aus den eigenen Reihen

Auch in den eigenen Reihen stößt der Facebook-Beitrag auf Kritik: „Eigentlich würd ich als noch immer Mitglied des RFJ auch gerne wissen, wer solch einen selten dämlichen Post geschrieben hat – nicht in der Ausdrucksweise, aber immerhin inhaltlich stimm ich dem Herrn Slugi sogar zu, was ich nie im Leben jemals gedacht hätte“, kommentierte ein User auf der Seite des RFJ.

Slug kommentierte zuvor: „Schon etwas lächerlich, zur erst bemängelt man den fehlenden Integrationswillen und wenn sich dann junge Menschen aktiv an der Gesellschaft beteiligen möchte, kritisiert man dies erneut. Komische populistische Doppelmoral und unglaubwürdig… aber naja, so sind die Blauen, wie man sie kennt.“

  • Der Ring Freiheitlicher Jugend (RFJ) ist die junge Vorfeldorganisation der Freiheitlichen Partei Kärntens.
  • Die SJG (Sozialistische Junge Generation) ist eine politische Organisation, die nach der Zusammenlegung von JG (Junge Generation) und SJ (Sozialistische Jugend) aus der Taufe gehoben wurde.

Um abschließend die Frage des RFJs, ob diese KandidatInnen die Villacher Jugend widerspiegeln, zu beantworten: Ja, das tun sie. Denn so sieht Integration aus.

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