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Politik - Villach
Aktion 20.000 für ältere Langzeitarbeitslose, mit LH Peter Kaiser, LHStv. Gaby Schaunig, AMS-GF Peter Wedenig und den Bürgermeistern Günther Albel und Mag. Roland Sauer © LPD/Bauer

"Aktion 20.000"

Raus aus der Arbeitslosigkeit

Villach – Die "Aktion 20.000" des Sozialministeriums für ältere Langzeitbeschäftigungslose wurde gerade im Nationalrat beschlossen. In Kärnten startet sie bereits kommende Woche in der österreichweit ersten Modellregion: Villach.

Konkret sollen 300 Beschäftigungsplätze für über 50-Jährige in den Bezirken Villach, Villach-Land und Hermagor geschaffen werden. Die Pilotregion wurde ausgewählt, weil sie hohe Steigerungsraten in der Zielgruppe (über 50-Jährige, die ein Jahr oder länger arbeitslos sind) aufweisen und sich rund 30 Prozent der Betroffenen in dieser Zielgruppe allein in dieser Region befinden. Die Projektlaufzeit beträgt zwei Jahre, Arbeitsmarktservice Kärnten (17,1 Mio. Euro) und Land Kärnten (1,2 Mio. Euro) investieren dafür zusammen rund 18,3 Mio. Euro.

Details dazu gab es gestern, Freitag, von Landeshauptmann Peter Kaiser, Arbeitnehmerförderungsreferentin LHStv.in Gaby Schaunig, Peter Wedenig vom Arbeitsmarktservice Kärnten und Villachs Bürgermeister Günther Albel bei einer Pressekonferenz.

Chance auf Wiedereingliederung

Der Landeshauptmann betonte, dass dies die bisher größte Einzelbeschäftigungsmaßnahme in Kärnten sei. „Es geht darum, den Menschen die Chance auf Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt zu geben, ihr Selbstwertgefühl zu steigern, ihnen Hoffnung und Zukunftsperspektiven zu geben. Und, sie können Versicherungsmonate lukrieren“, sagte Kaiser. Er sei sicher, dass man mit der „Aktion 20.000“ insgesamt positive Stimmung generieren und Veränderungen voranbringen könne. „Die Politik übernimmt hier die Offensive gemeinsam mit dem kongenialen Partner AMS“, meinte Kaiser.

„Ein starkes Zeichen“

Er hob auch den territorialen Beschäftigungspakt hervor, in dessen Rahmen heuer über 33 Mio. Euro in Kärnten eingesetzt würden. Mit den Mitteln für die „Aktion 20.000“ seien dies über 51 Mio. Euro: „Ein starkes Zeichen dafür, dass uns der Sektor Arbeit ein besonderes Anliegen ist.“ Kaiser verwies auf den in Kärnten bereits geschafften „Turnaround“ am Arbeitsmarkt: „Seit über 16 Monaten haben wir sinkende Erwerbslosenzahlen bei gleichzeitig steigenden Beschäftigtenzahlen.“ In allen Bezirken gebe es „teils deutlichste“ Reduzierungen der Arbeitslosenzahlen. Kaiser nannte die Daten vom Mai 2017 (im Vorjahresvergleich): Feldkirchen -14 Prozent, Völkermarkt -10 Prozent, Wolfsberg -9,7 Prozent, Hermagor -4,6 Prozent, Klagenfurt -6 Prozent, Spittal -7,6 Prozent, St. Veit -7,7 Prozent und Villach -6,6 Prozent.

Weiterer Puzzlestein

„Wir haben in Kärnten eine Beschäftigungs- und Qualifizierungsstrategie, die wir genau geplant haben“, betonte Schaunig. Arbeitslosigkeit würde individuelle Probleme, Schicksale und oft gesundheitliche Einschränkungen für die Betroffenen bedeuten, aber auch enorme volkswirtschaftliche Kosten verursachen. In Kärnten habe man sich bereits mit aller Kraft – und erfolgreich – der Senkung der Jugendarbeitslosigkeit gewidmet. Beschäftigungseffekte erziele man zudem durch das Bestbieterprinzip und Investitionen in Forschung und Entwicklung. „Heute setzen wir mit einem noch nie dagewesenen Projekt einen weiteren wichtigen Puzzlestein“, sagte die Referentin und dankte der Bundesregierung sowie dem Sozialminister für die Initiative. Das Pilotprojekt in der Kärntner Modellregion gehe man gemeinsam mit dem AMS zielgerichtet an, um es optimal und wirksam umzusetzen.

Schwere Voraussetzungen für ältere Langzeitarbeitslose

Wedenig sagte, dass es die Gruppe der älteren Langzeitarbeitslosen am Arbeitsmarkt am schwersten habe und verhältnismäßig auch von den meisten gesundheitlichen Einschränkungen betroffen sei. Beim Pilotprojekt gebe es eine maximal neun Wochen dauernde Clearingphase (Aktivierung, Abklärung, Umsetzung) für rund 600 Personen. Hier gehe es darum, ihre Lernfähigkeit und Beschäftigungsantrittsfähigkeit zu erhöhen. „Wir lassen die Personen nicht alleine“, verwies Wedenig auf das entsprechende Betreuerteam.

Das ist in Villach geplant

Bürgermeister Albel sagte, dass die Stadt Villach die Projektteilnehmenden für besondere Projekte einsetzen wolle und nannte vier Beispiele. So sollen sie im Zuge der Digitalisierung das „papierlose Büro“ der Stadt vorbereiten helfen, als „Citybutler“ Einkaufende in der Altstadt unterstützen, als Hausmeister in städtischen Wohnungen fungieren oder bei einem ökosozialen Projekt rund um wiederverwendbares Besteck für Veranstaltungen mitarbeiten.

Bei der Pressekonferenz war auch Roland Sauer vom AMS Österreich anwesend, der Landeshauptmann begrüßte und bedankte sich bei ihm als einen der Urheber der „Aktion 20.000“.

Weitere Infos gibt es auf: www.sozialministerium.at/aktion20000

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