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Wirtschaft
Seit vergangenem Sommer wird gegraben © KK

Bald ist es soweit:

Digitale Lebensader bis in jedes Haus

Feistritz/Gail – Das Gailtal bekommt einen Highway - und zwar einen Datenhighway. Als erste Kärntner Gemeinde verlegt Feistritz/Gail im Zuge der Errichtung des Kanalnetzes Glasfaserleitungen in jeden Haushalt.

Seit vergangenem Sommer wird gegraben, in wenigen Wochen ist mit der Fertigstellung zu rechnen. Feistritz ist damit Vorreiter und Vorbild in der Umsetzung der Breitbandstrategie des Landes. „Wir setzen voll auf Glasfaser, da nur diese Technologie für künftige Bandbreiten und Anwendungen skalierbar ist“, erklärte Technologiereferentin LHStv.in Gaby Schaunig heute, Freitag.

392.000 Euro Gesamtinvestition

Finanziert wird das Projekt in Feistritz aus Bundes-, Landes und Gemeindemitteln. Das Bundesförderprogramm „Leerverrohrung“ wurde von der Gemeinde unter Moderation und Hilfestellung des Landes angesprochen und von den Bundesförderstellen bewilligt. Die Gesamtinvestitionen für das FTTH-Netz (Fibre to the home) beträgt 392.000 Euro, davon kommen 196.000 Euro vom Bund, 98.000 Euro aus einer Leerrohranschlussförderung des Landes und weitere 98.0000 Euro stemmt die Gemeinde selbst.

Investition in die Zukunft

„Wir haben in die Zukunft investiert. Kaum etwas hat in den letzten beiden Jahrzehnten unser Leben so verändert wie das Internet. Die sofortige Verfügbarkeit von Informationen ist für uns eine Selbstverständlichkeit geworden. Unsere Ansprüche steigen. Glasfaser bietet hier grenzenlose Möglichkeiten, daher vernetzen wir 100 Prozent der Gebäude mit einer FTTH-Leitung. Die Wirtschaftsbetriebe warten bereits auf ein FTTH-System in der Gemeinde. Auch private Haushalte haben hohes Interesse an einem Anschluss gezeigt“, berichtete Dieter Mörtl, Bürgermeister von Feistritz an der Gail. „Die Vernetzung wird als Anschlussrecht jedes einzelnen Gebäudes in Anspruch genommen.“

Über 8,5 Kilometer Leitungen

8.570 Meter Leitungen werden in Feistritz verlegt, 176 Gebäude angeschlossen. Insgesamt liegen damit künftig 262 Wohneinheiten am Datenhighway. Gemeindeübergreifend wird auch die Volksschule der Nachbargemeinde Hohenthurn (Ortschaft Achomitz) angeschlossen. „Bedanken dürfen wir uns bei der zuständigen Referentin LHStv.in Schaunig sowie beim Breitband-Beauftragten des Landes, Peter Schark“, sagte Bürgermeister Mörtl.

Planung, Bauausführung, Inbetriebnahme und Betrieb erfolgen durch ein regionales KMU, die Anbindung an den Alpe-Adria-Internetexchange bzw. an den Vienna-Internetexchange erfolgt über eine Leitungsanbindung der Kelag. Das Netz wird von jedem Internetprovider genutzt werden können (Open Access). „Bis 2020 streben wir in Kärnten eine flächendeckende Verbindung mit breitbandigem Internet an“, betonte Schaunig. Das Land unterstützt die Gemeinden finanziell bei der Erstellung von Breitband-Masterplänen, der Einrichtung von WLAN-Hotspots, mit Leerrohr-Anschlussförderungen und Breitband-Sonderprojekten. „Für unsere Gemeinden ist Breitband-Internet ein wesentlicher Standortfaktor, notwendige Infrastruktur und die Voraussetzung für die Digitalisierung.“

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