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Der Mordprozess bezüglich des Totschlags der Ex-Freundin des Villachers wurde vertagt. © APA (Techt)

Verhandlung geplatzt:

Mordprozess gegen Villacher

Klagenfurt – Am Donnerstag hätte ein Mordprozess gegen einen 56-jährigen Villacher stattfinden sollen, der aufgrund von fehlenden Geschworenen vertagt wurde. Der Mann soll im Dezember seine Ex-Freundin mit einer Eisenstange erschlagen haben.

 1 Minuten Lesezeit (226 Wörter) | Änderung am 04.08.2017 - 10:34

Am Donnerstag hätte der Prozess gegen den 56-jährigen Villacher laufen sollen, der Anschuldigungen zufolge seine Freundin mit einer Eisenstange attackiert und dadurch tödlich verletzt haben soll. Für die Verhandlung wären 8 Geschworene nötig gewesen, es erschienen aber nur sieben. Aufgrund eines Kreislaufkollapses konnte eine Geschworene der Verhandlung nicht beiwohnen, eine weitere Person fehlte unentschuldigt. Gegen Letztere wurde eine 500 € Strafe verordnet. Ein möglicher Ersatztermin wird vermutlich für September vereinbart.

Laut Anklage soll der Villacher letztes Jahr im Dezember auf seine damals 51-jährige Ex-Freundin vor ihrem Haus in St. Veit gewartet haben, worauf ein Streit folgte. Es habe sich um Geld gehandelt, heißt es. Als der Streit eskalierte, fasste der 56-jährige eine Eisenstange, die in Griffweite lag, und schlug mehrmals auf die Frau ein. Er ergriff umgehend die Flucht. Seiner Ex-Freundin gelang es, einen Polizeinotruf abzusetzen, der Mann wurde danach am Bahnhof in St. Veit festgenommen. Nach sechs Tagen im Krankenhaus erlag die 51-jährige ihren Verletzungen.

Der Verteidiger des Angeklagten, der Villacher Hans Gradischnig, hat nach eigenen Angaben vor, auf einen Ausnahmezustand zu plädieren. Der Beschuldigte soll aufgrund der aufgestauten Wut, die sich während des Streits entwickelte, nicht in der Lage gewesen sein, vernünftig zu handeln, er hätte sich in einem seelischen Ausnahmezustand befunden. Vertretender Richter des Falles war Gerichtspräsident Bernd Lutschounig.

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