Zum Thema:

06.08.2017 - 16:04Das Blaue Band vom Faaker See29.07.2017 - 17:5532 neue Wasserretter für Kärnten!18.07.2017 - 22:16Personensuche am Faaker See und Wörthersee13.07.2017 - 20:31Und so wird das Bad in Drobollach
Leute - Villach
Hintergrund
Präventiv rücken die Faaker Rettungsschwimmer mit dem Einsatzboot aus, um Schwimmer und Wassersportler zu warnen. © ÖWR Faak

Unersetzlich:

Wasserrettung am Faaker See im Dauereinsatz

Faaker See – Immer öfter werden derzeit die Rettungsschwimmer aus Faak am See zu diversen Einsätzen alarmiert. Erst heute mussten sie wieder zu einer Personensuche ausrücken. Die Mitglieder der Österr. Wasserrettung (ÖWR) sind ähnlich wie die Kameraden der Feuerwehren ehrenamtlich und freiwillig tätig.

Bei der heutigen Personensuche nach einem zwölfjährigen Mädchen wurde die Wasserrettung von der Behörde zur Unterstützung im Uferbereich angefordert. Die Person konnte später am Festland in der Marktgemeinde Finkenstein unversehrt aufgefunden werden. Die Rettungskräfte konnten die Suche nach rund zwei Stunden abbrechen. „In diesem Sommer galt es für die ÖWR Faaker See bereits mehr als 25 Alarmeinsätze abzuarbeiten,“ erzählt Daniel Fleischhacker, Pressesprecher der Kärntner Wasserrettung und selbst Mitglied der ÖWR Faaker See. Die Alarmierung der Wasserrettung erfolgt über die Notrufnummer 130, also über die Landesalarm- und Warnzentrale (LAWZ) in Klagenfurt. Die Einsatzkräfte werden dann via Blaulicht-SMS verständigt und rücken zum Einsatzort aus. Auch über den Notruf des Roten Kreuzes (144) können die Wasserretter direkt alarmiert werden. Sämtliche Einsätze werden dann von der Rettungsleitstelle, ebenfalls in Klagenfurt, koordiniert.

 

500 Mitglieder – Kärntens größter Stützpunkt

Die Wasserrettung unterhält in Kärnten insgesamt 25 Stützpunkte, einer davon ist die Einsatzstelle Faaker See. Die Rettungsschwimmer sind im örtlichen Gemeindestrandbad stationiert. Von dort rücken sie zu Einsätzen am Faaker See bzw. im regionalen Einsatzgebiet und bei Bedarf auch landesweit aus. „Den Wasserrettern stehen dazu drei Rettungsmotorboote, wovon eines immer im Faaker See stationiert ist, und ein Einsatzfahrzeug zur Verfügung“, so Einsatzstellenleiter Bruno Rassinger. Er leitet das Team von rund 70 Einsatzkräften am Faaker See. Insgesamt hat die ÖWR-Einsatzstelle Faaker See fast 500 Mitglieder, wenn man Kinder- und Jugendmitglieder und Förderer mit einrechnet. In den Sommermonaten ist der Stützpunkt im „Faaker Niveabad“ an den Badetagen dank des hohen Mitgliederstandes und der engagierten Mannschaft gut besetzt. Im Falle eines Ernstfalls können die Einsatzkräfte sofort ausrücken. Die alarmierten Kollegen, die von zu Hause oder der Arbeitsstelle nachkommen, unterstützen dann. Zusätzlich gibt es an den Wochenenden und Feiertagen einen eingeteilten Bäderüberwachungsdienst. Neben der Überwachung des Badebereichs, zählt die Versorgung von verletzten Badegästen u.a. zu den Hauptaufgaben der Rettungsschwimmer. Die Erste-Hilfe-Leistungen reichen dabei von einfachen Verletzungen über Kreislaufkollapse bis zum allergischen Schock nach Insektenstichen. „Um für diese Notfälle gerüstet zu sein, werden die Einsatzkräfte stets geschult. Des Weiteren gibt es über das ganze Jahr verteilt Übungen zu sämtlichen Einsatzszenarien,“ so Rassinger.

