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Politik - Villach
Präsentierten den Psychiatrieplan 2020: KGKK-Direktor Lintner, Gesundheitsreferentin LHStv.in Prettner, Psychiatriekoordinator Ratschiller (v.l.n.r.) © Büro LHStv.in Prettner

Umfassendes Konzept für psychische Gesundheit

Psychiatrieplan 2020 vorgestellt

Villach – Psychische Erkrankungen: Zuerst jahrhundertelang tabuisiert, dann jahrzehntelang als Krankheiten zweiter Klasse angesehen. Tatsächlich ist ein Mensch aber nur dann gesund, wenn er sowohl körperlich und organisch, als auch seelisch und geistig fit ist.

Aus diesem Grund hat das Land Kärnten in enger Zusammenarbeit mit externen Experten und der Kärntner Gebietskrankenkasse (KGKK) im Auftrag der Landeszielsteuerungskommission einen komplett neuen Strukturplan konzipiert: den Psychiatrieplan 2020. Mit dem Psychiatrieplan 2020 wird eine wesentliche Qualitätssteigerung vor allem auch in der außerstationären psychiatrischen Versorgung im Kinder-, Jugend- und Erwachsenenbereich angepeilt. Um das zu erreichen, wurden der aktuelle Ist-Stand erhoben und neue Ziele definiert.

Vollwertige psychiatrische Abteilung in Villach bis 2020

„Fakt ist, dass wir in Kärnten bereits viele verschiedene Strukturen haben, die gut funktionieren – die Koordination und enge Vernetzung dieser Strukturen plus eine Ergänzung um weitere Teilbereiche, machen den Psychiatrieplan aus“, erklärte Ratschiller. Mit 2020 wird Kärnten einen Meilenstein im stationären Bereich erzielen können: zwei vollwertige psychiatrische Abteilungen in den Krankenhäusern in Klagenfurt und Villach.

Darauf aufbauend wird es auch zusätzlich neue Ambulatorien mit multiprofessionellen Teams geben. Diese sind vorerst für die Versorgungsregionen Ober- und Unterkärnten je in Villach und Klagenfurt geplant und sollen in weiterer Folge auf die Bezirke Spittal und Wolfsberg erweitert werden. Die Versorgung durch die Ambulatorien ist aber bereits davor sichergestellt: über mobile Versorgungseinheiten und flächendeckende Beratungsstellen mit Tagesstrukturen soll eine lückenlose Betreuung für Kärnten stattfinden.

Kritik von der FPÖ

„LhStv Dr. Beate Prettner hat offenbar den Ehrgeiz, in Kärnten ein zentralistisches Gesundheitssystem wie in der DDR aufzuziehen. Das zeigt ihr Psychiatrieplan, der ohne Beiziehung der Fachgruppe der Ärztekammer erstellt wurde. Obwohl die Fachärzte am besten wissen, was fehlt, legte Prettner auf ihre Expertise keinen Wert. Sie will stattdessen ihr Konzept einer staatlich verordneten Mangelversorgung durchziehen“, kritisiert der Klubobmann der FPÖ Kärnten Mag. Christian Leyroutz.

Statt „dringend benötigte neue Facharztstellen in den Bezirken zu schaffen, will Prettner zwei neue zentrale Ambulatorien in Villach und Klagenfurt aufbauen. Die Zentralisierung der Psychiatrie und die Unterversorgung des ländlichen Raumes wird damit verfestigt“, fährt Leyroutz fort.

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