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Nur noch 10 Wildtiere leben im Wildpark Maiernigg. Miriam Natalie Egger sieht in der Anlage jedoch eine erhaltenswerte Anlage mit großem Erweiterungspotential. © 5min

Erhaltenswerte Anlage mit viel Potenzial:

Sozialer Wildpark statt neuer Wohnanlagen

Klagenfurt – "Ich darf mich glücklich schätzen, die wohl liebsten und umgänglichsten Nachbarn der Welt zu haben: zehn Damhirsche, deren frischfröhliche Freudensprünge mir jeden Tag das Herz aufgehen lassen!", beschreibt die Klagenfurterin Miriam Natalie Egger, welche ganz besondere Pläne für den Wildpark, in dem die Hirsche leben, hat. Denn die Freudensprünge der Wildtiere könnten schon bald der Vergangenheit angehören.

Wildpark Maiernigg beherbergte bis zu 250 Wildtiere

Die Tiere leben, so Egger, schon seit nunmehr 25​ Jahren im Wildpark Maiernigg, am Beginn der Wörthersee-Süduferstraße, gegenüber vom Hotel Weidenhof. Der vormalige Besitzer des Wildparks, Josef Smretschnig, hatte diesen zehn Jahre lang für Besucher und Besucherinnen geöffnet und beherbergte in ihm bis zu 250 Wildtiere. Er musste ​den Park jedoch aufgrund administrativer Schwierigkeiten für die Öffentlichkeit schließen und verkaufte in der Folge die Hälfte des Grundstückes. Die Tiere aber behielt er und sorgte gemeinsam mit seiner Frau für deren Pflege. Letztes Jahr ist er verstorben, worauf sein Erbe den Wildpark zum Verkauf angeboten hat.

Möglicher Abschuss bei Verkauf

Die Bedenken der Klagenfurterin sind groß. Sie befürchtet, dass das Grundstück an einen Bauträger verkauft und dort in Folge Wohnanlagen errichtet werden. Wenn das passiert, könnnten die dort noch lebenden Tiere zum Abschuss freigegeben werden. Sie in die freie Wildbahn zu entlassen ist keine Möglichkeit, da die meisten dieser Tiere im Wildpark geboren worden sind.

Erhaltenswerte Anlage mit viel Potenzial

Aufgrund der idyllischen und strategisch äußerst wertvollen Lage des Wildparks, seiner uralten Bäume und seiner seit Generationen angesiedelten tierischen BewohnerInnen sieht Miriam Natalie Egger in ihm eine absolut erhaltenswerte Anlage mit viel Potenzial. Auch im Sinne einer Belebung des ganzjährigen Klagenfurter Tourismus!

Der Wildpark:

  • 28.000 m2 Grundfläche
  • seit 30 Jahren Lebensraum für Wildtiere (ehemals rund 250 Tiere)
  • 10 Jahre lang öffentlich zugänglich, nun privat und in kleinerem Ausmaß
  • momentan 10 männliche und weibliche Damtiere, davon ein Albinopärchen

Gnadenheim als soziales Projekt

Um also den Abschuss der Tiere und die Bebauung des Wildparks zu verhindern, hat Egger ein Konzept ausgearbeitet, wie man den Wildpark als Gnadenheim für obdachlose Tiere wiederbeleben bzw. sogar erweitern könnte. Dies könnte man dann laut Egger noch mit einem sozialen Projekt verbinden, nämlich durch die Beschäftigung von Menschen mit Benachteiligungen, Behinderungen und/ oder sozialen, mentalen und psychischen Problemen. ​Auch Langzeitarbeitslose und schwer vermittelbare Arbeitnehmer könnten im Wildpark eine Beschäftigung finden.

Etliche Erweiterungsmöglichkeiten

Außerdem könnte der Wildpark bei Erfolg noch um zwei bis drei weitere angrenzende Waldstücke erweitert werden. So kann die Grundfläche von 28.000 Quadratmeter auf 60.000 Quadratmeter erhöht werden. Durch den neu gewonnenen Platz könne man auch wieder mehr Tiere aufnehmen, was zur Folge hat, mehr Menschen beschäftigen zu können. Auch eine Kooperation mit Gastromoniebetrieben und Strandbädern, sowie die Errichtung einer Spielanlage für Kinder samt Café sind in Planung. All das liegt jedoch noch in ferner Zukunft. Um ein solches Projekt realisieren zu können braucht es vorallem eines- Kapital!

Finanzierung

Zur Finanzierung wird jetzt ein medialer Aufruf an die Bevölkerung gestartet, auch um SponsorInnen und InvestorInnen auf den Park aufmerksam zu machen! Um den langfristigen Bestand des Tierparks zu sichern, sind auch Crowdfunding und Tierpatenschaften-Aktionen in Planung. Jeder, der einen Beitrag leisten möchte, möge sich jedoch bitte vorerst per Mail an „mail@miriam-ne.com“ wenden. Weitere Informationen sind auch auf der Facebook-Seite  nachzulesen.

Geplante Projekte:

  • „Neue Heimat“: Gnadenheim für heimatlose Wild- und Nutztiere mit Pflegestellenorganisation für unvermittelbare Tiere
  • „Investment ins Leben“: Tierpatenschaften und Crowdfunding für die Deckung der laufenden Kosten
  • „Natur erfassen“: Führungen von Biologen und Geographen (SeniorenlehrerInnen)
  • „Wildnis unter Sternen“: Campen im Tierpark für 1-2 Familien pro Nacht
  • „Natur schenkt Leben“: Wald-Meditationen für Berufstätige, Kinder, Jugendliche, Senioren
  • „Natur und Tiere lieben lernen“: Work-Shops zum Thema achtungsvoller Umgang mit Tieren und Natur für Kinder und Eltern

Miriam Natalie Egger möchte die Freudensprünge ihrer Nachbarn auch noch in Zukunft beobachten können. - © 5min

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