Vermisstensuchen, Unwetter und Erste-Hilfe

Aktuell zählen Personensuchen zu den häufigsten Einsätzen am Faaker See, gefolgt von Sturmwarnfahrten. Im Zuge von Unwettern müssen immer öfter Schwimmer und Bootsführer gerettet und wieder an Land gebracht werden. Um die Badegäste entsprechend zu warnen, besteht eine Kooperation zwischen der Österr. Wasserrettung und der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik, kurz ZAMG. Sobald ein Unwetter im Bereich eines Sees detektiert wird, werden die Einsatzkräfte verständigt. Die ÖWR warnt dann mit dem gelben Drehlicht, welches am Faaker See in den öffentlichen Strandbändern Faak, Egg und Drobollach sowie am Rettungsmotorboot angebracht ist. Spätestens dann sollte man das Wasser verlassen. Bei Blitzschlag besteht absolute Lebensgefahr am See!

Hitzebedingt müssen die Rettungsschwimmer im Strandbad bzw. im Nahbereich des Sees des Öfteren auch kollabierte Patienten versorgen. Meist werden diese Personen dann zur weiteren Behandlung bzw. Beobachtung mit dem Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht.

Die Faaker Wasserretter sind auch überregional im Einsatz

Sollte es erforderlich sein, rücken die Faaker Rettungsschwimmer auch zu regionalen oder landesweiten Einsätzen aus. „Sobald man von einem Ertrinkungsunfall ausgeht, wird von der Leitstelle die jeweilige ÖWR-Region, also alle Stützpunkte im Bezirk, alarmiert. Bei größeren Vermisstensuchen wie beispielsweise beim Bootsunglück im Juni bei Maria Wörth werden die Einsatztaucher des gesamten ÖWR-Landesverbandes zum Einsatz entsendet,“ so Fleischhacker. Das betrifft dann auch die Tauchgruppe der Wasserrettung Faaker See. Des Weiteren gibt es im Stützpunkt in Faak am See eine große Einsatzgruppe mit sogenannten Fließ- und Wildwasserrettern. Diese kommen speziell bei Unfällen oder Suchaktionen im fließenden Gewässer zum Einsatz.

Neue Rettungsschwimmlehrer

Zwischen 2. und 7. Juli fand im Bundessport- und Freizeitzentrum Faak am See die bundesweite Ausbildung zum ÖWR-Rettungsschwimmlehrer statt, bei der auch fünf Einsatzkräfte des Landesverbandes Kärnten teilnahmen. In dieser fordernden Ausbildung wurden die Teilnahme auf eine harte Probe gestellt: 5x Morgensport, 27 Prüfungen, 67 Beurteilungen von jedem einzelnen Teilnehmer, 3 schriftliche Tests, und 7 eigene Lehrauftritt/-vorträge galt es u.a. zu bewältigen. An den beiden letzten Tagen fanden die finalen Prüfungen statt. An diesem Bundeslehrscheinkurs waren alle Landesverbände vertreten.

Letztendlich konnten alle fünf Kärntner die Prüfungskommission der ÖWR-Bundesleitung überzeugen. Wir gratulieren Markus Marinschek (Kursbester – ÖWR Sattendorf), Eva Adamik (ÖWR Krumpendorf), Sarah Fischer (ÖWR Keutschach), Wolfgang Haimburger (ÖWR Krumpendorf) und Lisa Winkler (ÖWR Faak) zu dieser ausgezeichneten Leistung und wünschen alles Gute bei der zukünftigen Tätigkeit als Rettungsschwimmlehrer.

Prävention – Vom Nichtschwimmer zum Schwimmer, vom Schwimmer zum Rettungsschwimmer (Motto der ÖWR)

Um sämtlichen Badeunfällen vorzubeugen, bildet die Wasserrettung im Rahmen von zahlreichen Schwimmkursen Kinder vom Nichtschwimmer zum Schwimmer aus. Fortgeschrittene können je nach Alter das entsprechende Schwimmabzeichen absolvieren und ihre Kenntnisse verbessern. In diesem Sommer bilden die Faaker Wasserretter wieder rund 100 Kinder und Jugendliche aus. Wer aktiv mitarbeiten möchte, muss zum Einstieg einen Rettungsschwimmkurs absolvieren. Dies ist ab dem vollendeten 13. Lebensjahr möglich. Der erste Kurs konnte vergangenen Woche abgeschlossen werden; ein zweiter ist im August geplant. Informationen zu den Kursen finden Sie auf der Homepage www.wasserrettung-faak.at. Auch die Anmeldung ist online möglich. „Besonders stolz sind wir auf die 20 Absolventen des ersten Rettungsschwimmkurses dieses Sommers am Faaker See. Wir freuen uns auf deren aktive Mitarbeit bei uns im Team,“ so Einsatzstellenleiter Rassinger.

Infos zu Rettungsschwimmkursen

www.wasserrettung-faak.at

Kommentare laden

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen