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Neue Details zum Finanzamt-Skandal:

So dreist war der Finanzamt-Mitarbeiter

Villach – Betrug in großem Ausmaß im Finanzamt Villach. Der Beschuldigte öffnete alte Verwaltungsakte und manipulierte über hunderte Steuerbescheide nachträglich, in denen er seine Kontodaten für die Erstattung eintrug. Wie dreist der Mitarbeiter des Finanzamtes vorging, zeigte heute die WOCHE Villach auf: Da kann man nur Staunen!

 1 Minuten Lesezeit (209 Wörter) | Änderung am 14.06.2017 - 14:56

Ob Arztbehandlungen, Fahrkosten-Erstattungen oder auch nicht existente Kinder: der Betrüger erfand immer wieder neue Wege, um für eigentlich abgeschlossene Steuervorgänge nachträgliche Erstattungen zu erwirken. Statt Daten der Steuerzahler setzte er sich und seine Kontodaten in das Feld für die Zahlungsdetails der Erstattungen ein. Momentan werden zahlreiche Villacher Steuerzahler zu dem Skandal (wir berichteten) einvernommen.

Besonders dreist: doppelt betrogen

Nicht wenig staunte laut Informationen der WOCHE Villach auch ein Autoverkäufer, der von den Ermittlern aus Wien eine blaue Vorladung erhielt – ohne den Grund für die „beinharte“ Befragung über 30 bis 40 Minuten zu erfahren. Der Betroffene hat dem betrügerischen Finanzbeamten ein Auto verkauft, insgesamt 4.700 Euro hatte er als Anzahlung erhalten. In dem unverfänglichen Gespräch mit dem Verkäufer sammelte der Beschuldigte Informationen, durch die es ihm nachträglich möglich war, den Steuerbescheid eben genau jenes Verkäufers zu manipulieren. Mit fingierten Pensionsjahr-Nachzahlungen und Zahnersatz-Behandlungen für genau jenen Verkäufer – aber auf sein eigenes Konto – ergaunerte der Finanzbeamte sich quasi genau seine Anzahlung zurück. Der betroffene Autoverkäufer ist schockiert über die Tat aber auch die Vorgehensweise der Ermittlungsbehörden. Nach vielen Unannehmlichkeiten und Befragungen hat das Opfer bis heute keine Entschuldigung von einer der Parteien erhalten.

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