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Wirtschaft - Villach
Unterzeichnung der Vereinbarung zur finanziellen und personellen Besserstellung des Pflegepersonals in den Kärntner Landesspittälern. © LPD/fritzpress

100-200 Euro mehr Gehalt:

Mehr Geld für Kärntens PflegerInnen

Villach – Land, KABEG und Zentralbetriebsrat unterzeichneten eine Vereinbarung für Verbesserungen zugunsten des Pflegedienstes in den Landesspitälern. Für die Beschäftigten im Pflegedienst der Kärntner Landeskrankenhäuser gibt es mit 1. August 2017 die bereits in Verhandlungen festgelegte Gehaltserhöhung von 200 bzw. 100 Euro.

Heute, Dienstag, wurde eine entsprechende Vereinbarung von Personalreferent Landeshauptmann Peter Kaiser, Krankenanstaltenreferentin LHStv.in Beate Prettner, KABEG-Vorstand Arnold Gabriel und dem Obmann des KABEG-Zentralbetriebsrates, Arnold Auer, unterzeichnet und in der Sitzung der Kärntner Landesregierung einstimmig beschlossen. Darüber hinaus geht diese Vereinbarung auch auf die Neuorganisation der betroffenen Berufsbilder, die Umstellung der Ausbildungsordnung auf ein dreistufiges Kompetenzmodell, die Neustrukturierungen im Rahmen des Regionalen Strukturplans Kärnten 2020 bzw. des Kärntner Landes-Krankenanstaltenplans 2015 sowie auf Maßnahmen zur Entlastung des Pflegedienstes und Reduktion der Krankenstandsdauer im Pflegedienst ein. Für die KABEG erwächst sich durch die definierten Maßnahmen 2018 ein Mehraufwand von 14 Mio. Euro und 2019 von 15 Mio. Euro.

Attraktives Gehaltsniveau

Landeshauptmann Kaiser sagte, dass man mit der Vereinbarung die Gehaltsstruktur im KABEG-Pflegedienst auf ein im Bundesvergleich attraktives Niveau hebe. „Nach der Verbesserung der Ärztegehälter setzen wir mit der nun deutlichen Verbesserung und Entlastung der finanziellen sowie personellen Situation der Pflegerinnen und Pfleger in unseren Landesspitäler ein deutliches Signal der Wertschätzung und der Bedeutung, die die Leistungen des Pflegepersonals für unsere solidarische Gesellschaft und für die Landespolitik hat.“

100€ – 200€ mehr Lohn

Konkret gibt es laut Kaiser per 1. August für den gehobenen Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege (Entlohungsgruppe k3) 200 Euro zusätzlich sowie für den Sanitätshilfsdienst und Dienst der Pflegehelfer und Altenhelfer (Entlohungsgruppe k6) 100 Euro zusätzlich. „Außerdem erhöhen wir den Planstellenstand des KABEG-Pflegedienstes um insgesamt 100 Planstellen“, erklärte der Landeshauptmann. Basis dafür sei der Personalstand vom 31. Dezember 2016 mit 3.001 Vollzeitkräften.

FPÖ-Darmann: SPÖ-Fehlentscheidung wird zu dramatischen Engpass bei Pflegekräften in Kärnten führen!

Die in der Regierung einstimmig beschlossene Attraktivierung der Pflege durch neue Zulagen in den Spitälern und einer Verbesserung des Personalschlüssels in den Heimen begrüßt Darmann. „Ich wundere mich nur, dass die SPÖ jetzt plötzlich die notwendigen Verbesserungsmaßnahmen vorschlägt, während ihre Gesundheitsreferentin Prettner davor jahrelang untätig geblieben ist“, stellt Darmann mit Hinweis auf die nahenden Wahlen fest. Weiters meint Darmann: „Klagenfurt wird laut Darmann als Ausbildungsstandort für die künftigen Pflegefachassistenten amputiert. Die rot-grün-schwarze Koalition hat beschlossen, dass in der Landeshauptstadt nur eine Mini-Expositur der künftigen zentralen Ausbildungsstätte in Villach mit lediglich 30 Plätzen (!) eingerichtet wird.“

Die FPÖ fordere daher den Lückenschluss der Pflegeausbildung zum Ende der Schulpflicht. „Wir müssen den Lehrberuf Pflege – auch mit der Möglichkeit der Matura am Ende – einführen“, betont Darmann.

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