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Aktuell - Villach
Polizei oder medizinisches Personal verstärken? © Symbolfoto/ 5min.at

Situation verschärft sich:

500 Drogenpatienten in Villach

Villach – In der Drogenambulanz "Roots" in Villach stößt man an die Grenzen. 500 Patienten sind mittlerweile in Behandlung. Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner stockt nun den Personalstand auf. LR Gerhard Köfer fordert, dass gegen Drogendealer „mit der vollen Härte des Strafrechts“ vorgegangen wird.

Die Neustrukturierungsphase der Drogenambulanz Klagenfurt hat dazu geführt, dass sich die Patientenströme nach Villach verlagert haben. „[…] Ich habe daher eine entsprechende Personalaufstockung veranlasst“, informierte heute (Donnerstag 27. Juli 2017) Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner.

Prävention als Ziel

Die Aufstockung ist definitiv und zeitlich unbegrenzt und soll auch nach Eröffnung der Drogenambulanz Klagenfurt bestehen bleiben. Die Rückführung der Patienten wäre einerseits nicht sinnvoll, andererseits verschärft sich die Problematik in Summe weiter. Denn:  Heroin und andere Opiate sind neben dem Straßenhandel auch durch das Internet leicht verfügbar. „Aufklärung und Sensibilisierung sind unsere stärksten Waffen im Kampf gegen Drogen“, ist Prettner überzeugt. Sie hat daher den Auftrag erteilt, den Suchthilfeplan des Landes mit neuen Konzepten zur Kärntner Suchtstrategie 2018 – 2028 weiterzuentwickeln.

LR Gerhard Köfer: „Kein Pardon!“

LR Gerhard Köfer reagierte prompt und ebenfalls mit einer Aussendung: „Die von LHStv. Prettner angekündigte Erhöhung des Personalstandes im Drogenambulatorium Roots in Villach ist löblich, wird aber das immer größer werdende Drogenproblem in Kärnten nicht lösen“, betont Köfer, der rund um die ausufernde Drogenkriminalität im Land gezieltere Maßnahmen der Exekutive fordert: „Drogendealern muss endlich der Garaus gemacht werden. Die dafür bestens ausgebildete und sehr engagiert arbeitende Polizei muss dringend personell verstärkt und in ihren Möglichkeiten politisch gestärkt werden.“ Köfer tritt insbesondere dafür ein, dass Schwerpunktaktionen im Umfeld von Schulen und an Hotspots gesetzt werden, wo besonders viele Jugendliche anzutreffen sind:  „Kein Pardon für Menschen, die unsere Jugendliche aus Profitgier vergiften!“, meint Gerhard Köfer.

 

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