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Pfingst-Chaos in Lignano

Udines Polizeichef dankt Kärntner Polizisten

Lignano / Villach – Claudio Cracovia, Polizeichef von Udine bedankete sich in einem TV-Interview bei seinen österreichischen Kollegen. Im August entsendet Friaul Beamte zum Kirchtag nach Villach.

Seit mittlerweile drei Jahren werden die italienischen Polizisten zu Pfingsten in Lignano unterstützt. Da die Kärntner Polizisten keine hoheitlichen Befugnisse haben, werden die anfallenden Amtshandlungen von den italienischen Kollegen geführt. Soweit diese österreichische Staatsangehörige betreffen, werden die Kärntner Polizisten zur Beratung und Unterstützung – unter anderem zur Überwindung der Sprachbarriere – hinzugezogen. Udines Polizeichef bezeichnete die Zusammenarbeit als „konstruktiv“.

Polizisten in Lignano - © LPD

Bann für 17 Österreicher

Für besonders schwere Fälle gab es eine bis zu dreijährige Einreisesperre als Strafe. Wer sich also besonders daneben benimmt, muss zukünftig zuhause bleiben. Siebzehn Österreicher (darunter zwei Grazer) wurden bereits Lignano verbannt. Einer davon wurde beim „Urinieren vor Minderjährigen“ erwischt. Auch heuer wurden Strand und Straßen durch feiernde Gäste verschmutzt. Auch Verletzung durch ein Messer sowie ein Fall aus 4 Metern Höhe zählt zur traurigen Bilanz 2017.

Bei Kontrollen wurden in drei Fällen Drogen in Form von Cannabis sichergestellt, weitere drei Mal ein Messer. Es gab 45 Anzeigen wegen Trunkenheit in Verbindung mit Vandalismus. Gegen zwei Österreicher wurde wegen Urinierens auf der Straße eine Strafe von Euro 3.333,- verhängt. Angezeigt wurden auch zwei Personen, die Flaschen von Balkonen warfen.

Auf Pfingst-Chaos folgt 2018 Alkoholverbot?

In lokalen Medien wird der Verbot von Alkohol gefordert, da der klassische Tourismus immer mehr unter den Partygästen leidet. Ebenso werde das Image des Ortes als Familiendestination ruiniert. Heimische fühlen sich an das GTI-Treffen oder den Villacher Kirchtag erinnert.

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